Show me your Sound – Spielkritik

So viele Bildkarten und so viele Sounds. Doch welches Geräusch passt zu welchem Bild? Und welcher Sound passt überhaupt nicht? Show me your Sound ist ein kooperativer Ratespass, bei dem man gerne auf falsche Geräusche setzt.

Show me your Sound

Es geht ziemlich schnell zur Sache bei Show me your Sound. Ein paar Bildkarten auslegen, geheim die gesuchte Karte bestimmen und mit dem ersten Geräusch in die Partie starten. Schon steckt man mitten in der ersten Diskussion. Das Ratespiel liefert gleich zwei Modi mit. Im Basisspiel geht es schlicht um das Herausfinden der Zielkarte. Im Spiel für Fortgeschrittene absolviert man 8 Stufen bis zum Glück, bei denen die Bedingungen sich stetig steigern. Ein Zugang zum Internet ist bei Show me your Sound allerdings Pflicht, denn von dort holt sich das Spiel die Sounds, die man spielerisch verwertet.

Show me your Sound ist ein kooperatives Spiel, das einen Hinweisgeber benötigt. Die restlichen Mitspieler sind das Rateteam. 9 Bildkarten legt man zufällig im Raster 3×3 auf dem Tisch aus. Der Hinweisgeber sieht sich geheim eine Auswahlkarte an, die ihm die Zielkarte zeigt. Wenn es das mittlere Bild sein soll, muss dieses Bild am Ende als einziges noch offen ausliegen. Der Hinweisgeber lotst seine Mitspieler hoffentlich auf die richtige Spur.

Show me your Sound
Der Pirat ist das Ziel dieser Runde.

Dazu hören sich alle einen Sound von der Webseite an. Auch die Geräusche werden zufällig ausgewählt. Nun muss sich der Hinweisgeber entscheiden: Passt das gehörte Geräusch zum Zielbild oder passt es nicht? Mit einer Tafel zeigt er seinen Tipp an. Das Rateteam muss nun ein Bild umdrehen. Dreht es das Zielbild um, ist die Partie beendet. Dreht es ein anderes Bild um, geht es mit einem neuen Geräusch in die nächste Runde. Die Auswahl wird kleiner. 2 Passkarten besitzt der Hinweisgeber, mit denen er einen Sound überspringen kann. Danach gibt es keine Ausreden mehr. Bleibt am Ende das Zielbild übrig, siegt das Rateteam.

Show me your Sound

Fortgeschrittene spielen mit dem Stufenmodell. Das startet ganz einfach mit zwei Bildkarten, von denen man die richtige finden muss. In jeder Stufe kommt eine weitere Bildkarte dazu. Passkarten verdient man sich erst nach einigen Runden dazu. Und gegen Ende muss man in gewissen Runden sogar 2 Karten auf einmal aussortieren. Einzelne Niederlagen sind erlaubt. Übriggebliebene Bilder zählen dann als Strafpunkte. Bei 10 Strafpunkten ist aber Schluss. Besser wäre es, die 8. Spielstufe zu absolvieren.


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Fazit

Show me your Sound ist ein richtig schönes Ratespiel, das in einer grösseren Gruppe sogar zu einem Partyspiel mutiert. Die Diskussionen, geprägt vom eigenen Erfahrungsschatz der Spieler, und die Interpretationen der Bildkarten sorgen für beste Unterhaltung. Spielekenner ordnen Show me your Sound als eine Mischung aus Codenames und Inspektor Nase ein. Doch das Geräuschespiel ist viel schnörkelloser. Man muss sich keine Begründungen oder Erklärungen ausdenken, man verbindet ganz einfach den Sound mit einem passenden oder unpassenden Bild. Freude und Ärger liegen nahe beieinander. Ob das Basisspiel oder lieber im Level-Modus spielt keine Rolle, hier geht es um den Ratespass. Die Bildkarten sind übrigens toll und sehr breit gefächert. Sie lassen einen wunderbaren Spielraum für die Geräusche, die manchmal einfach so gar nicht passen wollen – oder vielleicht doch?

Alles über Show me your Sound

Show me your Sound | Autoren: Gary Kim, Hope S. Hwang, Yohan Goh | Illustrationen: Olin Jeong | Verlag: Nice Game

Spielerzahl: Ratespiel für 2 – 8 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Geräusch und Bild in einer Einheit
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

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