Showmanager – Spielkritik

Es gibt Spiele, die lagern so lange, bis sie wieder aktuell werden. Showmanager ist so eines. 1997 ist es zum ersten Mal erschienen und 2010 feiert es ein überraschendes Comeback.

Vier Musicals muss jeder Spieler bei Showmanager auf die Beine stellen. Dazu hat er jede Menge Schauspieler zur Verfügung. Aber nicht jeder Schauspieler kann in jede beliebige Rolle schlüpfen. So ist klar, dass ein Musical mit grösserem Erfolg aufgeführt werden kann, wenn die Rollen auch richtig zugeteilt sind.

In der Künstler-Agentur liegen immer 4 Schauspieler bereit. Sie können verpflichtet werden, kosten aber je nach Liegeplatz zwischen 0 und 3000 Mark. Mark, richtig. Denn der Euro war zu Showmanager-Zeiten noch nicht erfunden. Das Startkapital ist je nach Spielerzahl unterschiedlich. Aber es gilt auf jeden Fall zu sparen. Denn sonst muss man im Laufe des Spieles eines seiner bereits aufgeführten Musicals abwerten, indem man einen Kredit aufnimmt.

So verpflichtet reihum jeder Spieler immer wieder einen Schauspieler oder er führt ein Musical auf und fährt Punkte ein. Wer zuerst aufführt, kann die Stadt wählen, wo sein Musical stattfindet. Nicht jede Stadt bietet gleich viele Punkte. Es gewinnt, wer mit allen 4 Musicals am meisten punktet.

Fazit:
Showmanager ist kein Spiel mit grossem Tiefgang. Zu sehr ist man auch dem Zufall unterworfen. Stehen gerade die Schauspieler zur Verfügung, die ich brauche? Aber alleine für die Karten mit den Schauspielern lohnt sich das Spiel. Die sind wunderbar im Karrikatur-Stil gezeichnet und tragen allesamt passende Namen. Showmanager hat eine sehr gute Spielanleitung und ist schnell erlernt. Und trotz alledem schafft es Showmanager immer wieder auf unseren Spieltisch. Das könnte auch ein Grund sein für die Neuauflage des Spiels 2010.

Showmanager | Autor: Dirk Henn | Verlag: Queen Games
Brettspiel für 2 – 6 Spieler | Spieldauer: ca. 45 Minuten | Benötigt: Kartenglück im Musicalbusiness | Wiederspielreiz: immer mal wieder

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