Way 2 Go – Spielkritik

Es ist tatsächlich ungewohnt, ein Partyspiel aus dem Verlag von Queen Games zu sehen. Zudem erschien das Spiel mitten in die Pandemie, in der die Möglichkeiten für solche Spiele stark eingeschränkt sind. Way 2 Go ist ein kooperatives Spiel, bei dem man den Weg ins Ziel über eine beispielhafte Kettenreaktion sucht.

Way 2 Go

Irgendwie erinnert mich Way 2 Go immer an Ruck Zuck, der erfolgreichen Fernseh-Spielshow vergangener Tage aus Deutschland. Dort versuchte man in einer Menschenkette einen Begriff ans Ziel zu bringen, mit unterschiedlichstem Erfolg, aber sehr unterhaltsam. Bei Way 2 Go versucht man, seinen Mitspieler am Malstift durch einen Parcours zu lotsen. Und wie wenn das noch nicht genug wäre, erhält jeder Spieler in der Reihe noch bestimmte Fähigkeiten zugeteilt. So lässt sich das Partyspiel mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen vereinfachen oder komplexer machen. Es gibt auf jeden Fall genügend Möglichkeiten, das Teamwork unter Beweis zu stellen.

Way 2 Go bietet verschiedene Spielvarianten an. Im Grundspiel versucht sich eine Gruppe spielerisch zu verbessern, sich in den Schwierigkeitsstufen zu steigern und den Parcours erfolgreich zu absolvieren. Der Einstieg erfolgt ganz einfach: Mit der Spielerzahl wählt man den gewünschten Schwierigkeitsgrad und sieht auf der beiliegenden Teamkarte, welche Fähigkeitskarten ins Spiel kommen.

Way 2 Go

Die Fähigkeitskarten verleihen in einigen Bereichen Flügel, bremsen andere aber vollkommen aus. Ein Spieler muss seine Augen geschlossen halten und darf nicht sprechen, gibt die Anweisungen dafür mit Berührungen weiter. Ein anderer Spieler kann sehen und sprechen, muss dafür ohne Berührungen auskommen. Ein dritter Spieler spricht eine Geheimsprache und übermittelt so die Befehle. Am Ende der Kette wartet der Schreiberling auf seine Befehle. Er trägt eine Maske und muss sich mit seinem Stift auf dem Parcours langsam vorwärts bewegen. Das erledigt er, je nach Fähigkeitskarte, mit der Schreibhand, seiner schwachen Hand oder auch noch stumm. Die Varianten sind zahlreich.

Der vorgegebene Parcours soll komplett absolviert werden. Fehler in der Anzahl der Mitspieler sind erlaubt. Wer vom Weg abkommt, setzt den Stift wieder auf die Spur und weiter geht es. Ganz einfach – und doch so schwierig.

Way 2 Go
Parcours schwierig und leicht

Bei Way 2 Go kann man an seinen eigenen Skills arbeiten und sich ständig verbessern, das Spiel eignet sich aber ebenso gut, um gegen ein anderes Team zu spielen. Mit einem Verfolgungsszenario, bei dem das erste Team einen zeitlichen Vorsprung erhält, wird der Druck noch grösser. Alle Varianten funktionieren einwandfrei.


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Fazit

Way 2 Go ist eine Mischung aus Party-, Geschicklichkeits- und Kommunikationsspiel. Das Ganze vereint sich in einer Kettenreaktion, in der man sich möglichst Team-kompatibel verhält. Je länger die Befehlskette ist, desto anfälliger wird sie. Das kennt man bereits aus Spielen wie Stille Post. Und auch dem Schreiber fällt eine grosse Rolle zu. Er darf die Sache nicht zu schnell angehen, denn die Reaktion der Mitspieler benötigt ihre Zeit, bis sie zu ihm durchdringt. Erfreulich ist: Die Lernkurve bei Way 2 Go zeigt nach oben. So lernt man ziemlich schnell mit Geheimsprache, Berührungen und Zeichen umzugehen. Das Spielmaterial reicht für sämtliche Varianten. Ich hätte mir sogar noch etwas mehr Geheimsprache und stabilere Masken gewünscht. Die sind nämlich aus Pappe und nicht sehr hygienisch in diesen Zeiten. Sonst bietet Way 2 Go genügend Stoff und Fähigkeiten für unterhaltsame, diskussionsreiche, witzige, nervenaufreibende und vor allem kooperative Stunden. Hier zeigt sich, wer im Team agieren kann und wer in der Not erfinderisch ist.

Alles über Way 2 Go

Way 2 Go | Autor: Urtis Sulinskas | Illustration: Fiore GmbH | Verlag: Queen Games

Spielerzahl: Kooperatives Partyspiel für 2 – 7 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Vielfältige Kommunikation
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: ab 3, besser 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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