Yippie Yippie Yeti – Spielkritik

Nun ist er fällig, der endgültige Beweis über die Existenz des Yetis. Die besten Bergsteiger machen sich bei Yippie Yippie Yeti auf den Weg, um das beste Foto des sagenumwobenen Wesens zu knipsen.

Nur vor dem ersten Spiel braucht man ein wenig Geduld, um den Mount Yeti zusammenzubauen. Mit seinen vielen Schiebern ragt er schon bald aus der Spieleschachtel. Für weitere Partien kann man ihn dann ganz einfach zusammenklappen und ebenso schnell wieder aufbauen.
Vier Bergsteiger-Teams können von ihrem Basis-Camp aus ins Spiel starten. Ihr Ziel: Ein Foto vom Yeti zu schiessen. Am Fusse des Bergs liegen immer Hinweiskarten, wo der Yeti zuletzt gesehen wurde. Wer als Erster die bebilderte Stelle am Berg erreicht, erhält die Karte und mit ihr gleichzeitig auch Punkte. 2 Punkte für ein scharfes Bild, einen für ein unscharfes.

Die beiden Bergsteiger eines Teams sind durch ein Seil gesichert und aneinander gebunden. Mit einem Würfel bewegt man die Bergsteiger vorwärts. Mit ihren Pickeln hängen sie sich am Berg ein. Die Bewegungsmöglichkeiten sind einerseits durch das Seil eingeschränkt. Andererseits ist nicht jede Stelle am Berg geöffnet und aktuell begehbar. Das hat mit den Schiebern zu tun, die man auf jeder Stufe des Berges seitlich bewegen kann.

Der aktive Spieler würfelt seine Aktion aus. Er kann in seinem Spielzug einen oder beide Bergsteiger bewegen. Würfelt er eine Lawine, darf er einen Schieber verstellen. Das hat meist zur Folge, dass ein bereits eingehakter Bergsteiger abstürzt. Das betroffene Team verliert damit einen Spielzug. Ist es das nächste mal an der Reihe, muss es seine Bergsteiger sichern und kann sonst nichts mehr erledigen.
Würfelt man einen Yeti, verschiebt man die Yeti-Figur an eine beliebige Stelle. Sein Anblick friert ab sofort das Feld ein, das er anschaut. Befindet sich dort ein Bergsteiger, ist er bewegungsunfähig.

Beim Wettrennen an die Fotostellen zählt also die Geschwindigkeit, mit geschickten Störmanövern beeinflusst man aber auch die gegnerischen Teams am Berg. Nur wenige Dinge muss man beim Klettern beachten. Es darf beispielsweise nicht über Kreuz geklettert werden. Oder wenn beide Bergsteiger gleichzeitig bei einer Lawine abstürzen, muss man beim Basis-Camp neu starten. Wer eine ganze gegnerische Bergmannschaft abstürzen lässt, wird für sein unfaires Verhalten mit 2 Minuspunkten bestraft.

Falls während des Spiels ein Kletterer oder der Yeti ohne eine Lawine abstürzt, darf man ihn wieder an die alte Stelle setzen.

Wer 5 Fotopunkte gesammelt hat, muss nur noch die Bergspitze erklimmen, um Yippie Yippie Yeti zu gewinnen.

Fazit

Yippie Yippie Yeti hat erst einmal eine geniale Grundidee. Das Klettern mit den Bergsteigern, die gemeinsam gesichert sind, macht Spass. Man sucht sich die beste Kletterroute am Berg. Mit 4 Teams muss man sich den Weg gut ausrechnen und zwischen den Seilschaften suchen. Mit Lawine und Yeti stehen zwei Störmöglichkeiten zur Verfügung, die man allerdings nur glücksabhängig, nämlich mit dem Würfel, erhält. Der Berg sieht imposant aus in der Spielschachtel und ist ab der 2. Partie auch schnell aufgestellt. Das Wettrennen um die besten Fotos vom Yeti lebt von seiner Originalität. Der Wettlauf findet senkrecht und in die Höhe statt. Der Berg verändert sich, die Kletterer in den Seilschaften schützen sich gegenseitig. So weit, so gut. Nun hakt Yippie Yippie Yeti aber an der Umsetzung der tollen Spielidee. Oder die Bergsteiger oder auch Yeti haken eben nicht immer. Es folgen zahlreiche Abstürze durch indirekte Einwirkung der Mitspieler. Der Berg wird bewegt, wenn sich eine Lawine löst. Das reicht oft, um auch unbeteiligte Bergsteiger abstürzen zu lassen. Rein regeltechnisch ist das nicht weiter schlimm. Diese Kletterer dürfen auf ihrer Position weiterfahren. Doch diese unabsichtlichen Stürze geschehen dauernd. Gerade im Spiel mit Kindern (das Spiel ist ab 6 Jahren) führt das zu Frust. Immer wieder stellt man zwischendurch die Kletterwand wieder her. Auch Yeti kämpft häufig mit dem Gleichgewicht, dabei sollte gerade er sich im Gebirge wohl fühlen. So wird aus einer tollen Idee ein doch eher mühsamer Spielspass.

Yippie Yippie Yeti | Autor: Frank Bebenroth | Verlag: Hasbro
Spiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Fotosicherheit am Berg | Wiederspielreiz: geht so

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