Winston – Spielkritik

Die Spiele in der kleinen Helvetiq-Schachtel kommen immer kurz und knackig daher. Da macht Winston keine Ausnahme. Und wir reden hier gleich über das wichtige Thema Dackelverlängerungen. Ein Kartenspiel, das vor allem mit Kindern seinen ganzen Charme entfaltet.

WinstonDackel Winston gibt es in sechs verschiedenen Ausführungen, zu erkennen an den Farben, aber auch den lustigen Kostümen. Nur drei Kopfteile existieren in jeder Farbe, dafür umso mehr Hinterteile. Sie sind für Dackelverlängerungen natürlich dringend notwendig. Mit 5 Handkarten startet man in das kurze Kartenspiel. In jeder Runde muss man mindestens 2 Karten auslegen. Die Möglichkeiten sind sehr übersichtlich: Man legt einen farblich neuen Winston, man verlängert einen Hund der gleichen Farbe oder man nimmt einen kompletten Hund zu sich. Besteht ein Hund aus mindestens drei Teilen, so hat er seine Endgrösse erreicht und man sticht die Karten.

Ziel des Spiels ist es natürlich, möglichst lange Hunde zu bilden und zu sich zu nehmen. Denn jedes Hinterteil bringt am Ende Punkte. Die Punktzahl steigt dabei stetig an. Nun liegen dem Spiel aber noch ein Knochen und ein Häufchen bei. Sie sind für die Zusatzwertungen zuständig. Vervollständigt der erste Spieler einen Winston, so setzt er damit eine Marke und nimmt Knochen und Häufchen zu sich. Schafft ein nächster Spieler einen gleich langen oder längeren Dackel, darf er sich zur Belohnung den Knochen nehmen. Mit einem gleich kurzen oder kürzeren Dackel erhält man das Häufchen. Knochen und Häufchen sind so richtige Wanderpokale, die den Besitzer meist einige Male wechseln im Verlauf des Spiels. Den einen nimmt man gerne zu sich, der andere stinkt. So ist das am Ende auch bei der Punktevergabe. Wer am Schluss Knochen oder Haufen besitzt, erhält 6 Plus- oder Minuspunkte.

Winston

Nach jeder Runde zieht man Karten nach. Gespielt wird bis zu letzten Handkarte. Wer in der Dackelwertung mit den eigenen Stichen die meisten Punkte holt, gewinnt.

Winston


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Fazit

Winston passt sich nahtlos an die kleinen Helvetiq-Schachtelspiele an. Schnell erklärt, sofort gespielt. Die Illustrationen sind super und kindgerecht, womit wir auch schon beim Zielpublikum des Spiels angelangt sind: Familien oder Kinder. Denn Winston ist sehr glückslastig. Mit den richtigen Karten gelingt fast alles, mit den falschen liefere ich den Mitspielern dauernd Vorlagen. Was sind denn richtige und falsche Karten? Die Mischung macht es aus. Ohne Köpfe schliesst man keinen Hund ab, nur mit Hinterteilen verlängert man die Hunde unnötig. Da man immer mindestens zwei Karten spielen muss, kommt man vor allem bei Spielende in einen Zugzwang, der oft den Haufen noch einmal wandern lässt. Alles ist davon abhängig, welche Handkarten man gerade zieht. Mit Kindern entwickeln sich ganz schnelle, lustige, geradlinige Partien. Der Dackel ist das Ziel, sobald ein Abschluss möglich ist. Erwachsene suchen perfektere, längere Lösungen und lernen schnell, dass man bei Winston auch einmal bremsen und Farben blockieren muss. Ein kurzes Kartenspiel mit hohem Glücksfaktor.

Winston | Autoren: Anja Wrede, Christoph Cantzler | Verlag: Helvetiq
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Alle Teile des Hundes in Farbe | Wiederspielreiz: gross

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