Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel – Spielkritik

Der Meister des Thrillers, Sebastian Fitzek, hat mit seinem Safehouse schon für Nervenkitzel gesorgt. Nun gibt es die Variante für unterwegs. Mit Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel geht es in eine neue Runde – und nicht weniger Spielstress.

Sebastian Fitzek Safehouse - Das Würfelspiel

Wie schon der grosse Vorgänger ist auch das Würfelspiel sehr schön ausgestattet. Die Zettel für die Spieler sind als kleines Buch zusammengeklebt. So hat man immer seinen Thriller dabei und würfelt sich seine Verfolger vom Leib. Die Ausgangslage ist bekannt: Die Flucht vor dem Verfolger soll gelingen, die Rettung bringt das Safehouse. Nur ganz so einfach ist die Angelegenheit nicht. Zwar startet man mit einem schönen Vorsprung von 16 Schritten, doch Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel ist ein kooperatives Spiel. Das bedeutet, alle Verfolgten müssen das Safehouse erreichen, um das Spiel zu gewinnen. Wird auch nur ein Spieler erwischt, ist die Partie verloren.

Jeder Spieler erhält einen anderen Spielzettel, auf dem er gleich in jeder Runde seine Wurfzahlen notiert. Die Zettel unterscheiden sich in den Farbkombinationen, denn in jeder Farbreihe gilt: Gleiche oder aufsteigende Werte notieren. Nur zwei Reihen fordern nur gleichbleibende oder nur aufsteigende Werte. Hat man eine Aufgabe erfüllt, rennt man eine vorgegebene Schrittzahl weiter in Richtung rettendes Safehouse.
Nun muss man nur noch mit den Würfeln richtig umgehen. Von jeder Farbe gibt es zwei Würfel, zudem zwei Jokerwürfel. Die Spieler entscheiden gemeinsam, welche Würfel sie einsetzen. Mit jedem Wurf nähert sich der Verfolger um einen Schritt, das notiert man sofort auf dem Zettel. Gleichfarbige Würfelwerte muss man zusammenzählen. Den Joker kann jeder Spieler selber für sich verwenden und einer Farbe dazu addieren. In jeder Runde notieren alle Spieler so viele Zahlen, wie sie verwenden können und gerade wichtig sind auf dem eigenen Zettel.

Sebastian Fitzek Safehouse - Das Würfelspiel

Die Würfel meinen es allerdings nicht nur gut mit den Spielern. Statt einer 6 gibt es die Verfolgerfigur auf jedem Würfel. Man ahnt es bereits: Mit jedem gewürfelten Verfolger verliert man einen weiteren Schritt Sicherheit. Einmal gewürfelte Würfel legt man zur Seite. Man kann sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückholen. Das kostet erneut Verfolgerschritte und zwar in der Anzahl der am meisten angefangenen Aufträge eines Spielers. Spätestens jetzt ist klar: Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel benötigt gute Absprachen. Welche Würfel wählt man? Wann holt man Würfel zurück? Wie viele Aufgaben eröffnet ein Spieler? Alles kann entscheidend sein. Doch die Gruppe ist nur so gut, wie ihr schwächstes Glied. Holt der Verfolger nur EINEN Spieler ein, ist die Partie verloren. Schaffen es ALLE ins rettende Safehouse, gewinnt man.

Sebastian Fitzek Safehouse - Das Würfelspiel

Kleine Hilfen erhalten die Spieler. Gemeinsam dürfen sie ein Mal sämtliche Verfolger auf den Würfeln vergessen oder alle Würfel noch einmal werfen. Und jeder einzelne Spieler nimmt mindestens einen (je nach Anzahl der Mitspieler) Farbwechsel beim Wurfergebnis vor.

Die Verfolgungsjagd ist eine echte Knacknuss und gar nicht so einfach zu bewältigen. Der Atem des Verfolgers ist spürbar, ist das rettende Haus auch sichtbar?


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Fazit

Die Parallelen zum grossen Brettspiel sind klar erkennbar. Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel schliesst nahtlos an die Verfolgungsjagd an. Die erfolgt mit den Würfeln nicht derart hektisch wie beim Zeitspiel beim Brettspiel. Hier ist Absprache gefragt. Farbe, Aufträge und schliesslich Würfelwerte müssen zusammenpassen. Das ist gar nicht so einfach, denn das Würfelglück spielt ziemlich deftig mit. Ist man auf den gelben Würfel angewiesen und der zeigt einen Verfolger, wartet man vergebens auf einen Wert. Benötigt man eine hohe Zahl und schickt beide Farbwürfel und einen Joker in den Ring, brennt man mit kleinen Werten trotzdem an. Insgesamt schmelzen die 16 Verfolgerschritte Vorsprung weg wie Schokolade in der Sonne. Der eigene Einfluss ist gering. Zwar stehen einige Spielhilfen zur Verfügung, doch wenn es der Würfelgott will, sind sie schnell aufgebraucht. Die Flucht bei Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel ist durchaus möglich, doch sehr schwierig zu bewerkstelligen. Oft herrschen Frust und Ärger, weil man durch die Würfel in unmögliche Situationen gerät. Allein daraus den Nervenkitzel zu ziehen, ist mir zu wenig. Da liegt deutlich mehr Spannung in den Thrillern des grossen Meisters.

Alles über Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel

Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel | Autoren: Marco Teubner, Sebastian Fitzek, Jörn Stollmann | Illustration: Kreativbunker | Verlag: moses.

Spielerzahl: Würfelspiel für 1 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 12 Jahren
Benötigt: Würfel, Farben, Werte
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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