Die magischen Wesen gestalten Plättchen für Plättchen ihre Landschaft. Setzt man bei Der Wald von Mystaria die Gebäude an die passenden Stellen, holt man sich viele Punkte. Beim Legespiel muss man auf unterschiedlichste Dinge achten, um zu punkten.

Zuerst wählt man eines der lustigen Phantasie-Völker, nimmt sich das entsprechende Plättchen als Hauptquartier und stellt sämtliche Gebäude darauf. Besonders wichtig: Die Hütten müssen je auf eine Landschaft gesetzt werden. Danach mischt man die Waldplättchen und entfernt, je nach Personenzahl, einige aus dem Spiel. Ein Waldplättchen deckt man als Landschaftsstart auf. Alle nehmen sich ein Plättchen in die Hand.
Und so wird gespielt:
Jedes Waldplättchen besitzt 6 Felder, auf denen eine beliebige Kombination aus Dorf, Gebirge, See, Wald und Wiese zu finden sind. Wer am Zug ist, muss sein Waldplättchen an die ausliegende Landschaft anlegen. Dabei muss zumindest ein Feld an ein gleiches angrenzen. Ein kleine Einschränkung gibt es: Besetzte Gebiete mit Gebäuden dürfen nicht miteinander verbunden werden.

Nach dem Anlegen des Waldplättchens DARF man ein eigenes Gebäude bauen. Dazu trifft man eine Wahl und platziert das gewünschte Gebäude auf dem eben gelegten Waldplättchen oder auf einem angrenzenden Feld. Die Position wählt man so, dass das Gebäude am Ende möglichst viele Punkte abwirft. Dazu später mehr. Ein bereits besetztes Gebiet darf nicht erneut bebaut werden.
Am Ende des Spielzugs zieht man ein neues Waldplättchen nach und kann sich schon Gedanken zum nächsten Spielzug machen.
Diese drei Aktionen führt man reihum so lange durch, bis entweder der Stapel der Waldplättchen leer ist oder jemand sämtliche Gebäude in die Landschaft gesetzt hat. Nun hat jeder noch genau einen letzten Zug vor sich, dann geht es an die Wertung. Das ist zugleich der zentrale Punkt des Spiels, denn jetzt entscheidet sich, wer die besten Positionen mit seinen Gebäuden in der Landschaft gefunden hat.

Die Hütten sollte man in möglichst grosse Gebiete von Wald, See, Wiese und Dorf stellen. Jedes Feld bringt einen Punkt, beim Dorf sogar 2 Punkte. Den Baum darf man ebenfalls in eine der vier Landschaften stellen, wenn man die entsprechende Hütte schon irgendwo gesetzt hat. Auch ein Baumgebiet bringt 2 Punkte pro Feld. Den Turm setzt man in eine beliebige der vier Landschaften. Am Ende bringt er waagrecht und senkrecht einen Punkt pro Landschaftstyp, auf dem er steht. Türme dürfen übrigens nicht in derselben Linie stehen. Das Schloss ist das einzige Gebäude, das auf Gebirge stehen darf. Es bringt einen Punkt pro Gebirgslandschaft auf angrenzenden Waldplättchen.
Gebirgsfelder wirken wie ein Sichtschutz auf dem Spielfeld. Eine Sichtlinie endet immer an einem Gebirge. So kann man die Reichweite von Gebäuden wie dem Turm oder dem magischen Portal einschränken. Das magische Portal zählt alle Gebäude, die waagrecht, senkrecht und diagonal in seinem Sichtfeld sind. Jedes Gebäude ist einen Punkt wert. Bleibt noch die Brücke. Sie bringt keinen Punkt, kann aber zwei Gebiete miteinander verbinden. Dadurch lassen sich beispielsweise Gebiete mit Hütten erweitern.
Es bleibt am Ende eine kleine Rechnungsaufgabe. Zählt man die Punkte von allen eigenen Gebäuden zusammen, gewinnt man mit der höchsten Summe.
Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…
Fazit zu Der Wald von Mystaria
Das kleine Legespiel macht einen sehr guten Eindruck. Es ist kompakt, besitzt einfache Regeln und schönes Spielmaterial. Die drei Aktionen sind schnell zu bewältigen. In erster Linie kombiniert man Landschaften zu grossen Gebieten und setzt seine Gebäude hoffentlich punkteträchtig ein. Etwa mehr Spieltiefe holt es aus der Wertung. Man erstellt Flächen (Hütten, Baum), achtet auf Linien (Turm), sucht Gebirgszüge auf engstem Raum (Schloss) und zählt Gebäude in allen Richtungen (Portal). So sucht man für jedes seiner Gebäude eine optimale Position. Bestenfalls baut man sie in späteren Spielzüge auch noch aus, um schön Punkte zu generieren. Die unterschiedlichen Bedingungen muss man dabei im Kopf haben.
Das ist für mich auch der einzige Knackpunkt des Spiels. Ich hätte gerne noch eine kleine Übersicht gehabt, mit der man erkennt, wie viele Punkte man mit den einzelnen Gebäuden erhält. Ständig in der Anleitung zu blättern ist bei einem gefalteten Blatt nämlich ziemlich mühsam.
Ansonsten gefällt mir dieses kompakte Legespiel sehr gut. Da ist kurz und knackig alles auf den Punkt gebracht. Und jeden Punkt nimmt man auch am Ende gerne mit.
Fakten zu Der Wald von Mystaria
Autoren: Luca Borsa, Luca Bellini, Carlo Emanuele Lancavecchia, Walter Obert
Illustrationen: Samuel Rassy
Verlag: moses.
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gebäude an der richtigen Stelle
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




