ZenMaster – Spielkritik

Autor Reiner Knizia verbindet ZenMaster mit Yin und Yang. Dabei hat die Spiel-Welt locker in einer Streichholzschachtel Platz, in einer grossen allerdings, denn ZenMaster ist das neueste Spiel aus der Game.Set.Match.-Reihe von Helvetiq.

zenmaster-1Bevor man sich grosse Gedanken machen muss: Das Spiel gab es schon einmal. Unter dem Namen Fifty Fifty erschien es einst im Zoch-Verlag. Nun feiert es ein Comeback beim innovativen Schweizer Verlag Helvetiq. Zahlenkarten von 1-50 sind im Spiel. Jeder Spieler erhält zufällig neun Karten davon auf die Hand. In jeder Spielrunde liegt eine Punktekarte aus. Sie zeigt an, wie viele Streichhölzer man ziehen muss, wenn man die höchste oder niedrigste Karte spielt. Mit der höchsten Karte nimmt man eine bestimmte Anzahl schwarzer Streichhölzer, weisse gibt es immer mit der niedrigsten Zahlenkarte. Alle Spieler, die dazwischen liegen gehen leer aus und das ist vorerst mal gar nicht so schlecht. Denn Ziel des Spiels ist es, möglichst wenige Streichhölzer zu sammeln.

Der Reihe nach spielen die Spieler eine Zahlenkarte aus und stechen weisse oder schwarze Streichhölzer. Auch wenn man lieber keine Hölzchen hätte, ein Stich ist noch nicht weiter schlimm. Er kann wieder korrigiert werden. Besitzt man Paare aus weiss und schwarz, darf man sie sofort wieder abgeben. Das Karma scheint dann ausgeglichen zu sein.
Die eigenen Karten bestimmen ein wenig die Strategie. Spielt man auf weisse oder schwarze Streichhölzer oder weicht man gar aus? Nach neun Runden ist Schluss und man notiert die übriggebliebene Anzahl an Streichhölzern. Gespielt werden so viele Partien, wie Spieler teilnehmen. Schafft man nämlich eine glatte 0, streicht man sein schlechtestes bisheriges Ergebnis durch. Das freut das Spielerherz.

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Fazit:
ZenMaster ist keine spielerische Neuheit. Grafisch hat es sich gegenüber der früheren Variante verbessert. Je näher man der maximalen Spielerzahl kommt, desto spannender wird das Kartenspiel. Doch nach wie vor dominiert beim schnellen Stichspiel das Glück. Einer unausgewogenen Kartenhand kann man nicht ausweichen. Wer nur hohe Karten besitzt, wird schwarze Streichhölzer sammeln – und das nicht zu knapp. Das führt zu Frust. Auch das Eliminieren von Streichhölzern funktioniert nur, wenn man auch zu beiden Arten gelangt. So wird man gelegentlich vom Spiel gespielt. Die deutsche Spielanleitung ist noch ein wenig holprig geschrieben. Aber ich denke, da wird der Verlag nachbessern. Trotzdem: ZenMaster ist kein schlechtes Spiel. In Familien und mit Kindern findet es seine Anhänger, das muss ich aus eigener Erfahrung anerkennen. Persönlich ist mir der eigene Einfluss während des Spiels zu gering.

ZenMaster | Autor: Reiner Knizia | Verlag: Helvetiq
Kartenspiel für 3-5 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Gleichgewicht in Schwarz und Weiss | Wiederspielreiz: ok

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