Würfelzucker – Spielkritik

Die Aufgabe ist ganz einfach und ziemlich klassisch. Wer seine Würfel richtig kombiniert und die passenden Werte liefert, erhält bei Würfelzucker Süssigkeiten zur Belohnung. Eine Kniffel-Aufgabe im süssen und bunten Look.

Würfelzucker

Im Bonbonbeutel findet man bei Würfelzucker Würfel, von denen sich alle Personen 6 in ihrer gewünschten Farben nehmen. Während man bei Kniffel ganz einfach unterschiedliche Kombinationen würfelt, geht man hier aber auf Süssigkeitenjagd. Ein Stapel mit Aufgabenkarten liegt gut gemischt bereit. Von ihm deckt man immer eine Karte mehr auf, als Personen mitspielen. Daneben liegt noch ein Jokerkartenstapel auf dem Tisch, der für gelegentliche Überraschungen sorgt, wenn alle Stricke reissen. Gespielt wird schön der Reihe nach. Wer beginnt, nimmt sich die bunte Startkarte.

Die Aufgabenkarten fordern klassische Würfelkombinationen, wie man sie vielleicht schon von anderen Spielen kennt: Drillinge, bestimmte Zahlenwerte, ein Full House, eine höchste oder kleinste Summe. Erscheint die „Wir schliessen bald!“-Karte im Kartenstapel, läutet man die Schlussphase ein. Bis dahin muss man möglichst viele Süssigkeiten eingesammelt haben.

Würfelzucker

Die Spielphasen sind immer gleich. Wer am Zug ist, kassiert zuerst einmal Karten ein. Das ist ab der zweiten Runde möglich, es müssen ja erst Angebote ausliegen. Liegen eigene Würfel auf einer Aufgabenkarte, nimmt man die Karte zu sich. Das gilt auch für Jokerkarten.
Danach geht es ans Würfeln. Bis zu drei Mal versucht man die geforderten Kombination zu erwürfeln. Dabei darf man beliebig Würfel rauslegen oder noch einmal werfen. Am Ende legt man seine Würfel auf die erfüllten Aufgabenkarten. An dieser Stelle kann es auch zu einem Verdrängungskampf kommen. Liegen bereits Würfel auf einer Karte, darf man sie mit einem verbesserten Angebot ersetzen. Ohne eine gelungene Kombination setzt man Würfel auf die Jokerkarte. Der Zahlenwert spielt dort keine Rolle, die Anzahl der Würfel bestimmt, wer die Karte erhält.
Würfel auf eine Karte zu setzen bedeutet noch keinen garantierten Gewinn. Erst wenn die eigenen Würfel zu Beginn des nächsten Spielzugs noch ausliegen, nimmt man sich die entsprechende Karte.

Würfelzucker

Im schlechtesten Fall kann man nirgends einen Würfel setzen. Dann hat man Pech gehabt und versucht es in der nächsten Runde erneut. Bis dann verändert sich die Ausgangslage ganz bestimmt.
Jokerkarten bieten unterschiedliche Hilfestellungen an. Da man nie sieht, was man erhält, ist ein wenig Glück beim Ziehen der Karten dabei. Mit einem Joker kann man neu würfeln, fremde Würfel mit einem Gleichstand verdrängen, Würfelaugen verändern oder Würfel umdrehen. Man darf die Karten im eigenen Spielzug bei Bedarf einsetzen.

Ist das Geschäft geschlossen, spielt man noch einmal eine komplette Runde, danach rechnet man ab. Die letzten Aufgabenkarten werden noch an die entsprechenden Würfelbesitzer verteilt. Nun zählt man die Punkte auf den Karten. Wer die höchste Punktzahl erreicht, gewinnt Würfelzucker.


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Fazit zu Würfelzucker

Das Würfelspiel ist knallig gestaltet, die farbigen Würfel sind ein Hingucker und auf den Aufgabenkarten findet man jede Menge Süssigkeiten. Das äussere Gewand sorgt für süsse Aufmerksamkeit. Das Spiel selber bietet inhaltlich keine neue Kost. Es ist eine Mischung aus Kniffel und Würfelhelden. Man würfelt vorgegebene Kombinationen, erhält sie aber erst in der darauffolgenden Runde, wenn sie nicht überboten wurden. Das Spielprinzip ist einfach und klassisch bekannt. Würfelzucker ist also eine Kniffel-Variante, die sich ein wenig komplexer spielt als das bekannte Grundspiel. Der Spieleinstieg ist leicht, man kann eine Partie so nebenbei erklären. Nach einem ersten Durchgang wissen alle am Spieltisch, was es zu tun gibt. Ganz so süss wie sein Inhalt spielt sich eine Partie aber nicht. Man kann die Mitspielenden ziemlich ärgern, in dem man ihre Würfelkombinationen überbietet. Wie immer bei solchen Spielen benötigt man dazu ein wenig Würfelglück. Gut gefallen mir die Jokerkarten, mit denen man sich kleine Effekte sichern kann, wenn man seine Würfel auf ihnen einsetzt. So kann man einem Fehlwurf allenfalls noch etwas abgewinnen. Insgesamt ein sehr klassisch ausgerichtetes Spiel für Spieleinsteiger.

Fakten zu Würfelzucker

Autorin: Sophia Wagner | Illustrationen: Kreativbunker | Verlag: moses.

Spielerzahl:  2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Punkte für Süssigkeiten
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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