Ungeheuer hungrig – Spielkritik

Die putzigen, kleinen Monster tauchen zuerst auf Grossvaters Dachboden auf. Und wie Simon’s Cat zeigen sie ständig auf ihren Schlund und fiepen vor sich hin, denn sie sind ganz einfach Ungeheuer hungrig. Es ist Fütterungszeit!

Ungeheuer hungrig

Ungeheuer hungrig ist ein App-basiertes Spiel. Die vielen Karten sind auf ihrer Rückseite alle mit einem QR-Code versehen, den die Kamera eines Mobiltelefons oder Tablets natürlich lesen kann. Mit der kostenlosen App lässt sich das Spiel problemlos spielen. Sie ist aber zwingend nötig. Auf der Vorderseite der Spielkarten gibt es allerlei Krempel zu entdecken. Allein auf Grossvaters Dachboden tummeln sich Schlitten, alte Fernbedienungen, Unterhosen oder Teddybären. Darüber könnte man noch hinwegsehen, etwas auffälliger verstecken sich kleine, bunte Monster hinter all dem Zeug. Sie sind zutraulich und freundlich – aber Ungeheuer hungrig. Bei der Nahrungsaufnahme sind sie nicht wählerisch, dafür ziemlich ehrlich, wenn es um den Geschmack geht. Sie vertilgen alles, wenn es in ihrer Farbe ist. Ach… Vitamine sollten es dann doch lieber nicht sein. Das Spiel beginnt!

Die App leitet die Spieler zügig in die erste Partie und steuert auch währenddessen das Geschehen. Mit der Angabe der Spielerzahl, nennt sie die Anzahl der Handkarten. Erst spielt man nur mit den Dachbodenkarten. Schafft man ein Kapitel komplett, erhält man zusätzliche Karten und verschiebt sich an einen anderen Schauplatz – mit weiteren, hungrigen Monstern. Doch erst schauen wir uns auf dem Dachboden um. Die Spieler dürfen sich absprechen, sich aber niemals die Karten zeigen. Das aktive und hungrige Monster trägt die Farbe, die es gerne essen möchte. Jeder Spieler muss dem Monster einen Gegenstand füttern. Nun kommt die Farbenlehre ins Spiel, aber auch der Kontrast hat Einfluss, ob es dem Monster schmeckt. Die richtige Mischung macht es am Ende aus, ob es dem Monster schmeckt.

Ungeheuer hungrig
Die Monster auf Grossvaters Dachboden (App)

Die Spieler sprechen sich ab, bestimmen Karten und die Reihenfolge. Jeder scannt seine Karte ein. Hat das Monster von jedem Spieler einen Krempel erhalten, so kaut es kurz durch, rülpst und meldet, ob das Zeug nach seinem Gusto war. So ein Vitaminchen zwischendurch schadet nicht. Das lässt sich farblich manchmal nicht umgehen. Nach einer Vitaminkarte dürfen die nächsten drei Karten aber keine Vitamine mehr sein. Süsskram dient als Joker und nimmt immer die gesuchte Farbe an.
Für die guten Taten sammelt das Team Sterne. Sind alle Monster gefüttert und zufrieden, erreicht man das nächste Level. Scheitert man an einem Monster, muss man das Level neu in Angriff nehmen. Nach Grossvaters Dachboden findet man im Wald, auf dem Schrottplatz und im Museum neue Monster. An jedem neuen Ort erhält man zusätzliche Karten und neue Herausforderungen. Ohne zu viel zu verraten, treten plötzlich Chamäleon-Monster oder weisse Hasen auf. Insgesamt 12 Level gibt es zu absolvieren und freizuschalten. Im Party-Modus spielt man abseits der Kampagnen.

Ungeheuer hungrig

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Fazit

App und Karten – das passt im Fall von Ungeheuer hungrig wie die Faust aufs Auge. Da sind einerseits die knuffigen Monster, die man immer im Blick hat und andererseits die Karten, mit denen man auf der Suche nach der perfekten Farbe ist. Das Spiel verzeiht einige Ausrutscher, doch irgendwie sollte man schon in die Nähe der gewünschten Farbe kommen. Im Laufe der Partie erhält man Karten mit Sonderfunktionen, die dem Team helfen und brenzlige Situationen überwinden. Ungeheuer hungrig hat einige, kleine Überraschungen parat, die man zu Beginn noch nicht kennt. Um den Spielspass nicht zu verderben, gehe ich hier nicht ins Detail. Eines ist sicher: Das Spiel macht grossen Spass und hat einen ungeheuren Aufforderungscharakter. Bei den Kindern ziehen die kleinen Monster, die Spannung steigt bis zum Rülpser. Und in jedem Level kommt etwas Neues hinzu. Ungeheuer hungrig ist übrigens kein Selbstläufer. Die Farben kommen zufällig auf die Hand, die Monster ebenfalls. Da rettet man sich mal äusserst knapp über die Runden oder setzt bei einem Level neu an. Das gehört dazu, macht aber sehr viel Spass. Bis man die 12 Level durchgespielt hat, dauert es eine Weile. Danach lässt sich Ungeheuer hungrig weiter spielen, der Überraschungseffekt der neuen Level fällt allerdings weg. Aber das Fazit ist klar: Mit solchen Spielen holt man die Kinder hinter dem Ofen hervor, räumt zugleich den Dachboden und beruhigt die Monster. Was will man mehr?

Alles über Ungeheuer hungrig

Ungeheuer hungrig | Autor: Andreas Wilde | Illustrationen: Jochem Van Gool, Jovana Damcevska| Verlag: HYBR

Spielerzahl: Kartenspiel mit App für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Farben in allen Varianten
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

2 Kommentare

  1. Hallo

    Gerne würde ich das Spiel für meine Kinder zu Weihnachten bestellen, doch ich kann es auf online nirgends auf einer CH-Seite finden. Können Sie mir da weiterhelfen und sagen, wo ich das Spiel erwerben kann?

    Schon mal vielen Dank für die Hilfe!

    Liebe Grüsse
    Nicole Saner

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