Sumo Slam! – Spielkritik

Wenn zwei Sumo-Ringer in ihren Ring steigen, dann wird es vor allem eng. Mit dieser Problematik setzen sich die Spieler bei Sumo Slam! auseinander. Nur nutzt man die Ringer als Würfel – und die sollten eine möglichst gute Figur machen. Sofern das überhaupt möglich ist.

Sumo Slam!

Mit einer roten Schnur markiert man erst einmal den Dohyo, den Kampfring, auf dem Spieltisch. Da Sumo-Ringer eher einen bescheidenen Bewegungsradius besitzen, ist würfeltechnisch Vorsicht geboten. Die Figuren sollten den Ring nie verlassen. Die Punktejagd kann beginnen. Bis zu drei Würfen hat ein Spieler, in denen er einen oder beide Sumo-Ringer in den Ring schmeisst. Natürlich darf man jederzeit aufhören, darin liegt auch der Kernmechanismus des Spiels. Rechtzeitig die Bremse ziehen, bevor es eskaliert. Bei derart schwergewichtigen Hauptpersonen weiss man nie, wie es endet.

Ein guter Sumo-Ringer erhält nämlich Punkte. Ein Champion, der aufrecht steht bringt beispielsweise 125 Punkte ein, ein auf dem Rücken liegender Ringer gar keine. In Kombination beider Ringer ergibt sich so ein Punkteradius von 300 bis zu -50 Punkten. Doch es kann noch schlimmer kommen. Ein Ringer ausserhalb des Dohyos beendet den aktuellen Spielzug sofort. Schmeisst man beide Schwergewichte aus dem roten Ring startet man sogar wieder bei 0 Punkten. Schmeisst man einen Ringer mit dem anderen um und verändert seine Position, so ist das gültig.

Sumo Slam!
Voller Einsatz mit Seitenaufprallschutz

Sumo Slam! bietet verschiedene Spielvarianten an. Am häufigsten spielen wir ein Turnier auf 500 Punkte. Klarer Auftrag, klares Ziel. Mit vielen Spielern bietet sich ein Ausscheidungsturnier an, bei dem der schlechteste Spieler nach jeder Runde raus fliegt. Die Wurffläche kann man zudem beliebig verändern und erstellt so immer neue Aufgaben.

Sumo Slam!

Sumo Slam! erinnert an den Klassiker Schweinerei. Während dort die Schweine auf den Tisch fliegen und an ihren Positionen gemessen werden, sind es hier die Sumo-Ringer. Sumo Slam! verzeiht den Spielern aber einiges mehr und ist sanfter in der Wertung. Zudem streitet man hier nicht dauernd um mögliche Berührungen und das Spielmaterial überzeugt.


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Fazit

Sumo Slam! stellt an die Spieler eigentlich nur eine Herausforderung: Rechtzeitig den Spielzug beenden! Zwar muss man seine Ringer immer im Dohyo halten, viel mehr kämpft man aber um die punktereichsten Positionen und gegen die eigene Gier. Dazu benötigt es Fingerspitzengefühl und ein wenig Glück. Das Spielmaterial ist toll, alles durchdacht bis hin zu den Bleistiften, die wie Stäbchen eingepackt sind. Hinter dem kleinen Spielchen verbirgt sich viel Freude über gelungene Würfe und Schadenfreude über misslungene der Mitspieler. Sumo Slam! ist für mich ein optimiertes Schweinerei, das mehr Spielraum lässt und auch einmal schlechtere Würfe zulässt. Sehr einfach zu spielen und jederzeit einsatzbereit für ein Wurfduell mit schwerem Geschütz. Mit den schnellen Spielzügen auch in grösseren Runden bestens geeignet, um ein wenig zu zocken.

Alles über Sumo Slam!

Sumo Slam!| Autor: keine Angabe| Illustration: Ridley’s Games | Verlag: Game Factory

Spielerzahl: Würfelspiel für 2 bis 8 Personen
Spieldauer: 15-25 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Ringer in den besten Positionen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 4 Spieler kommt Turnierstimmung auf
Richtet sich an: Familien

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