Seasons – Spielkritik

Bei Seasons rüsten sich die mächtigsten Zauberer zum dreijährigen, magischen Turnier. Das Spiel lebt vor allem von Würfeln und Karten. Wer sie am besten nutzt, wird zum neuen Erzmagier von Xidit.

Seasons 1Zu Beginn des Spiel erhält jeder Spieler 9 Machtkarten. Hier lässt sich bei Seasons bereits der Schwierigkeitsgrad regulieren. Unerfahrene Spieler nehmen sich vorgegebene Kartensets. Erfahrene Magier nehmen sich zufällig ihre Machtkarten. Aus ihnen wählt man eine Karte aus und gibt die restlichen Karten an den Nachbarn weiter. So stellt man sich nach und nach seine Startkarten zusammen.
Aus den eigenen Machtkarten bildet man 3 Sets – für jedes zu spielende Jahr eines. Nun kann das Turnier bereits beginnen. Der Jahreszeit entsprechend sind immer andersfarbige Würfel im Spiel. Die Würfel bestimmen die Aktionen einer Runde. Nach dem Wurf des Startspielers wählt sich reihum jeder weitere Spieler einen Würfel aus, den er nutzen möchte.

Ein Würfel kann verschiedene Aktionen anzeigen. Man erhält Energie in Form von Erde, Feuer, Wasser oder Luft. Sie wird benötigt, um die Machtkarten zu beschwören und aktivieren. Kristalle bringen einen sofortigen Punktgewinn auf der Kristalltafel. Man kann sein Wissen der Beschwörungslehre erhöhen. Pro Wissenspunkt darf man genau eine Machtkarte spielen. Zudem kann man noch eine neue Machtkarte ziehen oder Energie in Kristalle umwandeln. Der Umwandlungskurs verändert sich dabei in jedem Quartal. Ein Würfel bleibt in jeder Runde übrig. Er bestimmt, wie viele Monate nach Ablauf der Runde vergehen.

Seasons 2

Wer sich genügend Wissen angeeignet hat und die nötige Energie besitzt, kann eine Machtkarte ins Spiel bringen. Es gibt unterschiedliche Machtkarten, die sofortige oder permanente Effekte besitzen. Mit der Zeit sammeln sich einige Machtkarten, über die man stets den Überblick behalten sollte. Sonst entgehen wertvolle Effekte.
Befindet man sich in einer spielerischen Sackgasse, stehen 4 Boni zur Auswahl, die eine zusätzliche Aktion ermöglichen und einen Engpass vermeiden sollen. Ein Bonus darf jedoch nur drei Mal während des Turniers eingesetzt werden und bringt am Ende Minuspunkte.

Seasons 3So zaubert man sich durch die 3 Jahre des Turniers. Man wählt passende Würfel und setzt seine Machtkarten mit den vielen Effekten möglichst gut ein. Nach jedem Jahr darf man drei weitere Machtkarten (zu Beginn vorbereitet) in die Hand nehmen. Sämtliche Karten müssen bis zum Ende des Turniers eingesetzt werden, sonst bringen sie ebenfalls Minuspunkte.

Seasons endet nach dem dritten Jahr. Machtkarten und Kristalle bringen Punkte, Boni und Karten in der Hand sind Minuspunkte. Wer die meisten Punkte hat, wird zum Erzmagier.

Fazit:
Seasons ist ein sehr schönes Spiel. Die Regeln sind nicht zu schwierig, der Spielablauf klar und trotzdem haben es die Aktionen in sich. Die Abhängigkeit von Energie, Kristallen und Machtkarten verlangt eine gute Planung. Allein das Zusammenstellen der Karten für die 3 Turnierjahre muss gut überlegt sein. In Seasons spielen einige tolle Mechanismen mit: Die Kartenwahl, die Würfelwahl für die Aktionen oder auch die Jahreszeitentafel. Also alles perfekt? Nicht ganz. Bei den Machtkarten braucht es bis zuletzt den grossen Überblick. Schnell übersieht man einen Effekt und verpasst einen wichtigen Vorteil. Und in voller Besetzung übersteigt die Spielzeit die vorgegebene Stunde bei weitem.
Doch Seasons verzeiht man diese Kleinigkeiten. Das Spiel macht Spass und spielt sich durch die vielen, unterschiedlichen Machtkarten in jeder Runde anders und immer spannend. Gerade auch zu zweit eignet es sich besonders gut.

Seasons | Autor: Régis Bonnessée | Verlag: Libellud/Asmodee
Brettspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 60 – 120 Minuten | Benötigt: Den magischen Überblick über Aktionen und Karten | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Asmodee (Vertrieb Deutschland) und Swissgames (Vertrieb Schweiz) für ein Rezensionsexemplar von Seasons!

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