The Key: Raub in der Cliffrock Villa – Spielkritik

Eine ganze Raubserie fand in der Kunstaustellung der Cliffrock Villa statt. Innerhalb 4 Stunden sind 3 Kunstwerke verschwunden. Drei Täter wurden von der Polizei festgehalten, doch noch fehlen stichhaltige Beweise. Es wird Zeit für ein gutes Ermittlerteam für The Key: Raub in der Cliffrock Villa.

The Key: Raub in der Cliffrock Villa

Die cleveren Ermittler sollen alle drei Rätsel lösen. Dazu müssen sie die Täter für die jeweilige Tat herausfinden, welchen Kunstgegenstand sie entwendeten und die Art der Flucht. Die Ausrüstung der Spieler ist professionell: Ein Aktenkoffer, der zum multioptionalen Bürotisch wird, dazu noch eine Akte mit allerlei Informationen zu den mutmasslichen Tätern, Fingerabdrücken und Bildern. Sämtliche Notizen zur Datensicherung hält man währedn des Spiels mit einem abwischbaren Filzstift im mobilen Aktenkoffer fest. Alle Ermittler legen gleichzeitig los. Schnelles Ermitteln kann entscheidend sein, doch die Anzahl der benötigten Hinweise ist ebenso entscheidend für den Erfolg des einzelnen Detektivs. Um das Spiel sicher zu gewinnen, gilt also: Sei schnell und effizient!

Erst wählen die Detektive einen Schlüssel in einer der neun Spielfarben. Damit legt man den aktuellen Fall fest. Die Schlüsselfarbe bestimmt die Hinweise, denen man im Spiel nachgeht. 140 Hinweiskarten liegen auf dem Tisch aus. In diesem Wühltisch bedienen sich alle Ermittler beliebig oft während der Partie. Sie ziehen eine Karte mit der passenden Fallfarbe, ziehen ihre Schlüsse aus den Hinweisen, notieren sich allenfalls Dinge im Aktenkoffer und holen sich eine weitere Karte.

The Key - Raub in der Cliffrock Villa

Auf den Kartenrückseiten gibt es erste Hinweise auf den Inhalt der Aussagen: Ist es eine Zeugenaussage oder eine Laborkarte? Welche Hinweise findet man (Täter, Gegenstand, Flucht oder Uhrzeit)? Wie genau eine Aussage ist, zeigt der Kartenwert zwischen 2 (ungenau) und 4 (ziemlich genau). Diese Werte sind am Ende entscheidend für den Sieg. Der beste Ermittler löst den Fall mit möglichst wenig Karten-Punkten.

Einmal genommene Karte legt man nicht mehr zurück. Damit verhindert man ein Hamstern an Karten. Trotzdem kann man sich auch Hinweise holen, die man bereits von anderen Karten kennt. Ermittlungen können auch mal ins Leere laufen.

The Key - Raub in der Cliffrock Villa

The Key: Raub in der Cliffrock Villa ist ein wuseliges Suchen nach Hinweisen. Hier überprüft man Bilder einer Überwachungskamera, dort vergleicht man Fingerabdrücke, nebenbei ordnet man die Reihenfolge der Taten. Das Puzzle fügt sich nach und nach zusammen. Anfangs langt man wenig wählerisch zu, am Ende sucht man gezielte Karten, um sich abzusichern. Die Spannung steigt.

Der schnellste Ermittler schnappt sich den Schlüssel. Er darf zur Belohnung am Ende eine Karte abwerfen, wenn er auch erfolgreich war. Das Spiel endet erst, wenn sämtliche Detektive auf eine Lösung des Falls gekommen sind. Nun generiert man einen Zahlencode mit seinem Wissen und überprüft die Richtigkeit an einer Lösungstafel. Wer Täter, Tat und Flucht richtig herausfinden konnte, zählt seine Ermittlungspunkte. Mit möglichst wenigen Punkten wird man zum Meisterermittler bei The Key: Raub in der Cliffrock Villa. Die Fälle lassen sich auch gut alleine lösen. Mittels einer Punktetafel erfährt man am Ende, wie gut die eigene Leistung war.


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Fazit

Die wichtigste Frage gleich zuerst: Kann man die Fälle noch einmal lösen, wenn man sämtliche Schlüssel durchgespielt hat? Ja, denn es handelt sich immer um dieselben Personen, dieselben Taten, dieselben Gegenstände. Es ist schlicht unmöglich, sich die Taten und Lösungscodes von allen Farben zu merken und beim nächsten Spiel wieder anzuwenden. Zudem holt man sich jedes Mal andere Hinweiskarten vom Tisch und geht die Fälle in einer anderen Reihenfolge an. Ein variables Spiel ist also garantiert, wenn man die Schlüsselfarbe nach einer Partie wechselt. The Key: Raub in der Cliffrock Villa besitzt das Einsteiger-Level. Trotzdem benötigt das Kombinieren von Hinweisen ein wenig Fingerspitzengefühl. Man muss wissen, wo man welche Hinweise überprüft, ein wenig Sprachgefühl ist ebenfalls nötig. Das Knobeln an den Krimi-Rätseln ist ein grosser Spass. Es erinnert mich an Logicals, bei denen man Dinge ausklammert, Hinweise sichert und kombiniert. Ein Glücksfaktor ist beim Ziehen der Karten im Spiel. Holt man sich zum dritten Mal einen Hinweis, der bereits bekannt ist, schmerzt das ein wenig. Doch diese Hinweise fehlen dafür den Mitspielern und sie verschaffen einen Ausgleich unter den Ermittlern. Kinder spielen durchaus auf Augenhöhe mit den Erwachsenen in diesem Spiel. The Key: Raub in der Cliffrock Villa ist eine faszinierende Sache. Die Karten mit ihren Farben sind toll aufeinander abgestimmt. Die Umsetzung ist klasse und der Wiederspielreiz in diesem Rätselkrimi absolut gegeben.

Alles über The Key: Raub in der Cliffrock Villa

The Key: Raub in der Cliffrock Villa | Autor: Thomas Sing | Illustration: Timo Grubing | Verlag: HABA

Spielerzahl: Krimirätsel für 1 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Wenige, aber knackige Hinweise
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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