The Mind Extreme – Spielkritik

Das Kartenspiel The Mind hat in der Spielewelt ganz schön für Aufsehen gesorgt. Ein Spiel ohne Kommunikation, nur mit der gedanklichen Einheit am Spieltisch, bei dem man sich Level für Level in höhere Sphären begibt. Tja, das kann man noch toppen – mit The Mind Extreme.

The Mind Extreme

Man erinnere sich an die erstaunten Blicke, die das Kartenspiel bei der Erklärung immer hervorrief. An das Kopfschütteln und den anschliessenden Ehrgeiz nach der ersten Partie, die sofort das Verlangen nach einem besseren Resultat zur Folge hatte: „Das kann doch nicht so schwierig sein!“ An vermeintlich einfachen Aufgaben scheitert man eben nicht gerne – und schon war man mitten im Spielfieber. The Mind Extreme macht dem Grundspiel keine Konkurrenz, aber es legt noch einmal eine Schippe drauf. Spielerische Bewusstseinserweiterung nennt sich das.

Die Regeln des Grundspiels gelten auch bei The Mind Extreme: Es darf kein Wort gesprochen, Karten müssen der Reihe nach gelegt werden, Handkarten steigern sich von Runde zu Runde. Das Extreme holt sich das Spiel aus zwei Kartenstapeln mit Zahlen von 1 bis 50. Nun mischt man noch ein wenig The Game dazu – und schon steht die neue Challenge.

The Mind Extreme

Die weissen Zahlenkarten legt man aufsteigend, die roten Zahlenkarten absteigend. Bedienen muss man die beiden Kartenstapel gleichzeitig. Wenn man beim Original noch mühsam versuchte, die Sekunden mitzuzählen, so entfällt das in der Extreme-Variante. Mit zwei Stapeln in entgegengesetzten Marschrichtungen ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Bleibt also nur noch die innere Uhr. Fehler darf man sich erlauben, sind sämtliche Leben weggespielt, endet die Partie.

The Mind Extreme

Mit Wurfsternen unterbricht man eine Partie und wirft seine höchste oder tiefste Karte ab (je nach Farbe). Welche Farbe man wählt, ist dem einzelnen Spieler überlassen. So arbeitet man sich wieder Level für Level schweigend vorwärts und erhält schon bald eine zusätzliche Herausforderung: Man muss Kartenstapel verdeckt ablegen! Erst am Ende einer Runde überprüft man das Resultat – und erlebt die eine oder andere Überraschung. Insgesamt aber eine sehr schöne Idee.


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Fazit

Zwei Stapel, zwei Farben, entgegengesetzte Legerichtung und verdeckte Karten – The Mind Extreme macht seinem Namen alle Ehre. Das bekannte Spielprinzip bildet das Grundgerüst, die Herausforderung ist aber deutlich grösser. Zwei Stapel im Blick und Zeitgefühl zu haben, verlangt von den Spielern einiges ab. Je nach Farbe der Handkarten gibt das ganz witzige Konstellationen. Und wieder ist es erstaunlich, wie man sich in das Spiel reinarbeitet, dazulernt und sich stumm verbessert. Lässt man sich auf dieses aussergewöhnliche Spielprinzip ein, erlebt man unterhaltsame Spielstunden. Es funktioniert tatsächlich und bietet schöne neue Ideen im bekannten Muster – bis zum letzten Level und der geistigen Einheit!

Alles über The Mind Extreme

The Mind Extreme | Autor: Wolfgang Warsch | Illustration: Oliver Freudenreich | Verlag: NSV

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Auf- und absteigende Einheit
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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