Tal der Könige – Spielkritik

Wolltet ihr schon immer mal bestimmen, was ihr mit ins Grab nehmt? Bei Tal der Könige ist die Auswahl gross. Und da es im alten Ägypten zur Zeit der Pharaonen spielt, verzeiht man dem Spiel auch den Blick ins eigene Grab. Tal der Könige ist ein einfacheres Deckbauspiel. Man verändert die eigene Kartenhand fortlaufend, um am Ende die besten Artefakte eingesammelt zu haben.

Tal der Könige 1Mit 10 Handkarten startet jeder Spieler. Jede Karte besitzt einen Wert, kann aber auch zum Kauf eingesetzt oder als Aktionskarte genutzt werden. Die Wahl ist dem Spieler während seines Zuges überlassen. Auf dem Spieltisch liegen neue Karten aus. Sie sind pyramidenfömig ausgelegt, nur die unteren drei Karten der Pyramide können erworben werden. Nach einem Kauf fällt die Pyramide in sich zusammen, die Karten rutschen sofort nach.

Jeweils 5 Handkarten sind aktiv in der Hand des Spieler. Dies Karten versucht man möglichst sinnvoll einzusetzen. Als Gold kauft man sich neue, bessere Karten von der Pyramide. Als Aktion vereinfacht man sich selber das Spiel, erhält zusätzlich Möglichkeiten und Vorteile. Hin und wieder ärgert man auch seine Mitspieler, zwingt sie zum Abwerfen von Karten und grenzt ihren Spielraum im nächsten Zug ein.
Genutzte Karten legt man in der Regel einfach ab. Hat man dein eigenen Kartenstapel durchgespielt, mischt man neu und zieht dieselben Karten wieder nach. So frischt man die eigene Kartenhand im Laufe des Spiel auf, kauft sich bessere Karten und nutzt sie erneut.
Damit die Auswahl nicht zu gross wird, verschwinden auch hin und wieder Karten. Einmal in seinem Spielzug darf man eine Karte ins eigene Grab legen. Diese Karten sind am Ende für die Siegpunkte zuständig. Einzelne Karten bringen direkte Punkte, andere multiplizieren sich im Set zum grossen Gewinn. Karten im Grab können in der Regel nicht mehr aktiv im Spiel erscheinen.

Tal der Könige 2 Tal der Könige 3

Zwischendurch opfert man auch die eine oder andere Karte. Mit einem Opfer erhält man dafür zusätzliche Aktionen, legt beispielsweise eine weiter Karte ins Grab. Das kann sich in der Summe durchaus auszahlen.
Die Regeln sind im Allgemeinen klar und verständlich, doch nichts ist in altägyptischen Stein gemeisselt. Die passenden Aktionskarten ermöglich immer wieder Ausnahmen, die nach Regeln sonst nicht möglich wären. Gut so, das bringt Leben ins alte Ägypten.

Der Vorratsstapel zur Pyramide steigert sich im Laufe des Spiels, die Karten werden zwar teurer, die Möglichkeiten dafür besser.
Ist der Vorratsstapel leer, die Pyramide geräumt und jeder Spieler gleich oft an der Reihe gewesen, endet das Spiel. Wer am meisten Punkte in sein Grab räumen kann, gewinnt Tal der Könige.

Fazit:
Tal der Könige ist im Grundsatz ein einfacheres Deckbauspiel. Man verbessert die eigene Kartenhand und versucht, möglichst viele Punkte ins Trockenen zu bringen. Dazu muss man den passenden Zeitpunkt finden, sein Grab zu füllen, damit am Ende auch alles drin ist, was Punkte bringt. Durch die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten einer Karte wägt man immer ab, wofür man sie einsetzen will. Die 5 Handkarten passen mal besser, mal schlechter in der Kombination – hier spielt das Glück auch ein wenig mit. In der gesamten Dauer des Spiels wird es zusehends enger. Da man grundsätzlich nur eine Karte pro Runde ins. Sämtliche Karten sind gut gefüllt, bieten Hintergrundwissen und Aktionsmöglichkeiten. Das bringt aber auch kleine Schwierigkeiten ins Spiel. Die Kartens sind doch arg klein bedruckt, im Spiel zu viert braucht es gute Augen, um den Überblick zu bewahren und das Angebot der Pyramide stets präsent zu haben. Durch die vielen Aktionen benötigt man ein bis zwei Partien, damit man weiss, in welche Richtung sich die unterschiedlichen Kartensets bewegen. Das Spektrum ist gross: Mitspieler ärgern, doppelte Aktionen durchführen, zusätzliche Karten nehmen, etc.
Doch Tal der Könige funktioniert einwandfrei, gerade auch im Spiel zu zweit. Wer aus den gegebenen Umständen die beste Kartenhand zusammenstellt, wird am Ende die Nase im Grab zuvorderst haben.

Tal der Könige | Autor: Tom Cleaver | Verlag: Pegasus
Deckbauspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 60 Minuten | Ab 10 Jahren | Benötigt: Gespür für gute Kartenkombinationen | Wiederspielreiz: gross

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