Wie das eben so läuft im Restaurant: Man bestellt sich was, und noch was, und gleich nochmal was. Aber wer kann sich das alles merken, wenn es ans Bezahlen geht? All you can repeat ist ein knallhartes Merkspiel, das man auf jeden Fall meiden sollte, wenn man Hunger hat.

Auf den 55 runden Bestellungskarten findet man Bilder bekannter und weniger bekannter Gerichte. Alle sind angeschrieben und mit einem Preisschild versehen. In diesen grossen Kartenstapel mischt man 5 Repeat!-Karten. Danach legt man den ganzen Stapel verdeckt mitten auf den Tisch und stellt die kleine Sanduhr (40 Sekunden) daneben.
Und so wird gespielt:
Der Reihe nach sind alle am Zug. Nur zwei Spieloptionen stehen zur Verfügung. In den meisten Fällen gibt man eine Bestellung auf. Dazu wendet man die oberste Karte des Stapels und nennt laut das neu bestellte Gericht in die Runde: „Risotto!“ Damit ist bereits die nächste Person an der Reihe. Sie bestellt erneut, wendet die nächste Karte und ruft das neu bestellte Gericht: „Sushi!“ Mit der neuen Karte deckt sie die vorherige Karte exakt ab, so dass nicht mehr zu sehen ist, was vorher bestellt wurde.

Ist bei jemandem der Hunger gestillt, wählt man die zweite Option: „Zahlen bitte!“ Mit dieser Aufforderung schnappt sich die Person den Bestellstapel und geht eine Wette ein mit sämtlichen Mitspielenden. Schaffen sie es, alle bestellten Gerichte im Kartenstapel aufzuzählen? Mit dem Drehen der Sanduhr bleiben ihnen 40 Sekunden Zeit dafür. Die Person, die zahlen wollte, übernimmt die Kontrolle und legt jedes richtig genannte Gericht sofort auf den Tisch. Zählt jemand ein Gericht auf, das sich nicht mehr im Stapel befindet, scheidet die Person aus.
Schafft die Gruppe die Challenge in der vorgegebenen Zeit, muss die aktive Person, die zur Zahlung aufforderte, das teuerste Gericht zu sich nehmen. Scheitert die Gruppe, darf die aktive Person die nicht genannten Gerichte beliebig an die Mitspielenden verteilen. Alle übriggebliebenen Karten kommen in jedem Fall unter den Nachziehstapel. Es wird NICHT neu gemischt.

Im Stapel befinden sich aber auch 5 Repeat!-Karten, die das Spiel in eine andere Richtung lenken. Deckt jemand eine Repeat!-Karte auf, beginnt eine Solo-Show. Nun ist die Person allein am Zug und muss in 40 Sekunden sämtliche Gerichte des Stapels aufzählen. Schafft sie es nicht, erhält sie das teuerste der nicht aufgezählten Gerichte. Bei einem Erfolg gibt es keine Karte.
Aber: Nach einer Repeat!-Karte mischt man den ganzen Kartenstapel neu durch. Dadurch verändert sich die Ausgangslage drastisch. Bereits erschienene Karten können nun erneut auftauchen. Aufgedeckte Repeat!-Karte entfernt man aus dem Stapel. Nach dem Erscheinen der 5. Repeat!-Karte endet die Partie.
Nun zählt man die Preise seiner im Spiel erhaltenen Gerichte zusammen. Wer die niedrigste Rechnung hat, gewinnt All you can repeat.
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Fazit zu All you can repeat
In erster Linie haben wir hier natürlich ein klassisches Merkspiel, bei dem man unter Zeitdruck Gerichte aufzählen muss. Die Karten sind toll gestaltet und die Mahlzeiten sind derart vielfältig, dass ich selber noch nicht alles kannte, was darauf abgebildet ist. Das kleine Spiel startet erst ganz gemütlich. In den ersten Runden testet man die Möglichkeiten der Spielgruppe ein wenig aus. Wie viel kann sie sich merken? Mit den ersten Rufen nach Bezahlung groovt sich die Gruppe spielend ein. Dann gibt es aber einen kleinen Kniff, der einen richtigen Hirnverzwirbler aus dem Spiel macht. Nach einer Repeat!-Karte mischt man den Stapel neu durch. Dadurch können Gerichte in derselben Partie erneut erscheinen.
Wenn man es auch schafft, sich Dinge gut zu merken, wird es richtig schwierig, wenn sich die Merkgegenstände in unregelmässigen Abständen wiederholen. Voilà – hier ist das so! Obwohl der Spielmechanismus grundsätzlich nicht neu ist, mit diesem Kniff und der Option, im gleichen Spiel sowohl gemeinsam als auch alleine seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, schafft All you can repeat ein Alleinstellungsmerkmal. Das ist eine knackige Angelegenheit.
Fakten zu All you can repeat
Autor: Jürgen Heel
Illustrationen: Freepik, Erfan Nuriyev
Verlag: Game Factory
Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gute Merkfähigkeiten
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie




