Zauberzwerg – Spielkritik

Rupert ist ein freundlicher Zauberzwerg und möchte die Zauberstäbe der kleinen Zauberlehrlinge mit Kristallen ausstatten. Die Hexen interessieren sich ebenfalls für die Kristalle. Schaffen es die Zauberlehrlinge in diesem kooperativen Spiel vor den Hexen zu Rupert?

Zauberzwerg

2022 wurde Zauberberg zum Kinderspiel des Jahres gewählt. Schon damals stand der Wettlauf zwischen den Zauberlehrlingen und den Hexen im Zentrum des Kugelspiels. Zauberzwerg ist eine neue Kartenspielvariante, die im selben magischen Universum spielt. Und erneut möchten die Hexen sich an den Kristallen bedienen. Dabei möchte Zauberzwerg Rupert nur helfen und seine Kristalle den Zauberlehrlingen zur Verfügung stellen für ihre Zauberstäbe. Erst legt man einen Zauberpfad auf den Tisch, der mit bunten Irrlichtern versehen ist. Die Zauberlehrlinge kommen an den Start der Laufstrecke, eine Hexe ebenso. Ein zweite Hexe platziert man auf dem dritten Feld der Laufstrecke. Die Waldkarten mischt man gut durch und legt sie verdeckt rund um die Laufstrecke. Sie bilden den Wald. Eine Karte deckt man auf. Es ist die Startkarte.

Zauberzwerg ist ein kooperatives Spiel. Man entscheidet gemeinsam die nächsten Schritte im Spiel. Erreichen sämtliche Zauberlehrlinge Rupert am Ende der Laufstrecke, gewinnt man das Spiel. Trifft nur eine Hexe vor dem letzten Lehrling dort ein, ist die Partie verloren.

Zauberzwerg

Zu Beginn jedes Spielzugs nimmt man eine neue Karte aus dem Wald und deckt sie auf. So hat man immer zwei offene Karten zur Auswahl für den aktuellen Spielzug. Die Karten zeigen eine Figur und die Farbe eines Irrlichts an. Nun muss man entweder eine Hexe oder einen Lehrling bis zum passenden Farbpunkt auf der Laufstrecke ziehen. Man entscheidet sich für eine Figur auf dem Pfad und zieht sie bis zum nächsten freien Punkt der gewünschten Farbe. Bereits besetzte farbige Positionen darf man überspringen und kommt weit voran, wenn die Laufstrecke dicht belegt ist.

Und auch Rupert will uns helfen. Einige Rupert-Karten sind mit einer Zahl versehen. Spielt man eine solche Karte, zieht man eine beliebige Figur um die genannte Anzahl Schritte zurück. Auch hier zählt man nur die freien Felder und überspringt, was im Weg steht.

Zauberzwerg

Karte für Karte kommen die Zauberlehrlinge dem Zauberzwerg näher, oder die Hexen sind im Aufschwung, denn in gewissen Situationen muss man auch die Hexenkarten loswerden. Schaffen es die Lehrlinge rechtzeitig zu Rupert?
Für ein schwierigeres Spiel verändert man die Startpositionen der Hexen. Spätestens mit einem grossen Vorsprung ist ein knappes Resultat garantiert, für Hexen wie für Zauberlehrlinge.

In der Spielanleitung wird am Ende noch eine Duellvariante kurz erwähnt, die man gegeneinander spielt. Dann bewegen sich drei Hexen und drei Lehrlinge im Wettlauf durch den Wald. In dieser Variante zieht man immer zwei Karten auf die Hand, eine davon muss man einsetzen. Mit nur zwei Karten ist man gezwungen, auch mal für die andere Partei zu ziehen. Es entwickelt sich ein taktisches Spiel, das ebenfalls grossen Spass macht. Die Vorteile im Spiel können blitzschnell wechseln.


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Fazit zu Zauberzwerg

Erst einmal muss gesagt werden, dass bei Zauberzwerg die Annäherung an Zauberberg richtig gut funktioniert hat. In ganz vielen Details erkennt man das grosse Brettspiel wieder: Die Lehrlinge, die Hexen, der Pfad mit den Irrlichtern. Und trotzdem entwickelt sich hier ein kleines, schnelles Kartenspiel, bei dem man auch immer mitfiebert, ob ein Plan bis am Ende aufgeht. Das Spiel ist kein Selbstläufer, man muss seine Figuren geschickt bewegen und sollte auch die Hexen nicht einfach links liegen lassen. Durch das Überspringen von Positionen kommt man schnell vorwärts, dank Rupert aber auch schnell wieder zurück. Beim Ziehen der Karten ist ein wenig Glück dabei, so ohne weiteres erreichen die Zauberlehrlinge Rupert mit seinen Kristallen nicht. Das Duell bei Zauberzwerg (erhältlich ab 7.99 Euro) spielt sich ebenso unterhaltsam und mit einigen Überraschungen, da man zwischendurch die fremden Figuren ebenfalls bewegen muss. Kurz: Die kleine Kartenspielvariante Zauberzwerg ist richtig gut geglückt. Sie spielt sich flott, verbreitet Spannung und kann sowohl kooperativ, als auch kompetitiv überzeugen.

Fakten zu Zauberzwerg

Autoren: Bernhard Weber & Jens-Peter Schliemann | Illustration: Jan Bintakies | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Kartenspiel für 1 – 6 Personen
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Altersangabe: ab 5 Jahren
Benötigt: Kristalle von Rupert
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Spieler
Richtet sich an: Kinder, Familien

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