Team UP – Spielkritik

Ich bin jetzt gar nicht sicher, ob der Verlag Helvetiq beim Versand der eigenen Spiele auf die Idee gekommen ist. Auf jeden Fall stapelt man bei Team UP gemeinsam die Pakete auf die Palette. Fein säuberlich und je höher, desto besser.

Das Spielmaterial sieht toll aus: Eine Palette im Mini-Format und viele kleine Pakete unterschiedlicher Form aus Holz, alle oben mit einer Farbe versehen (weiss, rot oder blau). Dazu noch ein paar Spielkarten und schon kann es losgehen. Team UP ist ein Gemeinschaftsspiel, das auch über einen Solomodus verfügt. Dazu aber später mehr.
Erst muss ein neutrales Startpaket irgendwie in eine Ecke der Palette gelegt werden. Dadurch ergeben sich in jeder Partie unterschiedliche Startbedingungen. Die 27 Restpakete sollen möglichst kompakt auf die Palette, die Karten liefern dazu die Bedingungen. In einem Spielzug zieht der aktive Spieler eine Karte und legt ein Paket nach deren Vorgabe auf die Palette. Einige Stapel-Regeln müssen dabei beachtet werden: Die farbige Seite muss immer oben sein. Mindestens ein anderes Paket muss berührt werden, identische Seiten dürfen es allerdings nicht sein. Der Stapel soll natürlich perfekt werden, nicht überhängend, keine Löcher.

Team UP

Stapelt man ein Paket, legt man die dazugehörige Karte zur Seite. Die Reihenfolge darf nicht verändert werden. Kann man die Bedingungen einer Karten nicht erfüllen (kein geeigneter Platz, kein passendes Paket), kommt die Karte verdeckt in die Reihe. Sie bringt in der Endabrechnung einen Minuspunkt.

Team UP endet, wenn die Karten oder die Pakete aufgebraucht sind oder die Spieler beschliessen, keine Karte mehr zu ziehen, da weitere Minuspunkte drohen. Es folgt die Wertung: 5 Punkte für jede komplette Etage auf der Palette, abzüglich Minuspunkte für übriggebliebene Pakete und umgedrehte Karten.
Ist das Team nicht zufrieden mit dem Endergebnis? Team UP gibt jedem eine zweite Chance. Dazu stapelt man die gespielten Karten in der ausgelegten Reihenfolge neu und versucht unter den exakt gleichen Bedingungen ein besseres Resultat zu erzielen.

Team UP

Zurück zur Solo-Variante: Sortiert man die nummerierten Karten in der Reihenfolge von 1 bis 36, erhält man eine Knobelaufgabe, die perfekt lösbar ist. Wählt man die richtigen Pakete, schafft man eine perfekt gefüllte Palette.

Fazit

Team UP ist ein toll umgesetztes, kooperatives Stapelspiel. Einfache Regeln mit immer anderen Bedingungen. Zwar erscheinen die Karten zufällig, mit dem Erhalt der Kartenabfolge nimmt man aber jederzeit einen zweiten oder dritten Anlauf. Es ist erstaunlich, was man aus einer vermeintlich ausweglosen Situation im zweiten Versuch noch rausholen kann. Manchmal ist auch ein rechtzeitiger Ausstieg sinnvoll, damit nicht noch weitere Minuspunkte dazu kommen. Bei Team UP knobelt man gemeinsam und schafft Ordnung auf der Palette. Ein Stapelspiel für ordentliche Menschen, das einen knackigen Spielspass für zwischendurch liefert.

Team UP | Autoren: Sebastien Pauchon & Hadi Barkat | Verlag: Helvetiq 
Stapelspiel für 1-4 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 7 Jahren | Benötigt: Ordnungssinn im Paletten-Raster | Wiederspielreiz: gross

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