TA-KE – Spielkritik

Bei TA-KE, einem 2-Personen-Spiel, möchten die Spieler ihren Einfluss am kaiserlichen Hof vergrössern. Dazu nutzen sie die Hilfe verschiedener Personen. Es beginnt ein Duell auf Augenhöhe, bei dem man rechtzeitig die passenden Mittel ergreifen muss.

TA-KEIm Audienzsaal des kaiserlichen Hofes warten zahlreiche Personen mit Einfluss: Ob Daimyo, Ronin, Geisha, Ninja oder Samurai – sie alle besitzen gewisse Fähigkeiten, die sehr hilfreich sind, um in den Dunstbereich des Kaisers zu gelangen. 5 zufällige Stapel mit den genannten Persönlichkeiten stehen bei Spielbeginn zur Verfügung. Der Spielzug eines Spielers besteht aus 4 Schritten. Erst darf er die Eigenschaften seiner Personen nutzen. Dazu später mehr. Danach wählt man den obersten Charakter eines Stapels im Audienzsaal aus, den man für sich gewinnen will. Man legt ihn ganz unten in seinen Innenhof. Der gerade gewählte Stapel erhält einen Geisterstein. Er darf aktuell nicht mehr benutzt werden, bis sämtliche 5 Spielstapel mit einem Geisterstein belegt sind. Zum Schluss findet immer eine Wertung statt, die beide Spieler betrifft. Gewertet wird die Person, deren Chip beim gerade durchgeführten Spielzug freigelegt wurde.

TA-KE

Bei der Wertung kommt eine einfache Multiplikation zum Zug. Wertet man die Geishas, so nimmt man die Anzahl der offen gelegten Geishas im Audienzsaal und multipliziert sie mit den Punkten der Geishas im eigenen Innenhof. Das kann durchaus bei den Spielern variieren. Eine Geisha, deren Aktion noch nicht ausgeführt wurde, zählt 2 Punkte. Mit einer bereits durchgeführten Aktion, rutscht der Chip eine Position nach oben und verliert an Wert – 1 Punkt. Nicht zu vergessen sind die Samurai. Die treuen Krieger besitzen keine eigene Aktion, fungieren aber als Joker und verstärken die Werte der anderen Persönlichkeiten, wenn sie an der passenden Stelle abgelegt wurden.

TA-KE

Wenden wir uns noch den Aktionen zu. Sie sind die eigentliche Würze im Zweikampf von TA-KE. Zur Erinnerung: Mit den Aktionen startet man den eigenen Spielzug. Jede Person besitzt eine Fähigkeit, die eingesetzt werden darf, jedoch nicht mehrmals dieselbe in einem Spielzug. Aktionen können nur durchgeführt werden, wenn man einen entsprechenden Spielstein in der untersten Reihe besitzt. Ein Daimyo sortiert bis zu 3 Samurai neu in den eigenen Spalten. Ein Ronin versetzt einen Geisterstein in eine beliebige Richtung. Eine Geisha verschiebt einen Personenchip, der danach aber nicht gleich verwendet werden darf. Und die besonders fiese Note gehört den Ninja: Mit einem Ninja nutzt man den Stein eines Mitspielers. Das alles sind sehr mächtige Instrumente, mit denen man viele Punkte abräumt, wenn man sie geschickt einsetzt.

Sind sämtliche Personenchips verteilt, endet das Spiel. Wer nun die meisten Punkte durch seine Aktionen eingefahren hat, gewinnt TA-KE und steht beim japanischen Kaiser an erster Stelle.


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Fazit

TA-KE ist ein strategisches Duell. Das einfache Spielsystem erleichtert den Einstieg in den kaiserlichen Garten. Das Spielmaterial mit handlichen Chips und grossem Spielbrett ist super. Schnell merkt man, dass die gewonnenen Chips nicht nur gehortet werden dürfen. So würden sie zwar mehr Punkte einbringen, doch mit den Aktionen der einzelnen Personen erarbeitet man sich oft eine noch bessere Position und zusätzliche Punkte. Vorausschauen macht bei TA-KE durchaus Sinn – und das gleich an mehreren Stellen. Die Stapel im Audienzsaal muss man lesen können, dazu die Auswirkungen auf die eigenen, aber auch die fremden Personen. Es ist ein Zusammenspiel verschiedener Komponenten, die Spannung bis zur letzten Runde erzeugt. Mit den Ninja pfuscht man dem Mitspieler ein wenig ins Handwerk, doch Hochs und Tiefs wechseln sich ab im Laufe einer Partie. TA-KE ist ein richtig schönes 2er-Spiel, nicht zu verkopft und doch mit kleinen Raffinessen. Ein runde Sache.

TA-KE | Autor: Arve D. Fühler | Verlag: HUCH!
Spiel für 2 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 10 Jahren | Benötigt: Den Stapelblick für viele Punkte | Wiederspielreiz: gross

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