The Border – Spielkritik

Die Grenzen sind mit farbigen Feldern markiert. Wer hat die Würfel auf seiner Seite und setzt die passenden Kreuze zuerst? The Border benötigt ein wenig Planung, aber auch Glück, um an die lukrativen Landschaften zu kommen.

The Border

The Border ist ein Spiel mit abwischbaren Tafeln, auf denen zwar dieselben Ländereien zu sehen sind, die bunten Grenzen sich allerdings in den Farben unterscheiden. An zwei Stellen findet man ein vorgedrucktes Kreuz als mögliche Startposition. Ziel des Spiel ist es, die Grenzen eines Gebietes vollumfänglich zu ziehen. Je grösser ein Gebiet ist, desto mehr Punkte bringt es ein. Doch nur der schnellste Spieler erhält die volle Punktzahl, alle anderen müssen sich mit der Hälfte begnügen. Ohne die 5 Farbwürfel geht gar nichts, sie liefern in jedem Spielzug die Vorlage. Und wie man es bereits von vielen Spielen des Nürnberger-Spielkarten-Verlages kennt, gibt es kaum Wartezeiten. Alle Spieler profitieren in jedem Spielzug, egal ob sie gerade als aktiver oder passiver Spieler dabei sind.

Die Spielregeln sind schnell erklärt, The Border ist kein komplexes Spiel, dafür ein wenig glückslastig. Der aktive Spieler darf die 5 Farbwürfel in der 1. Aktion bis zu drei Mal würfeln. Er entscheidet in jedem Wurf neu, welche Würfel er behalten oder wechseln will. Spätestens nach drei Würfen wählt er die Farben, die er nutzen will. Für den aktiven Spieler gilt: Er kreuzt nur Farbsegmente an, die er vollständig abschliessen kann. Diese Segmente dürfen sich irgendwo auf seiner Karte befinden.

The Border

Alle übrigen Spieler dürfen nun in der 2. Aktion beliebig viele der übriggebliebenen Farbwürfel nutzen. Für sie gilt allerdings: Die gewählten Farbfelder müssen angrenzend an ein bereits angekreuztes sein. Mit diesem Spielzug darf man dafür Farbsegmente eröffnen, es muss nicht zu einem Abschluss kommen. Lässt der aktive Spieler keinen Würfel übrig, können die Mitspieler trotzdem einen der Farbwürfel wählen. Ein Trostpflaster sozusagen.

The Border

Wer ein Gebiet vollständig abgrenzt, meldet das und kreist die entsprechende Punktzahl auf der Spieltafel ein. Sobald ein Spieler sein 6. Gebiet eingezäunt hat, endet die Partie. Wer die meisten Punkte erreicht, gewinnt The Border.


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Fazit

Es ist erstaunlich, wie wenig es für ein gutes Spiel braucht. Die Regeln von The Border sind wirklich fix erklärt. Und obwohl man „nur“ die passenden Würfel auswählen soll, ist es doch entscheidend, welche Felder man ankreuzt. Das Spielmaterial ist top, der gepolsterte Schachteldeckel kann als Würfelteller benutzt werden, die Grafik unterstützt das Spiel passend. The Border lebt von einem entscheidenden Kniff: Der aktive Spieler MUSS ein Gebiet abschliessen, die passiven können einzelne, aber angrenzende Felder wählen. So weiss man nie so genau, was gerade mehr nützt. Ein aktiver Spieler kann grössere Gebiete ankreuzen, das Risiko beim Würfeln ist dafür grösser. Einzelne Felder versucht man so nebenbei mit den übriggebliebenen Würfeln abzudecken. Ein gewisser Glücksfaktor bleibt, gerade wenn man mit ein wenig Zocken die gesuchte Farbe erzwingen will. The Border geht flott, das Wettrennen um die besten Gebiete bleibt bis am Ende spannend. Was will man mehr?

Alles über The Border

The Border | Autoren: Michael Kiesling, Reinhard Staupe | Illustrationen: Oliver Freudenreich, Sandra Freudenreich | Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag

Spielerzahl: Würfelspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Farbige Zäune
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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