Swissino – Spielkritik

Swissino heisst das neue Kartenspiel des Verlags carta.media. Damit verbindet er elegant UNO mit der Schweiz. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Es gibt zahlreiche Spiele, die sich an irgendwelchen Vorgängern orientieren. Das macht auch Swissino. Man könnte es als UNO-Klon bezeichnen. Ähnlichkeiten sind tatsächlich vorhanden. Vermischt werden sie allerdings mit anderen bekannten Spielbeigaben, damit wieder etwas Neues entsteht.
Auf den ersten Blick fallen die Zahlenkarten in den vier Spielfarben auf. Wenn irgendwie möglich, legt man sie geschickt und passend auf den Ablagestapel. Denn auch das Ziel ist sofort klar: Die 7 Handkarten müssen möglichst schnell weg. Das versuchen die Mitspieler mit einigen Sonderkarten zu verhindern: Wunschkarten, Karten nachziehen, Richtungswechsel.

Nun kommen aber noch neue Elemente dazu. Mit einer kuhlen Karte (natürlich mit Kuh drauf) zwingt man den nächsten Spieler zum Ziehen einer Ereigniskarte. Das muss nicht unbedingt schlecht enden. Die Chance, dadurch bestraft zu werden, ist aber ebenso gross, wie eine Belohnung zu kassieren. Mit einer Ereigniskarte endet der Spielzug des Spielers auf jeden Fall sofort.
Graue Sonderkarten dürfen immer auf den Stapel gelegt werden. Sie fordern den nächsten Spieler auf, die Karte eines bestimmten Wertes abzulegen.
Wer eine Anforderung nicht erfüllen oder schlicht keine passende Karte ablegen kann, zieht eine neue Karte nach.

Besonders schweizerisch wird es mit dem Jodel-Joker. Ihn darf man immer legen, doch Vorsicht: Beim Jodel-Joker springen alle Spieler auf und stossen mutig einen Jodelschrei in die Spielrunde. Wer das als Letzter erledigt, erhält eine Strafkarte.

Also – weg mit den Karten!

Fazit

Swissino erfindet das Kartenspiel absolut nicht neu. Man könnte es auch als eine Art weiterentwickeltes UNO sehen. Die bekannten Elemente des „Karten ablegens“ werden durch Ereignisse und eine Reaktionsaufgabe erweitert. Damit bleibt es natürlich ein typisches Familienspiel und macht besonders mit Kindern und in grösseren Spielrunden jede Menge Spass. Der Jodel-Joker wird heiss herbei gesehnt und der „Juchzer“ auch gerne mal zu früh angesetzt. Wer gerne schnell gespielte Kartenspiele mit einfachen Regeln mag und auch vor UNO nicht zurück schreckt, der sollte sich Swissino einmal ansehen. Damit hat die Schweiz ihr eigenes UNO.

Swissino | Autor: Bertram Kaes | Verlag: carta.media
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 7 Jahren | Benötigt: Kuhjodel am Spieltisch | Wiederspielreiz: gross 

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