Sherlock – Der Fluch des Qhaqya – Spielkritik

Sherlock – Der Fluch des Qhaqya ist ein weiterer Fall der kleinen Kartenspiel-Ermittlerreihe von ABACUSSPIELE. Ein knackiger Fall wartet auf die Detektive, die nach Sichtung der Indizien ihre Schlüsse ziehen sollen.

Sherlock - Der Fluch des Qhaqya

Das Kartenspiel funktioniert nach demselben Prinzip wie Sherlock – Letzter Aufruf. Wer den Ablauf noch einmal genau nachlesen will, den verweise ich auf meine erste Rezension der Reihe. In Kürze: Die Ermittler erhalten zufällig drei Karten in die Hand. Der Reihe nach werfen sie Hinweise und Indizien ab – entweder für alle sichtbar in die Tischmitte oder auf einen Ablagestapel der irrelevanten Hinweise. Am Ende stellen alle gemeinsam ihre Theorie des Falles auf. Mit einem Fragebogen beantworten die Spieler die Fragen zum Fall und holen sich Punkte. Für das Endresultat zieht man alle irrelevanten Karten ab, die man fälschlicherweise behalten hat. Hier kann man natürlich beruhigt weiterlesen. Man erfährt keine Details zum Fall.

Sherlock - Der Fluch des Qhaqya

Zum Fall: Der Archäologe Edward Carter wurde tot aufgefunden. Die Nachricht verbreitet sich schnell. Nun werden die engsten Freunde und Kollegen des Opfers befragt. Nach und nach erscheinen Indizien auf dem Tisch – wichtige und weniger wichtige. Doch ist alles so, wie es auf den ersten Blick scheint? Lastet wirklich ein Fluch auf der Statue des Qhaqya, dem Titelgeber der Geschichte? Am Ende gibt es einige Fragen zu beantworten, der Fall scheint verzwickt. Wer die Indizien sorgfältig zusammenführt, wird Antworten finden. Auch für dieses Abenteuer gilt: Mindestens 6 Karten muss man abwerfen, damit man es überhaupt in die Wertung schafft.

Sherlock - Der Fluch des Qhaqya

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Fazit

Sherlock – Der Fluch des Qhaqya ist unser zweiter Fall. Nachdem wir beim ersten Abenteuer ein wenig Lehrgeld bezahlt haben, ist diesmal klar: Wir werfen möglichst viele Karten ab, die wir für irrelevant halten. Es gibt in diesem Fall einige Karten, die nur so vor Irrelevanz sprudeln, wir freuen uns. Doch Sherlock – Der Fluch des Qhaqya betreibt einen gewissen Personenkult, ein Geflecht an Beziehungen, das nicht leicht zu durchschauen ist. Im Vergleich zu Sherlock – Letzter Aufruf sind die einzelnen Geschichtsstränge deutlich mühsamer zu „lesen“. Am Ende schaffen wir es dann doch, eine schlüssige Theorie auf die Beine zu stellen. Das Motiv des Mordes bleibt aber irgendwie rätselhaft und hinterlässt fragende Gesichter in der Spielrunde. Das Spielprinzip hat uns erneut absolut überzeugt. Man tastet sich langsam an die Lösung des Falles, knüpft Verbindungen und Theorien. Wir fühlten uns bestens unterhalten. Doch wie bei Escape-Fällen zeigt sich hier ein ähnliches Problem: Schafft man es, die Geschichte in ein nachvollziehbares Muster zu verweben? In dieser Hinsicht hat uns Der Fluch des Qhaqya nicht vollständig überzeugt, obwohl wir besser abschnitten als beim ersten Fall.

Alles über Sherlock – Der Fluch des Qhaqya

Sherlock – Der Fluch des Qhaqya | Autoren: Josep Izquierdo, Marti Lucas | Illustration: Alba Aragon | Verlag: ABACUSSPIELE

Spielerzahl: Kartenspiel für 1 bis 8 Personen, mittlerer Schwierigkeitsgrad
Spieldauer: 60 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Durchblick im Personenkarussell
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 3-4 Spieler
Richtet sich an: Familien, Kenner

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