Splitter – Spielkritik

Das Würfelspiel Splitter spielt mit der Symmetrie der Formen, in die Zahlen eingetragen werden. Das bedeutet, dass jede Hälfte der Form ihre Zahl haben möchte, auf der exakt gleichen Position. Ordnet man seine Zahlen besonders gut, bringt das viele Punkte.

Splitter

Splitter ist eines dieser Roll & Write – Spiele des NSV, das man schnell erklärt, um danach gleich zu knobeln. Zahlen würfeln, eintragen und am Ende hoffentlich viele Punkte einfahren. Ähnlich wie bei Knister ist das Spiel von der Teilnehmerzahl eigentlich nicht begrenzt. Wer einen Zettel hat, spielt mit. Es gibt keine Wartezeiten, alle erledigen ihre Aufgabe gleichzeitig. Mit einem Zettel und einem Stift startet man in die Partie. Die Aufgabenstellung ist gar nicht komplex. Die gewürfelten Zahlen von zwei Würfeln trägt man auf dem eigenen Zettel ein. Die Felder wählt man selber aus, es müssen aber links und rechts von der Mittelachse dieselben Felder sein. Die Position wird gespiegelt, die Zahlen teilt man selber auf.

Welche Zahlen die Würfel zeigen, spielt keine Rolle. Die beiden Werte müssen fix übernommen und eingetragen werden. Um möglichst viele Punkte zu erreichen, bildet man Gruppen gleicher Zahlen. Die Gruppen müssen waagrecht und senkrecht miteinander verbunden sein, Diagonalen zählen nicht. Die Gruppengrösse ist allerdings entscheidend für die Punktevergabe. Genau 2 2er bringen 2 Punkte, exakt 5 5er liefern 5 Punkte. So ist auch klar, dass die 1er ganz frei stehen müssen. Es beginnt ein Taktieren um die Zahlen. Mal passt ein Würfel perfekt auf die linke Seite, doch rechts gibt es mit der zweiten Zahl nichts zu holen. Wartet man noch ab oder notiert man trotzdem?

Splitter

Es sind viele kleine Entscheidungen, die man während einer Partie trifft. Insgesamt 22 Runden fallen die Würfel und liefern Zahlen. Auf Sternfeldern bringen gelungene Kombinationen die doppelte Punktzahl. Ihnen gilt eine besondere Aufmerksamkeit. Zudem liefert Splitter gleich zwei Spiel-Blöcke mit, die unterschiedliche Formen anbieten. Block B besitzt Herzfelder, mit denen man einen weiteren Bonus einfahren kann, wenn in allen drei Herzen am Ende dieselbe Zahl notiert ist.

Am Ende sind alle Felder mit Zahlen besetzt und man sucht sich die korrekten Zahlengruppen. Wer die meisten Punkte holt, gewinnt Splitter.


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Fazit

Bei Splitter trägt man die Zahlen immer im Doppel ein. Das betrifft aber lediglich die Position. Die Zahlenwerte können je nach Wurf unterschiedlich sein. Dann bleibt die Entscheidung, welche Zahl man auf der linken und welche auf der rechten Seite notiert. Natürlich spielt das Würfelglück eine Rolle. Nicht jede Zahlenkombination kommt wie gerufen. Das ist der Knobelfaktor des Spiels, die möglichen Optionen herauszufinden und freizuhalten. Dabei kann „die Zahl zuviel“ ebenso einen Strich durch die Rechnung machen, wie das Nichterscheinen einer dringend benötigten Zahl. Gerade gegen Ende einer Partie kann das mit ein wenig Pech viele Punkte kosten, wenn die letzten Lücken zwingend gefüllt werden müssen und die falsche Zahl erscheint. Splitter ist ein kurzes Würfel- und Zahlenkombinationsspiel, das man in einer Viertelstunde runterspielt. Die Spielerzahl ist zwar mit einer Höchstzahl von 12 angegeben, doch Splitter lässt sich problemlos in grösseren Gruppen spielen. Ebenso gut kann man auch solo auf Punktejagd gehen.

Alles über Splitter

Splitter | Autor: Stefan Nikolic | Illustrationen: Oliver Freudenreich| Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag

Spielerzahl: Würfelspiel für 1 – 12 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Symmetrisches Würfelglück
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 12 Personen
Richtet sich an: Familie

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