Pass the Word – Spielkritik

Bei Pass the Word geht es um Assoziationen. Wie bei Stille Post wandern die Begriffe im Kreis herum. Wer nach der dritten Umschreibung noch den Durchblick hat, punktet in diesem kooperativen Spiel für das ganze Team. Auf welcher Wellenlänge denkt die Gruppe?

Pass the Word

Alle erhalten einen kleinen Spiralblock und einen abwischbaren Stift. Mit den beiden Utensilien gibt man gleich wertvolle Hinweise und kombiniert sich bis zum gesuchten Begriff. Auf den eigenen Block schreibt man seinen Namen. Gut erreichbar auf dem Tisch liegen die Begriffskarten in den Kategorien Berufe, Orte, Persönlichkeiten, Tiere und Gegenstände, dazu ein verdeckter Stapel mit Zahlenkarten. Auch wenn alle allein ihre Vorarbeit leisten, geht es am Ende der Spielrunden um ein gemeinsames Resultat.

Und so wird gespielt:

In der ersten Phase einigt man sich für eine Kategorie. Alle nehmen sich eine Begriffskarte vom Stapel und eine Zahlenkarte. Beides bleibt ganz geheim. Die Zahl auf der Karte bestimmt das Lösungswort auf der Begriffskarte. Dort sind nämlich 6 Begriffe notiert, nur einer davon erhält aber besondere Aufmerksamkeit. Es ist der geheime Begriff, der am Ende erraten werden soll. Da nun alle ihren geheimen Begriff kennen, starten wir in die nächste Phase.

Pass the Word

In der gewählten Kategorie ist die Architektin der geheime Begriff. Nun ist Assoziieren gefragt. Welches einzelne Wort passt denn zur Architektin? Es soll das Haus sein, also notiert man Haus auf die erste Seite des Spiralblocks. Danach dreht man den Block um und schiebt ihn zur nächsten Person weiter. Da alle das genauso machen, erhält man auch sofort wieder einen Spiralblock von der Person auf der anderen Seite zugeschoben.

Auf dem neuen Spiralblock liest man nun einen Begriff. Es ist bereits eine erste Assoziation zum Lösungswort. Mit diesem Begriff arbeitet man weiter. Man wendet den obersten Zettel des Blocks und schreibt auf den nächsten Zettel eine Assoziation zur Assoziation. Erneut wendet man den gesamten Block und schiebt ihn weiter. Die nächste Person notiert nun noch eine dritte Assoziation, ohne den ersten Begriff zu kennen. Der Block landet danach bei der vierten Person in der Reihe.

Pass the Word

Es folgt die Auflösung aller Rätsel am Tisch. Als Hilfe besitzt man nun die dritte Assoziation und bekommt die Begriffskarte der Ursprungsperson mit den 6 möglichen Begriffen. Jetzt unternimmt man einen Rateversuch. Welches Wort stand wohl am Start der Wörterkette? Rät man richtig, ist der Punkt noch nicht ganz gewonnen. Man muss noch alle assoziierten Wörter überprüfen. Wenn dort keine Dopplung vorkommt und auch das geheime Wort nicht notiert wurde, ist der Rateversuch geglückt.
Bei einem falschen Rateversuch oder einer ungültigen Assoziation zählt die Karte als 1 Minuspunkt.

Eine Partie geht über 2 oder 3 Runden mit neuen Begriffen. Auf einer Tabelle kann man die Punkte für die Gruppenleistung ablesen. Für ein Top-Resultat benötigt man mindestens 10 Punkte.

Für ein einfacheres Spiel zieht man Hilfskarten bei, mit denen man spicken darf. Oder man engt den Spielraum durch das Wegnehmen von Zahlenkarten ein.


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Fazit zu Pass the Word

Das Wörterratespiel erinnert schon ein wenig an Stille Post. Nur reicht man bei Pass the Word seine Assoziationen weiter und kreiert gleich eine neue. Diese Wortketten sind nicht immer einfach zu deuten. Besonders schwierig wird es, wenn man Wörter mit doppelter Bedeutung auf den Spiralblöcken platziert. Und nicht zuletzt beteiligt man sich bei drei unterschiedlichen Begriffen und denkt somit gleich an mehreren Orten mit.
Beim Raten des Begriffs erhält man wenigstens die Auswahl mit den 6 Begriffen. Ist die Lösung nicht eindeutig erkennbar, macht man sich auf die Suche nach einer möglichen Herleitung. Es wird am Ende noch einmal spannend und der Punkt ist erst im Trockenen, wenn auch keine Begriffe doppelt verwendet wurden.

Pass the Word bringt das Wortraten auf den Punkt, erst beim Assoziieren, danach beim Herleiten der Lösung. Es ist ein sehr unterhaltsames Spiel für grössere Runden von 4 bis 8 Personen.


Fakten zu Pass the Word

Autor: Yaniv Kahana, Simone Luciani
Illustrationen: keine Angaben
Verlag: Piatnik

Spielerzahl: 4 – 8 Personen
Spieldauer: 25 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Klare Assoziationen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: 4 – 8 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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