Wettlauf nach El Dorado – Die goldenen Tempel – Spielkritik

Wettlauf nach El Dorado – Die goldenen Tempel ist ein unabhängiges Spiel, das aber auf dem Prinzip des bekannten Wettlauf nach El Dorado basiert. Einige kleine Neuerungen sind dazu gekommen, die das Wettrennen neu aufleben lassen.

Wettlauf nach El Dorado - Die goldenen Tempel

Der Spielablauf hat sich gegenüber des ersten Wettlaufs kaum verändert. Wer sich also detaillierter einlesen möchte, den verweise ich gerne auf die Spielkritik zu Wettlauf nach El Dorado. Ganz in Kürze bedeutet das: Das zu Beginn identische Kartendeck aller Spieler verändert sich durch Zukäufe. Mit Handkarten bewegt man sich durch unterschiedliches Gelände im Dschungel oder man kauft sich neue Handkarten auf dem Markt. Das Spielziel hat sich ein wenig verändert. Während man im ersten Teil El Dorado entdecken musste, geht es bei Wettlauf nach El Dorado – Die goldenen Tempel auf direktem Weg in die drei Tempel auf dem Spielfeld. Dort holt man sich je einen Edelstein, den man in der Schatzkammer in Sicherheit bringt.

Neu hinzu gekommen sind die Fackelfelder. Sie sind genau wie Dschungel, Wasser und Wüste begehbar, benötigen aber Fackeln, um Licht ins Dunkel zu bringen. Blockaden trennen wie bisher die grossen Landschaftsteile. Beim Wettlauf zu den goldenen Tempeln bringen sie meist den Mitspielern Vorteile, wenn man sie als Erster passiert. Dafür sind sie immer noch bei einem Gleichstand am Spielende entscheidend.

Wettlauf nach El Dorado - Die goldenen Tempel

Grosse Goldmünzen kann man sich bei Wettlauf nach El Dorado – Die Goldenen Tempel verdienen. Am besten geht das über neue Karten vom Markt. Eine einzelne Goldmünze darf man für eine Bewegung auf ein Wüstenfeld einsetzen. Zum Kauf können beliebig viele Goldmünzen eingesetzt werden, auch in Kombination mit den Spielkarten. Und… in einen der Tempel kommt man gar nicht rein, wenn man nicht mit einer Goldmünze bezahlt.

Auf dem Weg durch die Landschaften gibt es überall Wächter-Figuren. Steht man nach einer Bewegung neben einem Wächter, dreht man das Plättchen um und befolgt die Anweisungen. Auch hier handelt es sich wieder um Vorteile, die alle Mitspieler erhalten. Wächter-Besuche sind mit Vorsicht zu geniessen, ein Umweg wäre allerdings oft viel aufwändiger.

Wettlauf nach El Dorado - Die goldenen Tempel

Wer zuerst seine drei Edelsteine aus den drei goldenen Tempeln gesammelt hat und zurück in der Schatzkammer ist, gewinnt den Wettlauf.

Wettlauf nach El Dorado – Die goldenen Tempel ist ein eigenständiges Spiel und funktioniert perfekt nur für sich. Wer aber bereits Teil 1 oder die Erweiterung Helden & Dämonen besitzt, kann sämtliche Teile und die Karten kombinieren. Es entstehen grosse Landschaften. Einige Beispiele liegen dem Spiel bei. Wenn man die aufgeführten Tipps bezüglich Kartenmix und Landschaftskombinationen beachtet, erstellt man selber weitere Abenteuer im gelobten El Dorado.


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Fazit

Da ist es wieder, das alte Spielgefühl der Entdecker, das man schon aus dem ersten Teil von El Dorado kennt. Wettlauf nach El Dorado – Die goldenen Tempel mischt kleine Änderungen ins Spiel. Das bringt neuen Anreiz für erfahrene Spieler, macht das Spiel aber auch für Einsteiger nicht komplexer. Der Tempelwettlauf spielt sich mit dem bewährten Karten-Drafting. Durch viele Kombinationskarten, die auf jedem Terrain einsetzbar sind, ist das Abwerfen von Karten noch wichtiger als beim ersten Teil. Die Wege der Entdecker kreuzen sich öfter, Blockaden sind ein gutes Mittel zum Zweck, finden bei den Tempeln diesmal auch in entgegengesetzter Richtung statt. In Kombination mit dem ersten Teil ergeben sich riesige Landschaften für längere Partien. Ein Vergleich, welches Spiel besser ist, lässt sich für mich nicht ziehen. Die Spieltests haben aber gezeigt: Der Wettlauf nach El Dorado hat nichts von seiner Faszination verloren und zieht die Spieler in den Dschungel auf Entdeckungsreise.

Alles über Wettlauf nach El Dorado – Die goldenen Tempel

Wettlauf nach El Dorado – Die goldenen Tempel| Autor: Reiner Knizia| Illustration: Franz Vohwinkel | Verlag: Ravensburger

Spielerzahl: Brettspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: 60 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Entdeckergeist im Kartenmarkt
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3-4 Personen
Richtet sich an: Kenner

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