Würfelland – Spielkritik

Wer sich mit den Spielen des Nürnberger-Spielkarten-Verlags ein wenig auskennt, der wird beim ersten Blick auf Würfelland an Träxx erinnert. Gewisse Ähnlichkeiten beim Spielfeld lassen sich nicht verleugnen. Doch Würfelland ist ein Wettrennen um Gebiete und Schatzfelder. Und den Takt geben die Farbwürfel an.

WürfellandJeder Spieler startet mit einer Spieltafel, auf der farbige Felder unterschiedlich angeordnet sind. Auf jeden Fall immer in Gruppen und manche Felder besitzen einen Stern – es sind die Schatzfelder. Dazwischen befinden sich einige schwarze Felder, die nicht betreten werden dürfen und ein weisses Startfeld. Von dort starten die Spieler ihre Mission: Gebiete gewinnen. Wer eine Farbe auf seiner Tafel komplett ankreuzen kann und zudem 9 Schatzfelder besitzt, gewinnt das Wettrennen von Würfelland. Los geht’s!

Alle Spieler sind jederzeit am Spiel beteiligt. Der aktive Spieler würfelt mit den 6 Farbwürfeln und entscheidet sich für eine Farbe, die er gerne auf seiner Tafel ankreuzen möchte. Nach jedem Wurf entscheidet er, ob er weitermachen will. Solange er seine gewählte Farbe würfelt und zur Seite legt, hat er die Wahl zu einem weiteren Wurf. Im besten Fall stoppt er seinen Wurf rechtzeitig und kreuzt sämtliche Würfel seiner Farbe in EINEM Gebiet seiner Tafel an. Vier blaue Würfel entsprechen also auch vier Kreuzen in einem blauen Gebiet. Ein angefangenes Gebiet muss zwingend zuerst abgeschlossen werden, bevor man ein weiteres derselben Farbe beginnt. Da insgesamt 6 Farben im Spiel sind, macht das höchstens 6 Gebiete, die sich in Arbeit befinden.
Alle anderen Spieler dürfen sich aus den restlichen Farben des Wurfes ebenfalls noch etwas aussuchen – immer alle Würfel einer gewählten Farbe.

Würfelland

Einige Spezialfälle können in Würfelland eintreten. Überwürfelt ein Spieler, er hat zu viele Würfel einer Farbe und zu wenig Felder davon in seinem Gebiet, so geht er leer aus. Gebiete müssen zudem angrenzend sein. Es ist durchaus möglich, dass man aus den Restwürfeln keine passende Farbe für sich findet, da die Grenzen gerade nicht passend sind. Umso besser ergeht es einem bei den Schatzfeldern. Kreuzt man ein Sternfeld an, erhält man einen Bonuswurf, den man nur persönlich nutzen darf. Aus einem einzigen Wurf mit 5 Würfeln wählt man eine Farbe aus, die man sofort auf der eigenen Tafel einträgt.

Würfelland endet sofort, wenn ein Spieler die Siegbedingungen (1 komplette Farbe, 9 Schatzfelder) erreicht hat.

Fazit

Würfelland ist ein Wettrennen. Wer die Zielvorgabe zuerst erreicht, siegt. Trotzdem sind alle Spieler immer aktiv beteiligt. Es gibt für alle etwas anzukreuzen. Die Spieltafeln sind unterschiedlich. In einigen Partien wurden sie als unausgewogen empfunden. Diese Ausrede wäre aber doch zu einfach. Schlussendlich spitzt sich alles auf die Würfelvorgaben zu. Das Glück und die Reihenfolge, wie die Farben erscheinen sind massgeblich für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich. Es gibt tatsächlich Partien, in denen sich die Würfel gegen einzelne Spieler verschworen haben, während sich bei anderen die Gebiete nahtlos erschliessen. Würfelland besitzt aber einige Vorteile, die es zu einem kurzweiligen Familienspiel macht: Schneller Spieleinstieg, einfache Regeln, keine Wartezeiten, kurze Spieldauer. Insgesamt also eine sehr unterhaltsame Würfelei, die sich auch bestens zu zweit eignet.

Würfelland | Autoren: Andreas Spies, Reinhard Staupe | Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag
Würfelspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20-30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Farbe um Farbe im eigenen Land | Wiederspielreiz: gross

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