Take that – Spielkritik

Take that – das ist eine äusserst populäre Boygroup. Da lässt sich der Nürnberger-Spielkarten-Verlag nicht lumpen. Exakt nach dem erfolgreichen Hitmuster der Band, veröffentlicht er ein Kartenspiel: Simpel, einfach gestrickt und schnell runtergespielt. Mit Hitgarantie!

Im Spiel sind Zahlenkarten von 12-98, Schnapszahlen erscheinen im speziellen Kröten-Look. Mit 8 oder 9 Handkarten startet man in die Partie. Mit den Karten wird so lange eine Reihe gebildet, wie das eben spielerisch möglich ist.
Ist ein Spieler am Zug, muss er eine Karte legen. Dazu hat er zwei Möglichkeiten:
– Er legt eine Karte ans Ende der ausliegenden Reihe. Sie darf vom Wert her maximal 10 höher oder tiefer sein als die Vorgängerkarte.
– Er kann eine bereits ausliegende Karte in der Reihe mit einer eigenen twisten.

Twisten hat nichts mit einem aussergewöhnlichen Kartentanz zu tun. Twisten verfolgt eher einen legasthenischen Ansatz. Zu jeder Karte gibt es genau eine Twisted-Karte, denn bei ihr sind die Ziffern vertauscht. Die passende Twisted-Karte der 19 ist also die 91. Getwistete Karten nimmt man aus der Kartenreihe, sie zählen am Ende als Pluspunkte.

Aufmerksamen Lesern ist nicht entgangen, dass sich die Krötenkarten so gar nicht Twisten lassen. Selbst nach mehrmaligem Drehen und Wenden der Ziffern bleibt die Zahl gleich. Daher verstopft man mit Krötenkarten vor allem die ausliegende Reihe und die Strafe lässt nicht lange auf sich warten.

Kann oder will ein Spieler keine Karte mehr passend anlegen und für ihn besteht auch keine Twist-Möglichkeit, so muss er die gesamte, ausliegende Reihe einkassieren. Jede Karte bringt einen Minuspunkt, allfällige Krötenkarten sogar fünf Minuspunkte. Wer eine Reihe räumen musste, legt gleich die erste Karte der neuen Reihe und bestimmt damit den Kartenwert, in dem gespielt wird.

Ist der Nachziehstapel leer, spielt man so lange, bis die Reihe geräumt werden muss. Danach wertet man Plus- und Minuspunkte aus und der Sieger steht fest.

In einer Profivariante kann man vorzeitigem Säubern einer Reihe vorbeugen. Wer nach nur einer gelegten Karte die Reihe putzen will/muss, nimmt noch eine zusätzliche Minuskarte vom verdeckten Stapel – in der Hoffnung, dass es keine Kröte ist.

Fazit

Take that spielt sich sehr flott und ist mit den klaren und einfachen Regeln ein perfektes Spiel für Familien, den Einstieg oder Abschluss eines Spieleabends. Die eigene Kartenhand bietet zwar eine grosse Auswahl, trotzdem mischt auch das Glück beim Nachziehen der Karten mit. Mit der Verschiebung des Zahlenraums um bis zu 10 nach oben oder unten lässt sich Take that ein wenig in eine Richtung steuern. Das versuchen die Mitspieler natürlich auch und so lösen sich Pläne schnell wieder in Luft auf. Da kann manchmal auch das freiwillige Säubern einer Reihe sinnvoll sein. Damit legt man den Anfangswert der neuen Reihe selber fest. Ob das die nötige Wirkung zeigt? Abgerechnet wird am Ende. Kurzweiliger, unkomplizierter Spielspass.

Take that | Autoren: Andreas Spies, Reinhard Staupe | Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Regelmässige Zahlenverdreher | Wiederspielreiz: gross

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich liebe solche Kartenspiele. Ein toller Beitrag zu einem wirklich tollen Spiel. Mich würde ein Beitrag zu The Game freuen :-)

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