Zauberberg – Spielkritik

Magier Balduin will seine Zauberlehrlinge um sich versammeln. Die Irrlichter sollen ihnen den Weg vom Zauberberg weisen. Das merken auch die Hexen – und folgen den Irrlichtern ebenfalls. Ein Wettlauf beginnt.

Zauberberg

Den Spielplan klemmt man mit 4 Stützen rasch zusammen, denn er soll sich neigen wie eine Skipiste mit leichtem Gefälle. Die Irrlichter sind nämlich bunte Kugeln, die den Zauberberg hinunter rollen und an zahlreichen Abzweigungen überraschende Wege nehmen. Die Zauberlehrlinge folgen den Irrlichtern an den Fusse des Berges. Aber nicht nur sie. Auch die gemeinen Hexen möchten Balduin finden, um ihm den Zauberstab zu entreissen. Es startet ein Wettlauf, der Kugel für Kugel den Weg zu Balduin weist. Schaffen es die Zauberlehrlinge zu ihrem Meister, bevor 3 Hexen dort sind?

Ganz oben auf der Rampe stehen die Zauberlehrlinge artig in einer Reihe. Die Hexen besitzen schon einen kleinen Vorsprung und tummeln sich im Zauberwald am Zauberberg. Es windet sich ein kleiner Weg nach unten, mit farbigen Feldern markiert.

Die bunten Kugeln im schwarzen Beutel besitzen die selben Farben wie die Wegstücke. Zauberberg ist ein kooperatives Spiel. Die Möglichkeiten dürfen besprochen werden, die Kugeln sorgen mit ihrem Weg für den Glücksfaktor im Spiel, da man ihre Spur nie mit Sicherheit voraussagen kann.

Zauberberg

Der aktive Spieler zieht eine Kugel aus dem Beutel und entscheidet sich für einen der 5 Wege, über den er die Kugel auf die Rampe schicken will. In der ersten Runde prallt die Kugel zwangsläufig an einen Zauberlehrling. Das ist gut. Die Farbe der Kugel entscheidet, auf welches Farbfeld der Zauberlehrling verschoben wird. Ist die Kugel rot, kommt der Lehrling auf das nächste rote Feld. So ein Wechsel muss schnell erfolgen, denn die Kugel rollt weiter, sobald der Lehrling weg ist.

Auf dem Weg nach unten kann die Kugel an mehreren Figuren anstehen. So kommt eine eben benutzte Figur eventuell erneut zum Zug, wenn man sie schnell versetzt. Im schlimmsten Fall steht die Kugel bei einer Hexe an, die nun ebenfalls nach unten verschoben werden muss. Sind alle Kugeln aus dem Beutel, füllt man ihn wieder auf und das ziehen der Irrlichter geht weiter.

Zauberberg

Gibt es kein passendes Farbfeld mehr am Ende des Weges, ist das Haus von Balduin erreicht. In der Grundvariante gewinnen die Zauberlehrlinge das Spiel, wenn vier Figuren bei Balduin ankommen. Mit der dritten Hexe am Ziel, ist das Spiel verloren.

In seltenen Fällen bleibt eine Kugel bei einer Abzweigung liegen. Dann entscheiden die Spieler mit einem kleinen Schubs, in welche Richtung es gehen soll.
Für geübte Spieler lassen sich die Siegbedingungen verschärfen. Und wer nicht gemeinsam spielen will, wählt die Variante Lehrlinge gegen Hexen und tritt gegeneinander an. Wer hat zuerst drei Figuren bei Balduin?


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Fazit

Vor einiger Zeit gab es schon einmal ein Kugelspiel am Berg und siehe da: Roll & Go hatte die gleichen Autoren wie jetzt Zauberberg. Das Kugelspiel machte damals grossen Spass, aber die Konstruktion hatte nach einiger Spielzeit ihre Aussetzer. Das hat AMIGO nun sehr gut gelöst. Die kleine Rampe hält, ist stabil und an den Abzweigungen weiss man nie, wohin es die Kugel zieht. Der Spielablauf ist einfach: Kugel ziehen, Eingang wählen und los! Der Wettlauf mit den Hexen ist spannend. Man wünscht sich die Kugel mal hierhin, mal dorthin und fiebert mit. Besonders gross ist die Freude, wenn ein Plan aufgeht. Es liegen wirklich sehr schöne Züge drin, wenn die Figuren günstig stehen und ein Zauberlehrling mehrmals profitieren kann. Aber natürlich ist immer auch eine Glückskomponente im Spiel. Allein durch positive Gedanken lassen sich die Kugeln leider nicht steuern. Zauberberg – das ist Kugelbahn und Spiel vereint zu einem kurzweiligen und spannenden Familienspiel ohne langes Vorgeplänkel.

Alles über Zauberberg

Zauberberg | Autoren: Jens-Peter Schliemann, Bernhard Weber | Illustrationen: Annette Nora Kara | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Kugelspiel für 1 – 4 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 5 Jahren
Benötigt: Die richtige Bahn
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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