Team Play – Spielkritik

Team Play ist ein einfaches Kartenspiel, das man in 2er-Teams spielt. Gemeinsam versucht man, seine Zahlen zu sortieren und Aufträge zu erfüllen. Die Kombinationen sind dabei ziemlich unterschiedlich, die daraus resultierenden Siegpunkte auch.

Team Play 1Bei Team Play existieren genau zwei Kartensorten. Die Zahlenkarten (unterscheiden sich in Wert und Farbe) hält man in der Hand. Zudem kann man aus einer offenen Auslage in der Tischmitte immer nachziehen. Von den Auftragskarten liegt ein allgemeiner Auftrag in der Mitte, zusätzlich besitzt jeder Spieler noch einen eigenen Auftrag offen vor sich. Damit sind die Vorbereitungen bereits getroffen, der Teamwettbewerb kann starten.

In einem Spielzug hat jeder Spieler drei Aktionsmöglichkeiten, die er beliebig anordnen kann. Auf jeden Fall muss er zwei Zahlenkarten nachziehen. Mit einer offenen Karte geht man auf Nummer sicher, als Risikovariante darf man auch Karten vom verdeckten Nachziehstapel nehmen. Hat man eine optimale Kartenhand, kann man damit Aufträge erfüllen. Auftragskarten werden sofort wieder aufgefüllt. Es dürfen auch mehrere Aufträge erledigt werden. Und da es ja ein Teamwettbewerb ist, kann man seinem Partner noch eine oder zwei Karten verdeckt zuschieben. Absprachen sind natürlich verboten. Man soll schliesslich auch das Spiel seines Partners aufmerksam mit verfolgen.
Eine kleine Hürde muss man beachten: Vor dem Aktionsturnus darf man nicht mehr als 6 Handkarten besitzen, sonst muss man Karten abwerfen.

Team PLay 2

Die Auftragskarten erinnern ein wenig an Kniffel. Es müssen bestimmte Farb- oder Zahlenkombinationen erfüllt sein. Mal wird eine Zahlensumme gesucht, mal unterschiedliche Paare. Einfache Kombinationen bringen aber deutlich weniger Siegpunkte, als die schwierigen. Es lohnt sich also, auch auf punktereiche Kombinationen zu spielen.

Team Play 3

Mit der 8. erfüllten Auftragskarte endet das Spiel nach einer Schlussrunde. Gewonnen hat allerdings das Team, das am meisten Siegpunkte mit seinen Aufträgen einfährt. Das muss nicht das Team sein, das die Schlussrunde eingeläutet hat.

Fazit:
Als Teamwettkampf ist Team Play ein unterhaltsames, kurzes Kartenspiel. Das Glück spielt allerdings klar mit – mit den Zahlenkarten wie mit den Aufträgen. Ein wenig Taktieren lässt sich trotzdem. Das Zuschieben von Karten ist ein schöner Spielzug. Es lohnt sich, den Partner mit den lukrativen Aufträgen stark zu machen. Und da die Aufträge immer offen ausliegen, kann man auch die Gegner manipulieren, indem man ihnen gute Karten aus der Auslage wegschnappt. Dafür braucht es die nötige Aufmerksamkeit, um zu sehen, was das andere Team sammelt. Die Auftragskarten sind gelungen und auch gut gewichtet.
Mit drei und fünf Spielern entfällt der Teamwettkampf, man spielt für sich allein. Dadurch verliert aber Team Play seine stärksten Momente. Wenn jeder seine eigenen Kombinationen sucht, spielt nur noch das Glück mit den Zahlen und Aufträgen. Das Spiel plätschert langweilig vor sich hin, es sind keine Korrekturen möglich.
Team Play hat ganz eindeutig zwei Gesichter. Spielt man es als Team, bietet es kurzweilige Unterhaltung. Als Einzelwettkampf ist der Ablauf sehr zufällig.

Team Play | Autor: Johannes Schmidauer-König | Verlag: Schmidt Spiele
Kartenspiel für 3-6 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Punktereiche Kombinationen im Duo | Wiederspielreiz: ok

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