Tucano – Spielkritik

An den Spielen in der kleinen Schachtel erkennt man den Schweizer Verlag Helvetiq sofort. Mit Tucano ist nun ein freundlicher Vogel erschienen, der sehr wählerisch ist mit seinen Früchten. Lust auf ein kleines Kartensammelspiel?

Tucano

Der Kartenstapel für Tucano ist schnell vorbereitet. Die vielen Früchtekarten teilt man in 2 Stapel. In die eine Hälfte mischt man sämtliche Tukan-Karten. Die andere Hälfte legt man auf diesen Stapel drauf. Damit ist der Nachziehstapel bereit und es kann losgehen. Für alle gut erreichbar legt man drei Kartenkolonnen aus mit 1-2-1 Karten. Nun darf gesammelt werden. Reihum wählen die Spieler eine Kolonne und legen die Karten offen vor sich aus, am besten schön nach Früchten sortiert. Am Ende eines Zuges legt man in jeder Kolonne eine Karte vom Nachziehstapel nach, damit der nächste Spieler ebenfalls eine Auswahl hat.

Der Tukan ist ein kleiner Feinschmecker. Er wählt sich seine Früchte gut aus und mag nicht jeden Geschmack. Daher sollte man seine Karten geschickt wählen, denn sie bringen in der Wertung sowohl Plus-, als auch Minuspunkte.

Den Sammeleffekt der einzelnen Fruchtsorten findet man auf jeder Karte abgebildet. Es gibt die typischen Sammelkarten: Je mehr man von ihnen besitzt, desto mehr Punkte bringen sie. Das kann sich auch negativ auswirken. Der Tukan mag keine Ananas: Je mehr Ananas-Karten, desto mehr Minuspunkte. Eine Kokosnuss mag der Tukan sehr gern, doch mehrere schlagen ihm auf den Magen. So sollte man die Sammlung hier klein halten.

Tucano
Startauslage von Tucano

Auch Mehrheitenwertungen gibt es. Wer sich die meisten Bananen sichert, erhält 2 Punkte pro Karte. Durch das zufällige Erscheinen der Karten geht man manchmal Kompromisse ein beim Sammeln. Und noch ist nicht alles verloren. Die Tukan-Karten sorgen in der zweiten Hälfte der Partie für ein wenig Unruhe.

Die Tukan-Karten erscheinen ebenfalls zufällig in den Kolonnen der Auslage. Schnappt man sich eine Kolonne mit Tukan, muss man erst seinen Effekt nutzen. Drei unterschiedliche Aktionen erhält man auf diese Weise. Mit einem Geschenk gibt man eine seiner Fruchtkarten einem Mitspieler. Auf diese Weise entsorgt man schlechte Früchte. Oder man stiehlt als diebischer Vogel einem Mitspieler eine offene Fruchtkarte. Mit der letzten Aktion sichert man seine Fruchtkarten ab. Man dreht seine gesamte Sammlung auf die Rückseite. So können diese Karten nicht mehr gestohlen werden, man verliert aber auch den Überblick über seine Sammlung. Nachschauen ist verboten. Neue Karten legt man wieder offen aus.

Tucano

Glück hat, wer den Joker erwischt. Die Regenbogenkarte kann am Ende einer beliebigen Früchtesorte angehängt werden. Damit schafft man vielleicht die entscheidende Mehrheit.
Liegt nur noch eine Kolonne aus, folgt die Wertung. Frucht für Frucht rechnet man ab. Wer die meisten Punkte erzielt, gewinnt Tucano.


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Fazit

Die kleine Schachtel von Tucano macht das kleine Kartensammelspiel zu einem tollen Mitnehmspiel. Das Sammeln der Früchtekarten ist schnell erklärt und mit Symbolen auf jeder Frucht erkennbar. Nun muss man nur noch die richtigen Entscheide treffen. In der ersten Hälfte des Spiels sammelt man gemütlich seine Karten, in der zweiten Hälfte pfuscht man mit den Tukan-Karten seinen Mitspielern ein wenig ins Handwerk. Natürlich spielt das Kartenglück beim Nachlegen der Karten mit. Oft geht man Kompromisse ein und muss auch schlechte Früchte wählen, um an die guten zu gelangen. Das macht den Reiz des Spiels aus. Im Spiel zu zweit entsteht ein richtiges Duell. Das Gegenüber erhält alle schlimmen Effekte ab. Mit drei oder vier Spielern verteilt sich der Einsatz der Tukane besser. Die Fruchtauswahl bei Tucano ist übrigens sehr speziell. Man kann erst einmal die Fruchtsorten ihren Karten zuordnen. Gar nicht so einfach.
Tucano ist ein kurzweiliges, schnelles Kartensammelspiel für die ganze Familie. Wer holt sich den besten Früchte-Mix?

Alles über Tucano

Tucano | Autor: Théo Rivière | Illustration: Odile Sageat | Verlag: HELVETIQ

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Den besten Fruchtsalat
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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