Schweizer Reise – Ausgabe 2020 – Spielkritik

Die Schweizer Reise ist ein Klassiker. Doch das Spiel erfindet sich immer wieder neu. Wie die Kommentare unter der Spielkritik der letzten Ausgabe beweisen, gibt es zahlreiche Liebhaber des Spiels und sämtlicher älterer Varianten. Zum Konzept gehört es aber auch, dass nach einigen Jahren neue Ausgaben des Spiels erscheinen. Für die Schweizer Reise 2020 wurde mit Daniel Fehr (Woodlands) ein bekannter Schweizer Autor verpflichtet.

Schweizer Reise 2020

Nach der Helikopter-Reise orientiert sich die Schweizer Reise wieder an Bewährtem, der Reise durch zahlreiche Orte der Schweiz. So lernt man die Schweiz und ihre Kantone kennen, aber auch spezielle Begebenheiten an den Orten. Die Schweizer Reise, Ausgabe 2020, ist ein reines Lauf- und Sammelspiel. Drei Spielfiguren starten in Mendrisio, Basel und Genf ihren Ausflug an die Sehenswürdigkeiten der Schweiz. Zwei Zielkarten erhält jeder Spieler zu Beginn, die restlichen Ziele vermischen sich mit Ereigniskarten zu einem Nachziehstapel. Je nach Spielerzahl bleiben einige Tage, und damit Spielrunden, Zeit, um möglichst viele Ziele in der Schweiz zu erreichen, Fotos zu schiessen und Entdeckungsplättchen einzusammeln. Wer am Ende die meisten Punkte sammelt, gewinnt.

Die Spieler führen ihre Spielzüge der Reihe nach durch. Erst wird gewürfelt. Bis zu drei Mal darf man sein Ergebnis korrigieren. Danach stehen die Aktionen fest: Bewegungen für eine der drei eigenen Spielfiguren auf dem Spielplan. Jede Figur hat eine andere Form und ist gut zu erkennen. Oder ein Fragezeichen, das einen beliebigen Reisenden vorwärts bringt. Vielleicht auch ein Kartensymbol, mit dem man eine neue Karte vom Nachziehstapel nimmt. Das kann eine neue Zielkarte sein, die man behält oder abwirft. Je nach Reiseplanung passt nicht immer jedes Ziel. Ist es eine Ereigniskarte führt man sofort durch, was dort steht. Die Reise kann unerwartete Wendungen nehmen – positive wie negative. Ein Dreifach-Symbol lässt sogar drei Bewegungen oder drei Ereigniskarten zu. Jeder Spieler kann frei kombinieren.

Schweizer Reise

In der zweiten Phase bewegt man seine Reisenden. Das funktioniert zu Beginn noch eher schleppend, denn man sammelt so einiges ein unterwegs. Entdeckungsplättchen oder Sehenswürdigkeiten schnappt man sich im Vorübergehen und sichert sich so am Ende Punkte. Sind diese Plättchen mal vom Spielfeld verschwunden, überspringt man diese Felder und kommt bedeutend schneller voran. Erreicht man eines seiner Ziele, schreibt man sich ebenfalls Punkte gut.

Schweizer Reise

So plant man seine Reise durch die Schweiz, holt sich Fotos von Sehenswürdigkeiten und erfüllt Ziele. Eine gefüllte Fotokarte bringt zusätzliche Punkte. Doch Vorsicht: Jede unerfüllte Zielkarte bringt drei Minuspunkte. Es lohnt sich also nicht, zu hamstern und seine Reise genau zu planen. Wer am effizientesten durch die Schweiz reist und am meisten Punkte sammelt, gewinnt die Schweizer Reise.


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Fazit

Ich muss zugeben, ich habe schon lange kein derart klassisches Laufspiel mehr gespielt, wie die Schweizer Reise, Ausgabe 2020. Das Zusammenspiel von würfeln und reisen funktioniert sehr gut. Es entsteht ein Wettlauf durch die Schweiz, der Glücksfaktor ist nicht mal so hoch, wie zuerst erwartet. Durch das dreimalige Würfeln kann man jede Situation verbessern. Die Zielkarten zieht man nach und nach, die Reiseplanung ist wichtig und nimmt erst im Laufe der Partie so richtig Fahrt auf. Welche Figuren möchte ich wohin verschieben? Schafft man die Ziele in den verbleibenden Spielrunden? Und ja, ganz nebenbei lernt man die Schweiz kennen. Die Sehenswürdigkeiten, die Ereignisse, alles bringt den Spielern einen Hauch Schweiz näher, bekannte und weniger bekannte Ecken. Nach der letzten Helikopter-Ausgabe begibt sich die Schweizer Reise wieder auf traditionelle Pfade, ohne dabei altbacken zu wirken. Das Spiel ist der heutigen Zeit angepasst. Die Reise mit gleich 3 Touristen, den Würfelkombinationen und unterschiedlichen Punktesammlungen führt die Schweizer Reise ins heutige Spielezeitalter und lässt spielerische Freiheiten in einem Wettlauf für die ganze Familie. Das kommt sehr gut an.

Alles über die Schweizer Reise – Ausgabe 2020

Schweizer Reise | Autor: Daniel Fehr | Illustration: Fiore GmbH | Verlag: Carlit + Ravensburger

Spielerzahl: Brettspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: ca. 30-40 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Einen Ausflug mit Plan
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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