Treelings – Spielkritik

Das Glühwürmchenfest steht vor der Tür und die kleinen Schwärmer möchten von den höchsten Plattformen starten. Daher sollen bei Treelings die Bäume möglichst hoch in den Himmel wachsen, solange die Nachbarschaft klein bleibt. Ein Karten-Sammelspiel für die ganze Familie.

Treelings

Sehr atmosphärisch sind die Baumstämme gestaltet. Es gibt 6 verschiedene Arten von Bäumen im Spiel, schön nach Farbe und Motiv zu unterscheiden. Als Startwald erhalten alle Spieler schon einmal drei Karten zufällig zugeteilt. Die Farben trennt man fein säuberlich, nur gleiche Karten stapelt man übereinander. In der Tischmitte entsteht noch ein Marktplatz auf 5 Karten, an dem sich gleich alle Spiele bedienen können. Es wird kräftig gesammelt bei Treelings, wenn möglich nach System.

Bei einem Spielzug holt man sich Karten vom Markt und legt sie in die eigene Auslage. Dabei kann man sich ganz unterschiedlich bedienen: Man nimmt alle Karten einer Farbe oder alle ausliegenden Einzelkarten oder auch nur eine Einzelkarte. Je nach Spielsituation möchte man nicht unbedingt zu viele Karten anlegen. Das hat mit der Wertung zu tun. Die Bäume sollen in den Himmel ragen, jedoch nicht, wenn sie benachbart sind. Der Markt wird für den nächsten Spieler vom Nachziehstapel wieder aufgefüllt. Jeder soll die gleichen Einkaufsbedingungen besitzen.

Treelings

Von jeder Farbe darf nur ein Baum in der eigenen Auslage entstehen. Neue Farben platziert man links oder rechts aussen. In der Höhe gibt es keine Begrenzung, dafür eventuell Platzmangel am Tisch. Es lohnt sich die Karten leicht übereinander zu stapeln. Die Kartenanzahl sollte man trotzdem jederzeit erkennen.

Irgendwann erscheint die Glühwürmchenfest-Karte auf dem Markt. Sie läutet das Ende ein. Bis zum Startspieler dürfen alle noch ein letztes Mal Karten ziehen. Danach geht’s zur Wertung.

Treelings

Jeder Spieler sieht sich seine Bäume an. Ein Baum bringt Punkte ein, wenn er gleich gross oder höher ist wie seine beiden Nachbarbäume. Ist das der Fall, erhält man für jeden Baumteil einen Punkt. Doch was passiert mit den äusseren Bäumen? Sie vergleichen sich mit der äussersten Baumhöhe des Spielnachbarn. Wer die meisten Punkte holt, gewinnt.


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Fazit

Treelings ist ein einfaches Kartenspiel für Familienspieler. Wie man die Karten sammelt, ist schnell klar. In jeder Runde entscheidet man sich also, was man nehmen möchte. Gesucht ist eine möglichst ausgeglichene, aber hohe Baumreihe. Da haben die Mitspieler mit ihrem eigenen Sammeltrieb natürlich etwas dagegen. Mit den äusseren Baumarten ist man von den Mitspielern abhängig. Doch wann haben sie ihre Farben komplett und auf welche Seite bauen sie noch an? Treelings ist unkompliziertes Kartensammeln mit einem grossen Glücksfaktor. Wunschkarten und was man am Ende auf dem Markt erhält, unterscheiden sich bisweilen deutlich. Da hätte ich mir den einen oder anderen Kniff gewünscht, um selber ein wenig einwirken zu können: Einen Baum verpflanzen, Jokerteile etc. So bleibt lediglich das Sammeln der farbigen Baumteile unter den gegebenen Umständen. Als Familieneinstieg in die Spielewelt ist das ok, auf Dauer fehlt ein wenig die Würze. Es bleibt immer noch die atmosphärische Baumwelt, die nicht nur den Glühwürmchen gefällt.

Alles über Treelings

Treelings | Autor: Paul Schulz | Illustration: Michael Menzel | Verlag: Edition Spielwiese / Pegasus Spiele

Spielerzahl: Kartensammelspiel für 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Hohe Bäume im Einklang
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: geht gut
Beste Spielerzahl: 2-5 Personen
Richtet sich an: Familie

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