Targi – Spielkritik

Als Stammesführer bei Targi möchte man natürlich nur das Beste für sein Volk. Mit Datteln, Salz und Pfeffer holt man sich die besten Angebote und Vergünstigungen für seine Leute. Targi ist ein 2-Personen-Spiel von Kosmos und entführt die Spieler auf eine strategische Reise durch die Wüste.

Targi 1Die Spielfläche besteht bei Targi nur aus Karten. Der Randbereich ist vorgegeben, die inneren Karten werden flexibel ausgelegt. Während auf den Randkarten Waren oder Vergünstigungen zu finden sind, befinden sich innen Waren- oder Stammeskarten, die fortlaufend wechseln.
Die Waren (Datteln, Pfeffer und Salz) sowie Geld benötigt man zum Eintausch der Stammeskarten. Die Stammeskarten bringen am Spielende, richtig ausgelegt, Siegpunkte. Damit ist der Handelsablauf von Targi eigentlich schon treffend erklärt. Nun muss man nur noch seine Tauschgeschäfte geschickt planen und immer die passende Ware an Lager haben.

Jeder Spieler erhält drei Targi-Figuren. Eindeutiges Highlight des Spiels ist der Setzmechanismus der eigenen Figuren. Sie werden auf die Randkarten gesetzt, so entstehen im Inneren 2 Schnittpunkte auf den Kartenreihen. Diese nun 5 Karten darf der Spieler nutzen: Er erhält Waren, tauscht Stammeskarten oder löst eine Aktion ein. Einige Setzregeln erschweren das Erreichen aller gewünschten Karten, doch in den Randkarten befindet sich die eine oder andere Perle. Beim Händler tauscht man Waren, die Karawane bringt etwas Nützliches, oder bei der Fata Morgana darf man sogar eine Stein verschieben. In jeder Runde entscheidet man sich wieder neu, welche Karten man nutzen möchte. Gut möglich, dass der Gegenspieler genau so denkt.

Targi 3 Targi 2

Ertauschte Stammeskarten legt man in höchstens 3 Reihen zu vier Karten vor sich aus. Eine komplette Reihe mit gleichen Symbolen bringt am Ende Siegpunkte. Auch eine Reihe mit unterschiedlichen Symbolen kann punkten. Unvollständige Reihen gehen leer aus. Erworbene Stammeskarten können auch Vergünstigungen beim Handel bringen oder generieren am Ende zusätzliche Punkte.

Targi kann auf 2 Arten enden: Ein Spieler hat 12 Stammeskarten ertauscht, oder der Räuber hat sein Ziel erreicht. Ja, der Räuber treibt auch noch sein Unwesen. Er umrundet Karte für Karte das Spielfeld, blockiert immer ein Setzfeld und überfällt die Spieler, wenn er eine Eckkarte erreicht. Dann sind die Spieler zu Abgaben gezwungen.

Nach Abrechnung aller Siegpunkte steht der Gewinner fest.

Fazit:
Targi ist ein wunderbares Spiel für 2 Spieler. Die Regeln sind logisch, Targi spielt sich flüssig. Zu Beginn benötigt Targi ein wenig Zeit, bis alle Karten und deren Vorzüge bekannt sind. Es bleiben jedoch keine Fragen offen. Sehr schön ist der Setzmechanismus, bei dem man immer wieder zwischen Sinnvollem und Nötigem entscheiden muss. Aus vielen Möglichkeiten versucht man dauernd, die besten für sich zu gewinnen. Aber ein guter Tausch lässt sich nur mit dem nötigen Material vollziehen. Wer seine Targis am besten einsetzt, wird erfolgreich aus der Wüste zurückkehren – und gerne wieder dorthin reisen, denn Targi macht grossen Spass.

Targi | Autor: Andreas Steiger | Verlag: Kosmos
Spiel für 2 Personen | Spieldauer: 60 Minuten | Benötigt: Einen strategisch kühlen Kopf in der Wüste | Wiederspielreiz: sehr gross

Besten Dank an Kosmos für ein Rezensionsexemplar von Targi!

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