TRIout! – Spielkritik

TRIout!, das ist DREIst auf dem deutschen Spielemarkt. Der deutsche Name mit der Zweideutigkeit trifft den Nagel eher auf den Kopf, als die internationale Namensgebung. Inhaltlich bleibt natürlich alles gleich: Ein Zahlen-Karten-Legespiel, bei dem die Karten möglichst schnell verschwinden sollen.

TRIout 1Das neue Kartenspiel von Ravensburger erinnert an die ersten Kartenlege-Zeiten auf dem Computer – Solitär lässt grüssen. Darauf baut TRIout! ein wenig auf, bietet allerdings mehr Möglichkeiten beim Loswerden der Karten.
8 Basiskarten mit den Werten von 1-8 bilden den Kopf des Spieltisches. Diese Karten liegen während des ganzen Spiels aus und zeigen auch den Raster der Spielmöglichkeiten an. Die restlichen Zahlenkarten (4 Farben, Werte 1-8) verteilt man gleichmässig an die Mitspieler. Von diesem verdeckten Nachziehstapel zieht jeder Spieler 5 Karten auf die Hand. Das Ziel des Spiel: Alle Karten müssen weg!

Die Legeregeln wirken beim ersten Mal ein wenig komplex, sind es aber nach dem ersten Spiel gar nicht. Zudem zeigt die Spielregel viele Situation anschaulich, so dass man schnell versteht, um was es geht.
Karten müssen in Reihen oder Spalten gelegt werden. Gelegte Karten müssen immer irgendwie mit den Basiskarten verbunden sein, das funktioniert natürlich auch über andere gelegte Karten. Die Kartenwerte müssen immer mit der Basis übereinstimmen. Legt man direkt an die Basiskarten, gehören immer zwei Karten hin. An bereits ausliegende Zahlen darf man auch nur eine weitere Karten hängen.

TRIout 2

Für Spalten und Reihen gelten unterschiedliche Legeregeln. In Reihen dürfen nur Zahlenkarten gleicher Farbe ausliegen. Entstehen „Löcher“, so kann man auch mit einer neuen Farbe weiterfahren. In Spalten gibt es keine Farbenordnung, nur der Zahlenwert muss stimmen – und natürlich die Verbindung zur Basis.

Bei einem „Dreier“ darf man sofort eine weitere Karte vom Nachziehstapel nehmen. Manchmal ist es aber besser, darauf zu verzichten. Doch darüber später mehr. Für einen Spalten-Dreier müssen drei gleiche Zahlen unterschiedlicher Farbe liegen. Zudem werden bei einem Spalten-Dreier sofort alle Karten der entsprechenden Spalte entfernt, zusätzlich noch jene, die danach ohne Verbindung zur Basis sind.

Legt man in einem Spielzug alle 5 Handkarten, darf man zur Belohnung seine Mitspieler beschenken. Zwei Karten des Nachziehstapels verschenkt man grosszügig in die Runde. Daher macht es keinen Sinn, Karten bei einem Dreier nachzuziehen, wenn man sicher alle legen kann.
Wer zuerst keine Karten mehr besitzt, gewinnt TRIout!.

Auch solo lässt sich TRIout! sehr gut spielen. Gegen einen fiktiven Gegner legt man seine Karten möglichst gut ins Feld. Spätestens hier machen Solitär-Freunde einen Freudensprung.

Fazit:
TRIout! ist ein pfiffiges, kleines Kartenspiel in Reihen und Spalten. Es findet sich immer eine Anlegestelle, aber man will den Mitspielern ja keine tollen Vorlagen geben. Wer in Spalten abräumen kann, macht das gerne und hinterlässt erst einmal Freiraum, der wieder gefüllt werden muss. Und die kleinen Freuden des Spiels erlebt man mit einer leeren Hand – und dem Weiterreichen von zwei Karten. Damit bietet TRIout! für jeden etwas: Perfektes Kartenanlegen, geschicktes Bilden von Dreiern und ein wenig Ärgern der Mitspieler. TRIout! ist kurzweilige Unterhaltung für Zahlenspieler, die auch mal die passende Lücke im System finden. Es eignet sich sehr gut für die ganze Familie.

TRIout! (D: DREIst)  | Autorin: Janet Kneisel | Verlag: Ravensburger
Kartenspiel für 1-4 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Den Zahlenblick in Reihen und Spalten | Wiederspielreiz: gross

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