Silver & Gold – Spielkritik

Das Tetris-Fieber greift aktuell um sich. Auch bei Silver & Gold geben bekannte Tetris-Formen den Takt an. Hier nutzt man sie, um Inseln zu erforschen und den Schatz zu finden.

Silver & Gold

Wie so oft bei Spielen des NSV sind alle Spieler gleichzeitig aktiv. Auf abwischbaren Karten notieren alle ihre Ergebnisse und kreuzen sich zu möglichst vielen Punkten. Schatzkarten gibt es mit unterschiedlichen Werten. Je höher ein Wert, desto grösser ist die Insel auf der Karte. Die Inseln unterscheiden sich auch in Form und mit darauf abgebildeten Bonusfeldern. Wichtige Kriterien bei der Wahl der Schatzkarten, denn man sucht sie sich immer selber aus. Jeweils 2 Schatzkarten bearbeitet ein Spieler gleichzeitig. Ist eine Insel komplett entdeckt, nimmt man sich eine neue Karte.

Expeditionskarten bestimmen, wie man ankreuzen darf. Von den 8 Expeditionskarten kommen in jeder Runde nur 7 ins Spiel. Auf den Karten befinden sich Formen, beispielsweise eine gerade Linie mit drei Feldern. Alle Spieler kreuzen auf einer ihrer Inseln nun eine solche Form ab. Dabei spielt die Lage der Form keine Rolle, sogar eine Spiegelung wäre erlaubt. Die Schatzkarten sollen sich einfach möglichst schnell füllen. Bonusfelder helfen zu einer effektiveren Schatzsuche. Kreuze ermöglichen ein zusätzliches Kreuz auf einer Karte. Münzen bringen Punkte und allenfalls Pokale, wenn man mit seiner Münzsammlung schnell voranschreitet. Notiert wird das auf der eigenen Übersichtskarte. Palmen sind die Oasen auf der Insel und da in der Ruhe die Kraft liegt, sind sie ebenfalls Punkte wert. Pro Palme auf der eigenen Karte UND den Karten in der offenen Auslage notiert man sich Punkte. Bis zu 4x pro Spiel ist das möglich.

Silver & Gold
Die Auslage von Silver & Gold

Nun ist der eigene Sammeltrieb gefragt. Was lohnt es sich zu sammeln? Wo holt man sich den entscheidenden Unterschied zu den Mitspielern? Natürlich gibt es auch einen Notfallplan. Wenn die Form der aktuellen Expeditionskarte auch mit Biegen und Brechen nicht auf die Schatzkarte zu bringen ist, notiert man sich ein einzelnes Gnadenkreuz. Manchmal hilft auch das schon weiter.

Silver & Gold

Nach 4 Runden und exakt 28 Expeditionskarten ist Schluss. Punkte gibt es aus allen Inselkarten, den Münzen und den Palmen. Mit Siegeln auf den Schatzkarten liegt sogar noch eine kleine Farbwertung drin. Dazu muss man während des Spiel passende Siegel und Farben erwischt haben. Wer die meisten Schatzpunkte gesammelt hat, gewinnt Silver & Gold.


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Fazit

Silver & Gold ist ein flottes Ankreuzspiel. Der Spielablauf ist schnell, jeder setzt seine Kreuze auf die eigenen Karten, spekuliert ein wenig auf kommende Formen und schnappt sich die vermeintlich besten Schatzkarten für weitere Expeditionen. Es sind tatsächlich unterschiedliche Strategien möglich. Mit den Schatzkartenpunkten allein bewegt man sich oft in einer ähnlichen Liga. So sind Münzen, Pokale, Palme oder Siegel das Zünglein an der Waage. Man sollte sich aber auf keinen Fall nur auf das Eine versteifen. Und schliesslich entscheidet auch die zufällige Reihenfolge der Expeditionskarten über schnelleres oder langsameres Vorankommen. Silver & Gold ist auf jeden Fall ein flottes, schnelles Ankreuzspiel. Nicht komplex, aber doch sehr unterhaltsam. Man ist immer auf der Suche nach der besten Lösung, um an den grössten Schatz zu kommen.

Alles über Silver & Gold

Silver & Gold | Autor: Phil Walker-Harding | Illustration: Oliver Freudenreich | Verlag: NSV

Spielerzahl: Kartenspiel für 2-4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Räumliches Inseldenken
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2-4 Spieler
Richtet sich an: Familien

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