Verflucht! – Spielkritik

Auf Lord Somersets Anwesen treiben schreckliche Kreaturen ihr Unwesen – Verflucht!. Nur gemeinsam und mit den passenden Gegenständen schlägt man sie in die Flucht. Das kooperative Kartenspiel mit guten und bösen Karten muss erst einmal besiegt werden.

Verflucht40 Kreaturen und 40 Gegenstands-Karten liegen als wilder Nachziehstapel auf dem Spieltisch. Je nach Spielerzahl besitzt man ein paar Siegel, die als letzte Rettung vor den Kreaturen schützen. Verflucht! ist sofort vorbereitet. Die Spieler dürfen sich während der Partie unterhalten, sich beraten und helfen. Konkrete Zahlenwerte ihrer Karten dürfen sie allerdings nicht nennen. Der Spielablauf ist schnell erklärt. Wer an der Reihe ist, zieht eine Karte aus dem Haufen in der Tischmitte. Ist es ein Gegenstand, nimmt man die Karte auf die Hand. Ist es eine Kreatur, legt man sie in die Auslage. Danach entscheidet man sich, ob man eine oder mehrere Kreaturen in der Auslage vertreiben will. Das schafft man nur mit den passenden Zahlenwerten in mindestens gleicher Höhe. Jede Kreatur muss einzeln vertrieben werden, man kann jedoch mehrere Gegenstände für eine Kreatur nutzen.

Verflucht

Die Geister, Monster und Zombies verhalten sich lange ruhig. Mit der 6. Karte in der Auslage greifen sie aber an. Die Karte mit dem höchsten Wert schlägt zu. Es sei denn, man vertreibt sie. Das kann nur der gerade aktive Spieler mit seinen Handkarten erledigen.
Noch schlimmer wird es, wenn sich die Kreaturen vereinen. Das machen sie bei aufeinander folgenden Zahlenwerten. Liegt die 20 und die 21 in der Auslage, löst das sofort einen Gruppenangriff aus. Der darf dann auch mit der gesamten Spielerschaft bekämpft werden. Jeder darf Handkarten zur Verteidigung beisteuern.

Verflucht

Egal ob Einzelabrieb oder Grossangriff, hat man keine Chance auf eine Verteidigung, nutzt man ein Siegel. Dadurch verschwinden die Kreaturen von der Auslage zurück in den Kartenhaufen. Die Angelegenheit ist damit nicht vom Tisch. Die Kreaturen werden zu einem späteren Zeitpunkt wieder erscheinen – leider.

Das Spiel ist verloren, wenn alle Siegel verbraucht sind und die Angreifer nicht mehr vertrieben werden können. Hat man alle verdeckten Karten gezogen und sämtliche Angriffe abgewehrt, gewinnt man den Kampf gegen die Kreaturen.

Fazit

Verflucht! ist ein einfaches Kartenspiel mit leicht gruseligem Thema. Im Grunde genommen tauscht man aber einfach die Zahlenwerte in der Mitte aus. Dabei wird schnell klar, worauf es ankommt: Möglichst wenig überbieten und Karten nie im Verhältnis 2:1 legen. Durch das zufällige Erscheinen der Karten lässt sich das aber nicht immer beeinflussen. Ein Start mit vielen Kreaturen ist durchaus möglich – und die Siegel verschwinden ziemlich schnell. Mit zu vielen Handkarten sollte man sowieso nicht rechnen, eine gute Verteidigung benötigt Karten. Verflucht! spielt sich ganz flott. Die Absprachen verlaufen flüssiger und schneller als beim kooperativen Vergleichsspiel The Game. Zu viel Spieltiefe darf man hier nicht erwarten, Glück und Pech beim Kartenziehen sind doch sehr im Vordergrund. Die Siegel lassen ein wenig Spielraum, wenn die Gegenstände zu schnell weggespielt sind. Da die Kreaturen aber wieder in den Haufen wandern, können unschöne Wiederholungen entstehen. Es ist manchmal echt Verflucht!

Verflucht! | Autor: Steffen Benndorf | Verlag: AMIGO
Kartenspiel für 1-5 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 10 Jahren | Benötigt: Tolle Gegenstände gegen verfluchte Kreaturen | Wiederspielreiz: ok

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