Schwarz Rot Gelb – Spielkritik

Schwarz Rot Gelb ist ein Kartenspiel, bei dem alles möglichst schnell gehen sollte. Schnell ziehen, schnell lesen, schnell anlegen, schnell abschliessen und schnell ärgern. Freunde von Geschwindigkeitsspielen erhalten aber ein Kartenspiel, das die Gehirnhälften ganz schön fordert.

Schwarz Rot Gelb besteht aus 80 Farbkarten. Sie sind beschriftet mit Farbnamen: Schwarz, Gelb, Grün etc. Nur sind die Farbwörter immer in einer anderen Farbe geschrieben und immer zwischen ein- und viermal auf die Karten gedruckt.
Diese Farbkarten werden umgedreht in der Tischmitte verteilt – für alle Mitspieler gut erreichbar.

30 Punktekarten werden gut gemischt und als Nachziehstapel neben das Spielfeld gelegt. Sie sind mit Werten von -4 bis + 10 beschriftet. Man legt so viele Karten offen aus, wie Spieler teilnehmen. Die offenen Punktekarten sind die Prämien der ersten Spielrunde.

Aus den Farbkarten zieht sich jeder Spieler eine Startkarte. Sie bildet den Beginn einer Reihe. Und das war’s dann mit der Gemütlichkeit. Mit dem Startzeichen dürfen alle Spieler gleichzeitig Karten umdrehen und nachsehen, ob sie in ihre Reihe passt. Passt sie, so darf man sie anlegen. Passt sie nicht, so lässt man sie offen in der Tischmitte liegen.
Was aber ist passend? Ganz einfach, die neue Karte darf weder in der Farbe, dem Farbwort noch in der Anzahl der Wörter mit der Vorgängerkarte übereinstimmen. Im allgemeinen Farben-Wirrwarr ist das ein ziemlich schwieriges Unterfangen.

Schwarz Rot Gelb endet, wenn ein Spieler seine Kartenreihe auf eine bestimmte Anzahl aufstocken konnte. Er darf „Stopp!“ rufen und beendet damit die Sucherei. Der Sieg ist ihm allerdings noch nicht sicher, denn nun beginnt die Kontrolle. Bei einem Lege-Fehler wird die Reihe sofort bis zur letzten richtigen Karte reduziert.

Erst nach der Kontrolle werden die Punktekarten verteilt. Wer die längste Reihe geschafft hat, darf sich die grösste Punktekarte nehmen usw. Mit neuen Punktekarten beginnt eine neue Runde. Nach 5 Spielrunden steht der Sieger nach Punkten fest.

Fazit:
Schwarz Rot Gelb ist eines dieser Hektikspiele, die man eben gerne spielt oder nicht. Das allgemeine Farbendurcheinander trägt seinen Teil zum Spielspass bei. Immer wieder finden sich am Ende einer Runde Fehler und sicher geglaubte Sieger werden zu Verlierern. So lebt Schwarz Rot Gelb auch vom Ärgerfaktor und der Schadenfreude. Schnell zu sein, bringt nicht immer den Sieg ein. Und eine gute Spielrunde braucht vor allem auch ganz viel Konzentration. Die Spielgestaltung und die Regeln sind einfach, der Spielspass in einigen Spielrunden trotzdem unerwartet gross. Schwarz Rot Gelb ist daher ein gutes, schnelles Absackerspiel.

Schwarz Rot Gelb | Autor: Günter Burkhardt | Verlag: AMIGO
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Benötigt: Flinke Finger und die richtigen Farben im Kopf | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und AMIGO für ein Rezensionsexemplar von Schwarz Rot Gelb! 

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Klingt nach ziemlich viel Chaos auf dem Tisch. Wahrscheinlich sollte man sich vor langen Fingernägeln der weiblichen Mitspielerinnen hüten. Aber gelegentlich macht das sicher Spaß :)

    • @ Browsersim: Das Chaos ist nur halb so gross wie die Schadenfreude, weil man ganz bestimmt etwas übersieht in der Hektik. Schwarz Rot Gelb ist ein lustiges Absackerspiel.

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