Spy Connection – Spielkritik

Spione, Missionen, Städte – in Europa geben sich die Agenten die Klinke in die Hand. Nur wer ein gutes Netzwerk auf die Beine stellt, erfüllt die Aufträge bei Spy Connection schnell und effizient. Doch dazu sollte man seine Agenten geschickt einsetzen.

Spy Connection

Hinter Spy Connection verbirgt sich ein Reisespiel, bei dem man die 12 wichtigsten Städte effizient in sein eigenes Netzwerk einbaut. Die Verbindungen schliesst man mit seinen Agenten vor Ort. Doch der Einsatz ist riskant, denn das Personal fehlt an anderen Stellen. Die Aufträge müssen entgegengenommen und verarbeitet werden. Zudem pfuschen fremde Spione ins Handwerk und setzen auf ein stärkeres Netzwerk in einzelnen Städten. So setzt man ständig neue Spuren und lässt alte Verbindungen verblassen, um am Ende 7 Missionen erfolgreich erfüllt zu haben.

Bei Spy Connection dreht sich alles um die Agenten. 15 Mitarbeiter warten auf Aufträge, denen sie nachgehen sollen. Jeder Spieler startet mit einer ersten Auftragskarte. Dadurch erhält der Spion auch gleich einen Startort auf dem grossen Spielbrett. Dort ist die Europakarte mit den möglichen Verbindungen zu sehen. Ein Netzwerk, wie man es von ähnlichen Reisespielen kennt. Vier Auftragskarten liegen offen aus. Bei Bedarf holt man sich dort neue Aufträge. Die darauf abgebildeten Städte sollen erschlossen werden. Das bringt unterschiedliche Punkte, denn es sind auch unterschiedlich viele Städte darauf abgebildet.

Die Aktionsmöglichkeiten sind überschaubar. Holt man sich eine neue Auftragskarte, legt man sie offen vor sich aus. Je nach Position der Karte kostet das einige Agenten, die zur Bearbeitung der Mission abgestellt werden – bis die Mission erfüllt ist. Reisen ist nur mit einem Netzwerk möglich. Will man eine neue Stadt anschliessen, kostet die Verbindung einige Agenten, die man aufs Spielbrett legt. Ist man der erste Agent, bleibt es bei einem Agenten pro Station. Liegt bereits ein fremdes Netzwerk aus, muss man 2 Agenten pro Station auslegen. Seine Spielfigur bewegt man sofort in die neue Stadt.

Spy Connection

Natürlich kann man seine Spielfigur auf bestehenden Wegen verschieben und von einer Stadt in eine andere befördern. Das ist die dritte Aktionsmöglichkeit. Am Ende des Zuges überprüft man, ob die aktuelle Stadt der Spielfigur auf den Missionskarten vorkommt. Ist das der Fall, deckt man die Stadt mit seinen Agenten ab. Im besten Fall befindet sich eine Stadt auf mehreren Karten. Bei Spy Connection ist eine geschickte Reiseplanung gefragt. Höchstens 3 Missionskarten bearbeitet man gleichzeitig. Mehr ist schlecht möglich, denn die Agenten werden knapp.

Muss man teure Netzwerke spannen und wählt teure Missionen aus, wird es eng. Daher darf man Agenten auf dem Spielbrett jederzeit abziehen – allerdings nur am Ende des eigenen Netzes. In grösster Not wirft man eine Missionskarte ab, um genügend Agenten für die nächste Aktion zu erhalten. Das sollte man allerdings tatsächlich vermeiden.

Spy Connection

Erfüllt man eine Mission, dreht man die Karte um. Sämtliche Agenten, die sich darauf befinden, können andernorts eingesetzt werden. Einige Karten ermöglichen als Bonus direkt einen zusätzlichen Spielzug.
Hat ein Spion 7 Missionen erfüllt, sind alle anderen Spione noch genau ein Mal an der Reihe. Danach endet die Partie. Punkte gibt es für die erfüllten Missionen und für Agenten, die noch auf den Städten der Missionskarten liegen. Der Spion mit den meisten Punkten gewinnt.


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Fazit

Spy Connection ist im Grunde ein äusserst familientaugliches Reisespiel. Die wenigen Ressourcen setzt man auf dem Spielplan geschickt ein, um die Städte der Missionskarten zu erreichen. Neue Missionen holt man sich so nebenbei. Dort ist ein wenig Glück gefragt. Nicht immer passt jede Karte in die Planung. Wer mehrere Agenten in den Städten einsetzen kann, kommt schneller ans Ziel. Die Netzwerke auf dem Spielfeld wachsen und schrumpfen. Gerne blockiert man seine Mitspieler, damit sie mehrere Agenten einsetzen müssen. Gerade mit mehreren Spielern fällt das ins Gewicht. Zu zweit kann man sich ziemlich gut aus dem Weg gehen, Spy Connection ist dann deutlich weniger konfrontativ und setzt den Schwerpunkt auf die Missionswahl. Auf der Rückseite des Spielbretts findet man als Variante eine Nachtseite. Die Missionen sind dort teurer. Und wer mit weniger Agenten antritt, muss noch geschickter vorgehen. Spy Connection ist ein lockeres Reisespiel im Agentenmilieu, nicht kompliziert, erfordert aber doch ein wenig Planung.

Alles über Spy Connection

Spy Connection | Autoren: Brett J. Gilbert, Matthew Dunstan | Illustrationen: Dennis Lohausen | Verlag: Pegasus Spiele

Spielerzahl: Agentenspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30-45 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gute Reisepläne
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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