Verfuxt! – Spielkritik

Der Fuchs hat das goldene Ei aus dem Hühnerstall gestohlen. Doch welcher von den Kerlen war es schon wieder? Die sehen sich auch zum Verwechseln ähnlich. Oder eben doch nicht ganz. Bei Verfuxt! suchen junge Detektive nach dem richtigen Dieb.

Der Spielplan zeigt die Landschaft. Mittendrin befindet sich der Fuchs auf dem Weg zu seinem Bau. Dort wird er mit dem goldenen Ei verschwinden, wenn er nicht rechtzeitig erkannt wird. Rund um das Spielbrett liegen verdeckt die Karten von 16 Verdächtigen. Sie unterscheiden sich durch unterschiedliche Gegenstände in ihrem Besitz. Der Täter wird in jeder Partie zufällig bestimmt. Seine Spielkarte kommt unerkannt in den Fuchs-Scanner. Die Spurensuche kann beginnen.
Verfuxt! ist ein kooperatives Spiel. Die Spieler beraten und helfen sich gegenseitig. Am Beginn eines Spielzuges stehen die drei Würfel. Der aktive Spieler entscheidet, ob er Hinweise sucht oder einen Verdächtigen aufdecken möchte. Danach würfelt er bis zu drei Mal, um Symbole seiner davor geäusserten Wahl zu erhalten. Nur wenn sämtliche Würfel die gewünschten Symbole anzeigen kann die Aktion genutzt werden. Ist das nicht der Fall, bewegt sich der Fuchs auf dem Spielplan drei Felder Richtung Fuchsbau.

Um Hinweise zu suchen, zieht man mit der eigenen Spielfigur die erwürfelten Felder auf dem Spielplan. Es liegen einige Hinweisplättchen verdeckt aus. Erreicht man eines, zeigt es einen Gegenstand. Der wird in den Fuchs-Scanner gelegt. Und damit sind wir beim zentralen Gimmick des Spiels angelangt. Die Hinweisplättchen passen genau in den Fuchs-Scanner, lassen aber eine kleine Öffnung frei. Öffnet man den Scanner seitlich, erscheint ein grüner Punkt – oder eben nicht. Auf jeden Fall erhält man einen Hinweis, ob der Täter den Gegenstand bei sich trägt oder nicht. Unter den Verdächtigen sortiert man die entlasteten Füchse aus.

Auch um die Verdächtigen sollte man sich kümmern. Will man weitere Verdächtige aufdecken, sollte man drei Augen-Symbole würfeln. Nur aufgedeckte Karten können aussortiert werden. Das kann auch in Nachhinein geschehen. Die Spieler sollten sich gut merken, welche Gegenstände beim Täter sind und welche nicht. Das Netz mit den Hinweisen verdichtet sich im Laufe der Partie immer mehr.

Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Ermitteln die Spieler schneller oder erreicht der Fuchs mit dem goldenen Ei seinen Bau zuerst. Und so kann auch Verfuxt! unterschiedlich enden. Nennt man den richtigen Täter oder es bleibt nur noch ein Verdächtiger übrig, so gewinnen die Spieler. Verschwindet der Fuchs im Bau, so ist das ziemlich verfuxt und man sollte die Scharte schnell in einer weiteren Partie ausmerzen.

Fazit

Verfuxt! vereint viele schöne Spielelemente in einem Detektivspiel für die Kleinen. Da sind die glücksbetonten Momente mit dem Würfel. Da gibt es die Entscheidungen, ob Hinweise gesammelt oder Verdächtige gesucht werden. Und da ist der überraschende Fuchs-Scanner, mit dem man fortlaufend Hinweise erhält. Gemeinsam tastet man sich an den Täter heran, um am Ende hoffentlich den richtigen zu finden. So zieht sich die Spannung von den Würfel bis zum Aufdecken von Hinweisen oder Verdächtigen durch. Häufig wird es gegen Ende ganz knapp oder es muss gar aus Zeitdruck auf einen Täter getippt werden. Die Mischung aus Glück und detektivischem Spürsinn ist für die Kinder genau richtig und macht grossen Spass. Es bleibt nie bei nur einer Runde im grossen Fuchs-Durcheinander. Das ist wie Verfuxt!

Verfuxt! | Autoren: Marisa Pena, Shanon Lyon | Verlag: Game Factory
Kinderspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20-30 Minuten | Ab 5 Jahren | Benötigt: Spürsinn, Hinweise und ein wenig Glück | Wiederspielreiz: sehr gross

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