Wizard Würfelspiel – Spielkritik

Das Kartenspiel Wizard ist bereits ein Klassiker. Beim Stichspiel ist die Vorhersage das zentrale Element. Das Wizard Würfelspiel knüpft zumindest thematisch an das bekannte Wizard-Universum an.

Wizard Würfelspiel

Die bekannte Symbolik findet man hier auf den sieben Würfeln wieder. Auch das bekannte Wizard-W und der Narr sind dort zu finden. Jeder Spieler erhält einen Zettel, auf dem er seine Vorhersagen notiert. Der Seher, als aktiver Würfler, macht den Anfang. Er kreist auf seinem Zettel ein, was er gleich würfelt. Er möchte beispielsweise 5 rote Symbole erreichen. Die restlichen Spieler treffen ebenfalls ihre Vorhersagen, sie müssen sich allerdings von denen der Mitspieler in Farbe oder Anzahl unterscheiden.

Danach wird gewürfelt, bis zu drei Mal. Nach jedem Wurf entscheiden sich die Spieler, ob sie aussteigen wollen. Im besten Fall genau dann, wenn ihre Vorhersage exakt eintrifft und ihr Ziel erreicht wurde. Nur der Seher bestimmt, ob und wie es weitergeht. Er darf Würfel sammeln oder erneut würfeln – und so auch das Resultat der Mitspieler beeinflussen.

Der Wizard-W auf den Würfeln fungiert als Joker. Der Seher bestimmt vor dem ersten Wurf, zu welcher Farbe der W zählen soll. Beendet der Seher vor dem dritten Wurf die Runde, müssen auch die Mitspieler das aktuelle Resultat auf dem Tisch verwenden.
Bei einer Punktlandung notieren die Magier ein X, sonst erhalten sie die Differenz zur Vorhersage als Minuspunkte.
Nur der Narr kann ein schlechtes Abschneiden verhindern. Liegt mindestens eine Narrenmütze offen aus, kreuzt man die entsprechende Anzahl bei den Narrenmützen an und schreibt eine neutrale Null in die Vorhersage.

Wizard Würfelspiel

So würfelt man sich Runde für Runde durch die Vorhersagen. Die Rolle des Sehers wechselt natürlich immer wieder. Wenn ein Magier 9 oder 12 Kreuze gesetzt hat, endet die Partie. Jedes Kreuz bringt die volle Anzahl Würfelpunkte. Abzüglich der Minuspunkten erhält man eine Gesamtpunktzahl, die den Sieger bestimmt.

Wizard Würfelspiel

Das Grundspiel ist total glückslastig, daher empfehle ich die Variante mit den Zauberkarten. Zu Beginn einer Runde ändert eine Zauberkarte die Regeln. Dann dürfen beispielsweise Narren nicht neu gewürfelt werden, dafür zählen Vorhersagen doppelt. Oder der Seher darf so oft würfeln, wie er vorhergesagt hat, dafür entfallen die Wizards. Das Wizard Würfelspiel gewinnt mit den Zauberkarten eindeutig an spielerischen Elementen. So hat man die Wahl, ob man sich rein aufs Würfeln, oder auch auf die Zauberkarten verlassen will.


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Fazit

Man kann es ganz schnell auf den Punkt bringen: Das Wizard Würfelspiel ist eine sehr, sehr glückslastige Angelegenheit. Ich habe in den letzten Jahren kaum ein Spiel gesehen, das derart auf das Würfelglück abzielt. Der eigene Einfluss ist minimal, doch er ist vorhanden. Man kann den Mitspielern die Wizard-Würfel aufs Auge drücken, wenn sie eine tiefe Vorhersage gemacht haben, indem man ihre Farbe für das grosse W benennt. Auf das Erreichen der Ziele hat man keinen Einfluss. Man kann mehr oder weniger Risiko gehen mit der Ansage. Weniger Risiko bedeutet aber auch weniger Punkte am Ende. Die Zauberkarten setzen zumindest noch gewisse Schwerpunkte. Auch eine doppelte Wertung erfordert jedoch erst das Würfelglück. Das Wizard Würfelspiel kann sehr emotional verlaufen, ohne dass man gross Einfluss genommen hat. Man würfelt kniffelähnlich seine Kombinationen runter. Das reicht für einfachste, spielerische Unterhaltung so nebenbei.

Alles über das Wizard Würfelspiel

Wizard Würfelspiel| Autor: Daan Kreek| Illustration: Franz Vohwinkel | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Würfelspiel für 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Würfelglück
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3-5 Personen
Richtet sich an: Familie

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