Truth Bombs – Spielkritik

Manche Spiele erscheinen ganz plötzlich und überraschend auf der Bildfläche. Truth Bombs wurde in Österreich zum „Spiele Hit mit Freunden“ gekürt. Das kann man durchaus nachvollziehen, auch wenn die Wahrheit spielerisch manchmal weh tut in diesem Partyspiel.

Truth Bombs

Wie es sich für ein Partyspiel gehört, sind die Regeln einfach gehalten und das Spielmaterial äusserst zweckmässig: Fragekarten, Zettel, Stifte. So startet man eine Partie mit wenigen Worten – playing by doing sozusagen. Jeder Spieler erhält einen Antwortzettel, auf dem er nur seinen Namen notiert. Das Beantworten übernehmen in den nächsten Minuten die Mitspieler. Zudem legt man einige Fragen offen aus, eine weniger als Spieler teilnehmen. Jede Frage erhält einen farbigen Hintergrund, um die Antworten zuzuordnen. Und schon ist es an der Zeit, die Bomben platzen zu lassen.

Auf den eigenen Zettel wird man während des ganzen Spiels nichts mehr notieren. Daher reicht man ihn dem linken Nachbarn weiter. Der sucht sich aus der Fragenauswahl von Truth Bombs eine nette Frage aus. „Welche eine Sache würde die Person vor einem Feuer retten?“ soll es sein. Sie liegt auf dem gelben Hintergrund. Daher schreibt der Spieler seine Antwort ins gelbe Feld des Antwortzettels. Er notiert: „Die Schwiegermutter“. Ob er damit Erfolg hat, stellt sich bald heraus.

Truth Bombs

Den Zettel reicht man weiter, der nächste Spieler wählt eine andere, noch freie Frage und notiert wieder seine Antwort. Durch die beliebige Auswahl lässt sich nicht feststellen, welcher Spieler, welche Farbe beantwortet hat. Am Ende erhält der Besitzer des Zettels seine Antworten zurück und es erfolgt die Abrechnung – die Bomben platzen.

Der Reihe nach liest jeder seine gesamten Fragen und Antworten laut vor. Am Ende wählt jeder Spieler eine aus, für die er einen Punkt vergibt. Das kann die originellste, die lustigste, die ehrlichste, die passendste oder die frechste Antwort sein. Zudem versucht er, den Verfasser der Antwort zu benennen. So kann man bei der eigenen Auswertung auch selber punkten.

Truth Bombs

Haben alle ihre Fragen vorgelesen und Punkte vergeben, steht der Sieger mit den meisten Punkten fest. Es können natürlich auch mehrere Runden gespielt werden. In grösseren Gruppen macht es auch Sinn, die zwei besten Antworten zu prämieren und zwei Mal zu raten. Steht nicht in den Regeln, funktioniert aber trotzdem…


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Fazit

Truth Bombs ist ein richtiges Partyspiel für grössere Spielrunden. Und es dürfen gerne gegen 8 Personen sein, damit das Spiel Fahrt aufnimmt. Das Raten wird dadurch sicher spannender. Die Bomben im Titel des Spiels sind der Wahrheit geschuldet, die ziemlich unvermittelt auftreten kann. So spannend das auch ist, so gut muss man sie ertragen können. Der Spielspass hängt zudem vom Bekanntheitsgrad der Gruppe ab. Wer sich ein wenig kennt, beantwortet spezielle Fragen mit einer guten Antwort. Zur Not versucht man, mit möglichst lustigen Antworten zu punkten. Da jeder Spieler selber seine Auswahl trifft, weiss man nie, in welche Richtung man sich bewegen soll. Wie so häufig bei Partyspielen gilt also: Die geeignete Spielrunde soll es sein! Dann diskutiert man nicht nur die bepunkteten Fragen, sondern zugleich die Herkunft diverser anderer Antworten. Man lernt die Leute am Tisch kennen – von ganz unterschiedlichen Seiten. So besitzt Truth Bombs zwar ein gewisses Spreng-Potential, aber auch Familien-Hit-Potential. Hier darf man frech, ehrlich, kreativ oder geheimnisvoll sein.

Alles über Truth Bombs

Truth Bombs | Autoren: Dan and Phil | Illustration: keine Angaben | Verlag: HCM Kinzel

Spielerzahl: Partyspiel für 4 – 8 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 14 Jahren
Benötigt: Ein Bombengefühl beim Antworten
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: möglichst nahe bei 8 Personen
Richtet sich an: Familie

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