Silver & Gold Pyramids – Spielkritik

Vor etwa 5 Jahren gingen wir auf grosse Schatzsuche und haben Inseln erforscht. Diesmal durchsuchen wir Pyramiden und machen uns auf den Weg zu den Grabkammern. Silver & Gold Pyramids ist die Fortsetzung des Ankreuzspiels Silver & Gold.

Silver & Gold Pyramids

Um Münzen, Pokale, Palmen und Siegel ging es beim ersten Abenteuer. Diesmal tauchen wir ab in die Gänge der Pyramide und suchen die Grabkammern. Unterwegs sammeln wir aber auch Fackeln, Rubine und Smaragde. Den Totenköpfen geht man bei Silver & Gold Pyramids besser aus dem Weg. Sie bringen am Ende Minuspunkte, wenn man die Gefahr nicht mit einem Zaubertrank bereinigt. Und so steckt man sofort mitten im Spiel, das man mit wenigen Erklärungen starten kann. Wer das erste Spiel Silver & Gold bereits kennt, ist auch mit den Pyramiden bestens vertraut.

Das Kartenspiel besteht aus plastifizierten Karten, denn man muss mit abwischbaren Stiften in jeder Runde neue Kreuze auf die Karten setzen. So erhalten alle zu Beginn vier Karten mit unterschiedlichen Labyrinthen, aus denen man seine zwei Startkarten wählt. 8 Expeditionskarten liefern die Vorgaben für die Kreuze. Insgesamt vier Mal spielt man den Stapel mit den Expeditionskarten durch, nur die letzte Karte im Stapel wird nie gewendet. Es bleiben allen also exakt 28 Spielzüge für ihre Expedition durch die Pyramiden.

Der Spielablauf ist simpel: Expeditionskarte aufdecken und Kreuze auf einer der beiden Pyramidenkarten setzen. Alle spielen gleichzeitig, es entstehen keine Wartezeiten. Die Figuren für die Kreuze darf man drehen oder auch spiegeln, doch man muss sämtliche Kreuze auf einer Karte eintragen. Kann oder will man das nicht, setzt man alternativ ein einzelnes Kreuz auf ein Feld.

Silver & Gold Pyramids

Ziel ist es, einen Weg zu legen vom Pyramideneingang bis zur Grabkammer. Unterwegs darf man beliebige Felder ankreuzen, solange angrenzend gekreuzt wird.
Ein Feld mit einem X bringt sofort ein Extrakreuz, Edelsteine markiert man auf der persönlichen Punktekarte für die Endwertung. Pro Runde darf eine Fackel notiert werden, die man ebenfalls markiert. Totenköpfe zeichnet man ebenfalls ein und löscht sie allenfalls wieder, wenn man einen Zaubertrank erwischt. So ein Trank lässt bis zu zwei Totenköpfe verschwinden.

Hat man auf einer Karte einen Weg komplett eingezeichnet, kündigt man das laut an und nimmt sich eine neue Karte aus der Auslage. Mit zwei, vier oder sechs Karten einer Farbe kann man sich Boni holen. Ordnungszahlen auf den einzelnen Karten sorgen für einen Stichentscheid, wenn zwei Personen gleichzeitig ein Ziel erreicht haben.

Silver & Gold Pyramids

Damit ist der Weg in die Grabkammern von Silver & Gold Pyramids geebnet. Punkte holt man sich mit den Farben der Karten, den Edelsteinen im Duo, den Fackeln und jeder erreichten Grabkammer. Abzüglich der Punkte aus übriggebliebenen Totenköpfen ergibt das das Endresultat. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.


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Fazit zu Silver & Gold Pyramids

Silver & Gold Pyramids ist eine Fortsetzung des vor 5 Jahren erschienenen Silver & Gold. Der Spielmechanismus ist derselbe, die Ziele sind unterschiedlich und ein paar Effekte sind neu. Runde für Runde deckt man eine Karte auf, alle notieren sich die Kreuze auf ihren Pyramidenkarten und markieren erreichte Ziele auf ihrer Punktekarte. Während man beim Vorgänger noch Inseln gefüllt hat, sucht man hier durchgängige Wege vom Eingang bis ins Ziel. Die Karten unterscheiden sich natürlich. Da gibt es kürzere oder lange Wege, Pyramiden mit vielen oder wenigen Totenköpfen, mit Zaubertrank oder vielen Edelsteinen. Die Wahl der Karten ist mit entscheidend für den Ausgang des Spiels. Punkte kann man aber ganz vielfältig erreichen. Da immer eine Expeditionskarte pro Runde verborgen bleibt, weiss man nie, ob eine erwartete Form noch kommt oder nicht. Es ist auch ein wenig Glück im Spiel bei den Expeditionen von Silver & Gold Pyramids. Man muss eben das Beste aus seiner Situation machen. Schliesslich spielen alle mit denselben Vorgaben. Persönlich gefallen mir die Labyrinth-Pläne sogar noch ein wenig besser als die Inseln. Silver & Gold Pyramids spielt sich sehr flott und hat keine Wartezeiten. Die kurzweilige Schatzsuche macht nach wie vor Spass und ist ein ausgezeichnetes Familienspiel.

Fakten zu Silver & Gold Pyramids

Autor: Phil Walker-Harding | Illustration: Oliver und Sandra Freudenreich | Verlag: NSV

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Wege zur Grabkammer
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Richtet sich an: Familien

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