StickUp – Spielkritik

Mit seinen Spielen in den grossen Streichholzschachteln hat der Verlag Helvetiq eine eigene Marke erfunden. Bereits drei solcher Spiele gibt es auf dem Markt, nun folgen zwei weitere. StickUp ist ein schnelles Spiel für gute Beobachter. Es benötigt, wie gewohnt, Hölzchen und Karten.

StickUp 1Für StickUp wurde zwar die weisse Schachtel als Verpackung gewählt, dafür erhielten die Hölzchen im Spiel ein wenig Farbe. Auf den Spielkarten findet man die Hölzchen in beliebigen Zweier-Kombinationen wieder. Die Karten werden in einem Quadrat der Grösse 4×4 auf dem Spieltisch zufällig ausgelegt. Zwei Mitspieler erhalten jeweils ein Set mit allen fünf Hölzchenfarben. Ganz geheim wählen sie eine Farbe, die auf einer Karte auf dem Tisch abgebildet sein muss, und halten sie verschlossen in ihrer Hand. Auf Kommando lassen beide Spieler ihr auserwähltes Hölzchen auf den Tisch fallen. Die Jagd kann beginnen. Wer als Erster eine Karte mit der gleichen Farbkombination antippt, wie sie die Spieler ausgewählt haben, kann sie behalten und einen Punkt sichern. Es kann auch mehrere richtige Lösungen geben. Ein zweiter Blick lohnt sich bei StickUp immer – auch wenn er möglichst schnell gemacht werden muss.
In seltenen Fällen passt überhaupt keine Karte zur gesuchten Kombination. Dann wechseln die Hölzchen die Besitzer und eine neue Kombination wird bestimmt.

Gewonnene Karten werden vor Beginn des nächsten Durchgangs ersetzt. Es besteht also immer ein Auswahl von 16 Karten. Das Spiel endet, wenn nicht mehr 16 Karten ausgelegt werden können. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

StickUp 2

Da war doch noch was… Ach ja, die Regeln! Mit Kindern darf man StickUp gerne einmal auf gut Glück versuchen. Das funktioniert sehr gut. In Erwachsenenrunden gibt es klare Regeln: Gespielt wird nur mit einer Hand und falsche Rateversuche werden mit dem Abzug einer Punktekarte bestraft. So verhindert man ein all zu wildes Handgemenge am Tisch.

Fazit:
StickUp ist ein schnelles Spiel, bei dem es stark auf die Wahrnehmung ankommt. Wer selber ein Hölzchen legen darf, kann schon einmal zum Vornherein einige Karten ausschliessen. Weil sie aber erst ein Hölzchen werfen müssen, starten die anderen Spieler mit einem kleinen Zeit-Vorsprung in die Kartensuche. StickUp lässt sich problemlos anpassen. Während mit Kindern nicht mit zu strengen Regeln gespielt werden muss, ist das mit Erwachsenen genau das Salz in der Suppe. Wenn das Tempo den Druck langsam erhöht, produziert man Fehler. Das freut die Mitspieler. Das Spielprinzip von StickUp ist in diesem Sinne nicht neu, doch die Gestaltung von Spiel und Schachtel ist wirklich gelungen. StickUp ist ein kurzes, temporeiches Spiel für die ganze Familie. Wer es gerne hektischer mag, macht mit diesem Spiel nichts falsch.

StickUp | Autor: Martin Nedergaard Anderson | Verlag: Helvetiq
Tempospiel für 2-5 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Holz, Hand und Auge | Wiederspielreiz: gross

helvetiq

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