Trails of Tucana – Spielkritik

Ob Isla Petit oder Isla Grande – Stück für Stück erschliesst man das Gelände für die Touristen, verbindet Sehenswürdigkeiten mit Dörfern. Die Trails of Tucana erfreuen bald die Einheimischen und die Auswärtigen. Nur mit der Planung hapert es noch ein wenig. Da kann man ja mal schnell helfen…

Trails of Tucana

100 doppelseitige Inselpläne sorgen für langen Spielspass. Isla Petit und Isla Grande unterscheiden sich in ihrer Grösse und damit der Spieldauer. Auf Isla Grande spielt man eine Runde mehr, die Pfade auf der Insel werden schliesslich länger. Alle Spieler notieren ihre Wege auf einem identischen Plan, nur die Dörfer erhalten zu Beginn eine andere Buchstabierung. Damit verändert sich das Gelände und jeder Spieler wandelt gleich auf anderen Pfaden.

Das Spielprinzip von Trails of Tucana ist einfach. Von 27 Geländekarten deckt man 2 auf. Jeder Spieler verbindet auf der eigenen Inselkarte nun die beiden Geländetypen miteinander. Sollen beispielsweise Wald und Wüste einen Pfad erhalten, zeichnet man ihn irgendwo zwischen zwei direkt nebeneinander liegenden Wald- und Wüstenfelder. Das wiederholt man so oft mit weiteren Kombinationen, bis nur noch eine der Geländekarten übrig bleibt. Damit endet eine Spielrunde, die Karten werden neu gemischt. Es entsteht Stück für Stück ein Wegenetz auf der Insel.

Trails of Tucana

Im besten Fall verfolgt man mit seinen Pfaden natürlich gewisse Ziele. Verbindet man Dörfer mit denselben Buchstaben (also von A zu A), erhält man Punkte. Als erster Spieler winkt sogar noch ein einmaliger Bonus. Ebenfalls lukrativ ist es, die Sehenswürdigkeiten der Insel an die Dörfer anzuschliessen. Das bringt Punkte, die nach jeder Runde zählen. Schliesst man gar zwei gleiche Sehenswürdigkeiten (auf Isla Grande drei gleiche) an die Dörfer an, erhält man noch einen kostenlosen Pfad nach Wahl dazu.

So kombiniert man sich über die Insel, sorgt für klug angelegte Wege und sammelt dabei Punkte. Wer nach zwei oder drei Spielrunden die meisten Punkte geholt hat, wird neuer Inselkönig.

Trails of Tucana

Trails of Tucana hat noch ganz viel auf Lager, ohne dabei richtig komplex zu werden. Die Spieler entscheiden in jeder Partie, welche Variante oder welche Karten sie dazu nehmen möchten. So gibt es noch Bonuskarten für das Verbinden gleicher Sehenswürdigkeiten. Diese Punkte erhält aber nur der schnellste Spieler. Auch der Inselaufbau kann ganz unterschiedlich angegangen werden und eine Solovariante erlaubt ein Spiel gegen das Spiel. Alles funktioniert einwandfrei, der Knobeleffekt mit dem Wegenetz bleibt erhalten.


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Fazit

Trails of Tucana ist so ein richtiges, kleines Insel-Wohlfühl-Spiel. Mit wenigen Regeln schafft es eine Atmosphäre, die alle Spieler gleichzeitig knobeln lassen. Die richtigen Wege auf der Insel zu nutzen ist nicht ganz einfach. Man muss sich auf gewisse Ziele beschränken und manchmal auch flexibel bleiben, wenn einzelne Kombinationen so gar nicht auftauchen möchten. Ein wenig Kartenglück ist zwar vorhanden, doch man kennt die Anzahl der einzelnen Geländekarten und kann abschätzen, was schon gelaufen ist und was noch kommt. Die Bonus-Pfade bieten eine schöne Möglichkeit für kleinen Kettenreaktionen. Man freut sich, wenn gleich mehrere Anschlüsse in Kombination gelingen und muss gewonnen Wege wieder taktisch klug setzen. Durch die unterschiedlichen Startbedingungen aller Spieler verschiebt sich der Schwerpunkt jedes einzelnen. Trotzdem enden die Partien häufig knapp. Trails of Tucana ist ein schönes, kurzweiliges Familienspiel, bei dem ein wenig Orientierung auf der Insel gefragt ist. Eine lockere Rätselaufgabe mit einigen Varianten.

Alles über Trails of Tucana

Trails of Tucana | Autoren: Eilif Svensson, Kristian A. Ostby | Illustration: Gjermund M. Bohne | Verlag: Pegasus

Spielerzahl: Kartenspiel für 1 – 8 Personen
Spieldauer: 15-30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Orientierungssinn auf Inselpfaden
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 8 Personen
Richtet sich an: Familie

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