SwissIQ Geschichte – Spielkritik

Die IQ-Quizreihe von Helvetiq ist nicht neu. Das System hat sich bewährt, nicht nur durch die Fragen, sondern auch durch den Lerneffekt mit den wiederholenden Fragestellungen. Nun widmen wir uns also mit SwissIQ Geschichte der Schweizer Vergangenheit und schliessen unsere Bildungslücken.

SwissIQ Geschichte

Unter dem Titel SwissIQ gibt es bereits ein Quiz, das allgemeine Themen der Schweiz behandelt. Doch nun ist Wissen über die historischen Aspekte des Landes gefragt. Eines gleich vorweg: Am besten spielt sich das Quiz in Teams. Dann kommt das Wissen geballt daher und ist von mehreren Spielern getragen. Denn die Fragen sind knackig und breit gestreut, nicht nur vom zeitlichen Horizont her. Mit der Farbe der Quiz-Karten wählt man den Schwierigkeitsgrad. Die Fragen der weissen Seite sind einfacher zu beantworten wie die Fragen der roten Seite. Für eine Spielrunde benötigt man 24 Fragekarten. Im Idealfall bildet man also 2 Teams, die gegeneinander antreten und je 12 Fragen zu beantworten haben.

SwissIQ Geschichte wird in 2 Phasen gespielt. Im ersten Teil sieht sich der Fragesteller allein in Ruhe die Fragekarte an. Er entscheidet für sich, ob er die Frage pur stellt oder den Mitspielern in Multiple Choice – Form drei mögliche Antworten mitliefert. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Punktevergabe. 4, 2 oder -2 Punkte erhält das Team für seine Antwort, also auch Minuspunkte, wenn sie falsch ist.

SwissIQ Geschichte

Für die zweite Phase mischt man den selben Fragekarten-Stapel noch einmal durch. Erneut erhält der Fragesteller eine Schlüsselrolle. Er entscheidet, ob er auf den Karten die einfach oder doppelt unterstrichenen Wörter vorliest. Auf Grund dieser Wörter und dem Vorwissen aus Phase 1 beantworten die Spieler die Worträtsel erneut.

Auf dem Notizblock tragen die Teams mit Farben ihre Punkte ein. So entsteht eine IQ-Punktekurve, die grosszügigerweise schon bei 100 startet. Ein gutes Abschneiden liegt also drin. Wer die meisten Punkte macht, gewinnt.

SwissIQ Geschichte

Mit 2 oder 3 Spielern gibt es eine kooperative und eine Wettbewerbs-Variante. Das Quiz mutiert dann aber eher zum einfachen Frage-Antwort-Spiel und verliert von seinem 2-Phasen-Charme aus dem Team-Spiel. Daher meine klare Empfehlung: In grösseren Gruppen spielen!


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Fazit

SwissIQ Geschichte ist ein knackiges Quiz-Spiel. Die Fragen sind fundiert und in Zusammenarbeit mit der NZZ Geschichte – Redaktion entstanden. Das ist sehr gut, denn hier erwarten die Spieler daher keine 08/15 – Fragen, die man aus vielen andern Fragespielen schon kennt. Die Geschichte wird auf mehreren Ebenen aufgerollt. Da gibt es politische Aspekte, aber auch kulturelle, wirtschaftliche und historische. Ein breites Wissen über die Schweiz ist gefragt. Die Schwarmintelligenz der ganzen Gruppe und das Abfedern durch die Multiple Choice-Variante lässt jederzeit Spielraum offen. Zudem muss der Fragesteller das Wissen seiner Gruppe richtig einschätzen, damit er die Aufgabe nicht zu schwierig macht. Die zweite Phase mit dem stichwortartigen Wiederholen der Fragen gefällt mir sehr gut. Auch wer in Runde 1 nur wenig wusste, holt mit genügend Aufmerksamkeit seine Punkte. So spielt sich SwissIQ Geschichte mit einem grossen Lerneffekt.

Alles über SwissIQ Geschichte

SwissIQ Geschichte | Autoren: Hadi Barkat, Sébastien Pauchon | Illustration: Florian Bellon, Agata Marszalek | Verlag: Helvetiq

Spielerzahl: Quiz für 2 – 12 Personen
Spieldauer: 45 Minuten
Altersangabe: ab 12 Jahren
Benötigt: Schweizerisches Wissen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: ok
Beste Spielerzahl: ab 6 Personen
Richtet sich an: Familie

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