Snowhere – Spielkritik

Eine Welt aus Feuer und Flammen? Das geht nicht. Daher versuchen wir, die Welt mit einfachen Wendungen zu retten. Snowhere bringt Schnee und Eis zurück. Und wenn wir geschickt vorgehen, ist das Feuer bald weg.

Snowhere

Snowhere besitzt ein äusserst einfaches Spielprinzip. Das Kartenspiel kann man gemeinsam und kooperativ spielen. Ebenso gut funktioniert es aber als Solospiel. “Nur mal kurz die Welt retten” hinterlässt schliesslich ein gutes Gefühl. 111 Karten sind in der Schachtel, beinahe alle gleich mit einer Feuer- und einer Schneeseite. Nur 6 Karten besitzen eine Schneeflocke auf der Schneeseite, die ganz am Ende entscheidend sein kann. Snowhere ist nicht das, was man eigentlich unter einem Kartenspiel versteht. Es ist vielmehr eine Knobelaufgabe mit Legecharakter. So legt man zuerst sämtliche Karten mit ihrer Feuerseite nach oben auf dem Tisch aus. Man bildet einen Haufen, streicht ihn von innen nach aussen. Mit der Grösse des Haufens schraubt man gleichzeitig am Schwierigkeitsgrad der Aufgabe. Liegt ein möglichst lückenloses Flammenmeer aus, kann es losgehen.

Wie gesagt, das Feuer will gelöscht sein. Daher nimmt man sich eine Karte aus dem Flammenteppich, wendet sie und legt sie mit ihrer Schneeseite wieder irgendwo oben auf das Flammenmeer. Man hört förmlich das Zischen, wenn Schnee auf Feuer trifft. Ein paar kleine Regeln gibt es natürlich zu dieser äusserst simplen Aktion, die sich nun bei Snowhere ständig wiederholt.

Snowhere

Beim Aufnehmen der Karten muss man darauf achten, dass man nur auf ganz oben liegende Karten greift. Beim Feuer soll nichts verschoben werden. Ist eine Karte nur ganz minim, die Spielregeln sprechen von 1mm, verdeckt, darf man sie aufnehmen. Schneekarten können natürlich nicht mehr aufgenommen werden. Man will ja kein zweites Feuer entfachen.

Beim Ablegen der Karten möchte man den ganzen Feuerteppich löschen und abdecken. Deckungsgleiches Legen ist nicht erlaubt, eine Schneekarte muss die Flammen über den Rand abdecken. Erwischt man eine Karte mit einer Schneeflocke, so legt man sie vorerst zur Seite.

Snowhere

Kann man keine Karte mehr nach den Regeln aufnehmen, endet das Spiel. Mit den Schneeflocken-Karten hat man nun noch eine letzte Chance, die Flammen zum Verschwinden zu bringen. Je weniger Feuer sichtbar ist, desto besser ist das Ergebnis. Kein Feuer mehr sichtbar und die Aufgabe ist gelöst!


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Fazit

Ein ganz simples Spielprinzip steckt hinter Snowhere. Ist das nun noch ein Kartenspiel oder bereits eine Knobelaufgabe? Die eigentliche Aufgabe stellt man sich selber. Mit der Grösse des Feuers zu Beginn variiert man die eigene Challenge. An Snowhere lässt sich gut mit mehreren Spielern knobeln. Dann zieht man abwechselnd die Karten und diskutiert die besten Legeplätze aus. Doch ehrlich gesagt, gefällt mir Snowhere solo sogar noch ein wenig besser. Dann ist man selber für sämtliche Entscheidungen verantwortlich und sorgt für die eigene Spannung. Die Schneeflockenkarten sind wichtig, um am Ende noch die letzten Flammen zu löschen. Doch findet man sie auch im Laufe der Partie oder begräbt man sie mit dem ersten Schnee? Als “Kartenpuzzle der besonderen Art” wird Snowhere angepriesen. Das ist es tatsächlich. Eher ein wenig solitär angehaucht, aber unterhaltsam in seiner speziellen Aufgabenstellung.

Alles über Snowhere

Snowhere | Autor: Steffen Benndorf | Illustrationen: Christian Opperer | Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag

Spielerzahl: Kartenspiel für 1 – ? Personen
Spieldauer: 10 – 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Eine Welt ohne Flammen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 1 Person
Richtet sich an: Familie

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