Tal der Wikinger – Spielkritik

Das Fässerkegeln findet im Tal der Wikinger statt. Ein Wettkampf aus Geschicklichkeit und taktischem Vorpreschen auf dem Holzsteg. Wer füllt sein Schiff mit den begehrten Goldmünzen?

Tal der Wikinger

Der Spielplan im Tal der Wikinger ist echt riesig. Muss er auch sein, denn die grosse Kugel braucht Anlauf, damit sie die farbigen Fässer der Spieler umkegeln kann. Vor dem ersten Spiel baut man erst einmal die Wikingerschiffe zusammen. Sie sind stabil und müssen für spätere Partien nur das Segel einziehen. Das ist geschickt gelöst. Während des Spiels dienen sie als Sammelbehälter für die errungenen Goldmünzen. In die Aussparungen des Holzsteges verteilt man zufällig die Gewinnflaggen. Die Wikingerchips kommen auf das erste Feld des Steges. Sie werden nun langsam Richtung Meer wandern.

Der aktive Wikinger erhält den Kugelschubser. Der macht natürlich, was er verspricht. Vom eigenen Startfeld schubst er die grosse Kugel Richtung Holzfässer. Geschubst wird so lange, bis mindestens ein Fass umfällt. Die Farbe der umgeschubsten Fässer gibt an, welche Wikinger sich auf dem Steg bewegen müssen. Die Reihenfolge bestimmt der aktive Spieler. Sie ist entscheidend, denn besetzte Felder dürfen übersprungen werden. Der Reihe nach kegeln die Wikinger um eine tolle Prämie. Die wird ausbezahlt, sobald ein Wikingerchips ins Meer fällt. Der gewässerte Wikinger erhält leider nichts.

Tal der Wikinger
Die Wikinger-Kegelbahn

Doch wo stehen die restlichen Wikinger? Den Gewinn liest man an den Flaggen am Steg ab. Sind Münzen abgebildet, lädt man die gewonnene Anzahl an Bord des eigenen Schiffes. Ist das Wikingerbild eines Mitspieler zu sehen, klaut man ihm eine Münze. Ist das eigene Bild auf der Flagge, nimmt man sich von allen Spielern eine Münze.

Man ahnt es bereits: Es ist ein Geben und Nehmen bei den Wikingern. Es kommt auf die beste Position auf dem Laufsteg der Wikinger an. Und irgendwann badet jeder einmal. Ein gebadeter Wikinger nimmt übrigens erneut Anlauf und startet wieder am Anfang des Steges.

Tal der Wikinger

Das Spiel endet, wenn sämtliche Münzen aus dem Vorrat verteilt sind. Wer nun die meisten Münzen an Bord hat, entscheidet den Kegelwettkampf für sich.


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Fazit

Das Spielmaterial ist wieder einmal ganz toll und kindgerecht. HABA macht das zwar immer sehr vorbildlich, aber wenn man die Schiffe, das grosse Spielfeld und die Kegelbahn sieht, braucht es keine zusätzliche Spielanimation mehr. Tal der Wikinger ist in erster Linie ein Geschicklichkeitsspiel. Wer das Kegeln allerdings ein wenig beherrscht, der kann auf die benötigten Fässerfarben spekulieren. Das ist wichtig, denn man will nicht jeden Wikinger bewegen. Mitspieler dürfen gerne ins Wasser fallen, der eigene Wikingerchips soll aber bei einer möglichst guten Prämie liegen. Sehr gut gefällt mir auch, dass die Spielerzahl keine Rolle spielt. Es nehmen immer alle Wikinger am Wettbewerb teil. Sie bewegen sich auf dem Steg und füllen ihr Schiff. Gewinnt die Farbe eines Nichtspielers, so hat man wirklich sehr schlecht gekegelt. Tal der Wikinger ist eine sehr schön umgesetzte Idee, die mit einfachen Regeln anhaltenden Kegelspass bringt.

Alles über Tal der Wikinger

Tal der Wikinger| Autoren: Wilfried und Marie Fort | Illustration: Maximilian Meinzold| Verlag: HABA

Spielerzahl: Geschicklichkeitsspiel für 2-4 Personen
Spieldauer: 15-20 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Den richtigen Schubser zum Reichtum
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 bis 4 Spieler
Richtet sich an: Kinder, Familien

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