Splito – Spielkritik

Das Kartenspiel Splito kommt ziemlich nüchtern daher. Die gestellte Aufgabe ist der Star des Spiels. Denn hier agiert man gemeinsam mit seinen Nachbarn, spielt am Ende aber auf ein gutes Einzelresultat. Ein kartenmässiger Spagat.

Splito

Die länglichen Karten gibt es genau in zwei Sorten: Zahlenkarten mit den Werten von 1 bis 6 und in 6 Farben, dazu viele Wertungskarten. Der Spieltisch erhält Zonen zur Ablage der Karten, immer zwischen zwei Personen. Noch sind die Zonen leer. Aus den Wertungskarten wählt man zufällig eine mit dem Mond-Symbol und eine mit dem Stern-Symbol. Diese beiden Karten legt man in die Tischmitte als öffentliche Wertungskarten. Die restlichen Karten mischt man gut durch und verteilt 13 Karten an alle Mitspielenden. Übrige Karten legt man zur Seite.

Der Spielablauf von Splito ist ziemlich einfach. Er verläuft bei allen Personen gleichzeitig, es gibt also keine Wartezeiten bei Splito. Aus den eigenen Handkarten wählt man eine aus, die man entweder in die linke oder die rechte Nachbarzone legt. Erst macht man das verdeckt, bis alle ihre Karte gewählt haben. Ob es eine Zahlenkarte ist oder eine Wertungskarte, spielt keine Rolle. Alle sind frei in ihrer Wahl.

Haben alle gewählt, deckt man die Karte auf. Die Handkarten gibt man dem linken Nachbarn weiter. So spielt man 13 Runden durch, erhält in jeder Runde neue Handkarten und legt wieder eine von ihnen aus. Nach 13 Runden schreiten wir schon zur Wertung.

Splito

So einfach das nun klingen mag, will man viele Punkte machen, sollte man sich natürlich genau überlegen, welche Karten man wo hinlegt. Sonst sieht man bei der Wertung eher schlecht aus. Um erfolgreich zu seine, benötigt man in jeder Zone Zahlenkarten, aber auch mindestens eine Wertungskarte, denn nur die liefern am Ende Punkte. Die Wertungskarten suchen nach Mehrheiten, gewissen Zahlenwerten, einer bestimmten Menge an Karten oder Kombinationen von Farben und Werten. Also ein bunt gemischter Blumenstrauss, der sich mit seinen Zielen manchmal auch beisst. Es dürfen nämlich auch mehrere Wertungskarten in einer Zone liegen.

Splito

Bei der Wertung handelt man erst die beiden öffentlichen Wertungskarten ab. Gibt es eine einzelne Zone, in der die Wertungskarten erfüllt werden, legt man sie dorthin. Erfüllen mehrere Zonen die Vorgaben, legt man die entsprechende Wertungskarte weg.
Nun schaut man sich die Wertungskarten in den einzelnen Zonen an. Werden sie nicht erfüllt, dreht man sie um. Erfüllte Wertungskarten bringen Punkte. Alle Personen multiplizieren ihre Punkte aus ihrer linken und rechten Nachbarzone. Wer den höchsten Wert hat, gewinnt.


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Fazit zu Splito

So einfach die Aufgabe scheint, so überlegt muss man sie angehen. Wer nicht auf die Gegebenheiten in den Zonen achtet, holt sich kaum Punkte. Man muss sich Ziele setzen und entsprechende Zahlen legen. Da das immer zwei Personen in den jeweiligen Zonen machen, führt das zu Schwierigkeiten bei der Sammlung. Zudem wird die Kartenauswahl in jeder Runde kleiner. Wüsste man zu Beginn schon, was man in welcher Zone sammeln sollte, wäre das deutlich bequemer. Daraus holt Splito aber seine spielerische Spannung. Wertungen setzen, Ziele erfüllen und schliesslich auch noch gleichmässig spielen. Man möchte ja nicht einen Nachbarn bevorzugen. Für viele Punkte, muss man in beiden eigenen Zonen gross punkten. Unterstützen das die Nachbarn ebenso? Schafft man es, genügend Wertungskarten in die eigenen Zonen zu legen?
Splito ist eine spannende Mischung aus Card-Drafting (Karten wählen, weitergeben), einem kooperativen Aspekt und einer Einzelwertung am Ende der Partie. Nur wenn sämtliche Rädchen sich richtig drehen, holt man sich den Sieg. So steht man Runde für Runde vor einer neuen Entscheidung, mit welchem Nachbarn man aktuell kooperieren möchte. Ein kurzes, knackiges Spiel.

Fakten zu Splito

Autoren: Luc Remond & Romaric Galonnier | Illustrationen: Maud Chalmel | Verlag: Game Factory

Spielerzahl:  3 – 8 Personen
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Punktereiche Nachbarn
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel, Variante online abrufbar
Beste Spielerzahl: 3 – 8 Personen
Richtet sich an: Familie

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