TEAM3 – Spielkritik

Drei Spieler arbeiten an einem Bauwerk in drei Minuten. Das müsste doch machbar sein. Doch in TEAM3 besitzt jeder Spieler noch ein Handicap. Einer darf nicht reden, einer nicht sehen und einer spricht sich den Mund fusselig. Ist das noch Spiel oder bereits Unterhaltung?

TEAM 3

Widmen wir uns erst einmal der Hauptaufgabe. Aus Bauklötzen unterschiedlichster Farbe und Form soll ein Bautrupp aus drei Spielern ein Bauwerk nach Vorgabe erstellen. Dafür gibt es drei Schwierigkeitsgrade, die man natürlich selber bestimmen kann vor der Partie. Ein Hauch von Tetris liegt in der Luft, obwohl nur eine Form aus dem Klassiker entnommen wurde.

Bis hierhin läuft alles nach Plan, doch auf der Baustelle herrscht strikte Rollenteilung. So müssen sich auch die drei Spieler auf eine Aufgabe beschränken. Der Architekt sieht als einziger den Plan. Leider darf er nicht sprechen und gibt seine Angaben mittels Gesten und Grimassen an den nächsten Spieler weiter. Das ist der Bauleiter, der die Gesten in Sprache umwandelt und sämtliche Hinweise an den Bauarbeiter weitergibt. Den muss man ein wenig exakter dirigieren, denn er sieht nichts. Er tastet nach den richtigen Bauteilen und stellt sie korrekt aufeinander. So sieht zumindest ein perfekter Plan aus.

TEAM3

Nun ist TEAM3 im Grunde ein kooperatives Spiel. Die Rollen wechselt man Runde für Runde in der Gruppe. Das Ziel: Eine gewisse Anzahl an Bauvorhaben zu verwirklichen. Spielerzahl und Schwierigkeitsgrad definieren dabei die genaue Anzahl. Die Gruppe verliert, wenn so viele Bauprojekte gescheitert sind, wie Mitspieler teilnehmen.

Wer es lieber ein wenig mit Konfrontation mag, spielt TEAM3 gegeneinander. Zwei Teams arbeiten an derselben Aufgabe. Das funktioniert nur im einfachsten Modus und benötigt ganz schön viel Konzentration. Gesten, Geschwätz und Gestöhn fallen in dieser Variante gleich doppelt an und man sollte sich auf das eigene Bauteam fixieren.

TEAM3

TEAM3 gibt es in den Schachteln Pink und Grün. Beide beinhalten das Grundspiel und eine Mini-Erweiterung. Besitzt man beide Schachteln, spielt man mit bis zu 4 Teams oder kann mit allen Schwierigkeitsgraden gegeneinander antreten.


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Fazit

TEAM3 verbreitet eine Faszination, der man sich nur schwer entziehen kann. Als Partyspiel darf es laut und hektisch zu und her gehen. Und schon nach kurzer Zeit taucht man in die bunte Welt von TEAM3 ab. Selten legt man bei einem Spiel seinen wahren Charakter so schnell auf den Tisch wie bei TEAM3. Obwohl man drei unterschiedliche Rollen einnimmt, schaffen es die Spieler nicht ganz aus ihrer Haut. Und damit haben wir das Geheimnis des Spiels bereits gelüftet. Es sind diese wunderbaren menschlichen Zwischentöne, die Beobachter zu Tränen rühren können. Es spielen sich Szenen ab, die man nicht für möglich gehalten hätte, denn keiner lässt sich gerne in seiner Bewegungsfreiheit einschränken, schon gar nicht bei einem Bauspiel. TEAM3 macht das aber auf einfachste Art und Weise und stellt die Spieler immer wieder vor Herausforderungen. Man benötigt ein wenig Anlaufzeit, vielleicht spielt man auch mal eine Runde ohne Zeitlimit. Doch schon bald nimmt das Spiel Fahrt auf, der Schwierigkeitsgrad kann gesteigert werden und neue Grenzen werden gesucht. Wer sich auf diese Art von Spielen einlassen kann: TEAM3 ist eine klare Empfehlung für Familien und Gruppen.

Alles über TEAM3

TEAM3| Autoren: Alex Cutler & Matt Fantastic| Illustration: Reinis Petersons | Verlag: ABACUSSPIELE

Spielerzahl: Teamspiel für 3-6 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Harmonie im Bauwesen
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: kein Spiel für 2
Beste Spielerzahl: 4-6 Personen
Richtet sich an: Familie

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