Spectaculum – Spielkritik

Die Gaukler sind im Königreich unterwegs und sorgen für Spektakel. Vier Truppen möchten bei Spectaculum gerne die Nummer 1 im Königreich werden. Sie ziehen von Dorf zu Dorf und versuchen, beim Publikum gut anzukommen. Wer auf die richtige Gauklertruppe setzt, kann viel Geld verdienen und zu Ansehen gelangen.

Auf dem Spielfeld befindet sich das Königreich mit seinen vielen Dörfern. Dort ziehen die Gauklertruppen in ihren unterschiedlichen Farben von einem Ort zum nächsten. Bei Spielbeginn besitzt jeder Spieler von jeder Gauklertruppe eine Karte als Grundkapital. Die Truppen starten bei einem Grundwert von 5 Dukaten.

Ein Spieler zieht zuerst 3 Wandersteine aus dem Beutel. Die Farbe der Steine bestimmt die Gauklertruppe, die auf dem Spielplan einen Schritt weiter ziehen darf. Die Steine müssen unmittelbar nacheinander gelegt werden. Vor und nach der Wanderung darf jeder Spieler bis zu 2 Karten der Gauklertruppen kaufen oder verkaufen. Nun wird auch schon klar, dass es sich bei Spectaculum um ein getarntes Börsenspiel handelt. Die Gauklertruppen verändern nämlich ihren Kurs ständig durch Ereignisse in den Dörfern. Diese Ereignisse sind für alle Spieler auf den Dorfplättchen sichtbar. So kann der Kurs einer Gauklertruppe um bis zu 3 Dukaten steigen oder sinken. Nicht alle Spieler verfolgen die gleiche Taktik. Jeder will nur die Gaukler seiner Farbe unterstützen. Wer die Spielzüge seiner Mitspieler gut überwacht, setzt ebenfalls auf die richtige Truppe. „Günstig kaufen, teuer verkaufen“, lautet die Devise. Am Ende seines Zuges zieht man drei neue Wandersteine für die nächste Spielrunde.

Bei Spezialereignissen kann man pro passender Gauklerkarte auch mal 2 Dukaten Gewinn erzielen oder eben für Medizin 2 Dukaten bezahlen. Glück hat, wer den Wanderweg der Gaukler selber bestimmen kann. Das Spiel endet, wenn ein Wanderstein den Königshof erreicht hat und nur noch ein Spezialereignisplättchen auf dem Plan liegt, oder wenn der letzte Wanderstein aus dem Beutel gezogen wird.

Wer die meisten Dukaten besitzt, gewinnt Spectaculum.

Fazit:
Spectaculum ist kein besonders schwieriges Brettspiel. Die Anleitung ist gauklermässig geschrieben, die Karten mit den witzigen Motiven sind toll gestaltet, doch bei Spectaculum zählt nur der Tageskurs und das Geld. So sind die Kartenmotive eigentlich unnötig, es zählt nur die Farbe. Die Spielanleitung beschreibt Ereignisse, die sich jedem auf den Plättchen sofort erschliessen. Schade – da wäre sicher grösseres Potenzial vorhanden gewesen. Spectaculum spielt sich aber zügig, der Börsenmechanismus funktioniert gut. Mit Spectaculum kann man nichts falsch machen, aber insgeheim erhofft man sich mehr vom betrunkenen Tanzbären oder der weitsichtigen Wahrsagerin.

Spectaculum | Autor: Reiner Knizia | Verlag: eggertspiele / Pegasus Spiele
Brettspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Benötigt: Börsenglück beim Wanderzirkus | Wiederspielreiz: ok

Besten Dank an eggertspiele und Pegasus Spiele für ein Rezensionsexemplar von Spectaculum!

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